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Vorrede:


Müßiger Leser!
Ohne Eidschwur kannst Du mir glauben, daß ich wünschte, dieses Buch, als der Sohn meines
Geistes, wäre das schönste, stattlichste und geistreichste, das sich erdenken ließe.
Allein ich konnte nicht wider das Gesetz der Natur aufkommen in der ein jedes Ding
seinesgleichen erzeugt. Und was konnte demnach mein unfruchtbarer und unausgebildeter 
Geistanderes eryeugen als die Geschichte eines trockenen, verrunyelten, grillenhaften
Sohnes, voll von mannigfaltigen Gedanken, wie sie nie einem andern in den Sinn gekommen
sind? Verzeihe mir also daß ich, um der Wahrheit genüge zu tun, all meine Werke und 
Fahrten in ebensolcher Einfalt beschreiben zu gedenke als es mir möglich ist.
Mögest Du trotz alledem einige Lichtblicke finden, einige Augenblicke, so es auch zu 
befürchten, ja gar zu erwarten ist, daß es deren nicht vieler sein werden, in denen 
sich dein Geist erhellt, deine Aufmerksamkeit wie hinfortgehoben erscheint und Du 
gefangen in den Berichten der Historien der Great Plains bist und darin verweilest
so lange als Du es gutdünkest.
Und so es mir auch nicht möglich war - wie die großen meiner Zunft es zu tun pflegten - 
mein Werk mit allerhand Anekdoten, Randbemerkungen und Gedichten zu verzieren und zu 
schmücken, auf daß es wenigstens kleidsam erschiene, so will ich doch nicht lassen
allenfalls zu Beginn einiger Verse Wonne Dir zu widmen:

Nunca fuera caballero
de damas tan bien servido
como fuera Don Estevan
cuando de Augsburgo a Ames viniera...

Und hiermit, Gott möge dir Heil gewähren und mich nicht vergessen, Leb wohl!

 

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