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Verdun, Schlacht um, Schlacht zwischen deutschen und französischen Truppen im 1. Weltkrieg vom Februar bis Dezember 1916. Am 21. Februar griffen die Deutschen die französische Festung Verdun an. Verdun lag an einem strategisch wichtigen Punkt auf den Höhen über der Maas am östlichen Ende der Grabenlinie in Frankreich; außerdem war Verdun für die Franzosen ein bedeutendes Symbol für ihre Widerstandskraft. Aus diesem Grund hoffte die deutsche Oberste Heeresleitung, die Franzosen "ausbluten" zu können, indem sie so viele französische Soldaten wie möglich töten ließ.
Der Angriff begann mit einem beispiellos heftigen Beschuss der äußeren Befestigungen Verduns durch die deutsche Artillerie. Die Franzosen zogen sich in vorbereitete Stellungen zurück, das deutsche Kommando intensivierte seine Angriffe noch und rückte unter gewaltigen Verlusten weiter vor. Fort Douaumont fiel am 25. Februar den Deutschen in die Hände. Am selben Tag erhielt General Henri Philippe Pétain den Befehl über die französischen Truppen von Verdun. Auf französischer Seite trafen ständig neue Reserven ein, und Pétains Männer traten den unablässigen Angriffen der starken deutschen Formationen mit wachsendem Selbstvertrauen entgegen. Harcourt wurde am 22. März und Malancourt eine Woche später von den Deutschen eingenommen; dennoch war die erste deutsche Offensive gegen Verdun gescheitert.
Die deutschen Angriffe gingen ohne große Unterbrechungen weiter. Im April hatte die französische Luftwaffe die Luftherrschaft über dem Schlachtfeld und damit einen wichtigen Vorteil für die Verteidigung des Gebiets gewonnen. Im Juni konnten die Deutschen in einer neuen Offensive die Festungen Vaux und Thiaumont erobern. Der Druck seitens der Deutschen ließ jetzt jedoch spürbar nach. Denn die Briten hatten einen Angriff an der Somme begonnen, so dass deutsche Truppen an die neue Front verlegt, die deutschen Kräfte somit auf mehrere Fronten verteilt werden mussten und der Druck von den Franzosen genommen wurde. Die Kämpfe flauten ab, und General Robert Nivelle, der Pétain als Befehlshaber abgelöst hatte, bereitete einen schnellen und vernichtenden Schlag gegen die Deutschen nördlich von Verdun vor.

 

 Am 24. September rückten die Franzosen unter General Charles Mangin auf einer sechs Kilometer breiten Front vor und eroberten Douaumont und Thiaumont zurück. Mit der Wiederaufnahme der französischen Offensive hatte sich die letzte Hoffnung der Deutschen zerschlagen, die Linien der Alliierten bei Verdun umgehen zu können. Die französischen Angriffe hielten den ganzen Oktober hindurch an, Anfang November räumten die Deutschen Fort Vaux. Am Ende des Jahres hatten die Franzosen die meisten Stellungen, die sie im Februar verloren hatten, wieder zurückerobert.
 Die Verluste waren auf beiden Seiten extrem hoch. Nach offiziellen Angaben verloren die Franzosen fast 350 000 und die Deutschen 330 000 Mann. Die Schlacht selbst brachte für keine Seite definitive Entscheidungen oder strategische Vorteile.
 
 

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