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Das Liber Fridolini Sichery


Da vorliegende Notenbuch entstand wie etwa das Syntagma Musicum des Sebastian Virdung an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit und enthält etliche wirklich interessante Partien für das Gemshorn bzw. Krummhorn ohne Erweiterungsklappen.

Auf dieser Basis soll versucht werden, für möglichst alle Sätze desLFS ein Besetzungsspektrum zu erstellen.

Komponisten

dreistimmige Sätze

vierstimmige Sätze

fünfstimmige Sätze

Instrumente

Alte Notenbücher

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Literatur

Sebastian Virdung: Musica getutscht, Basel 1511. Neudruck Kassel (Bärenreiter) 1957

Michael Praetorius:Syntagma musicum II: De organographia, Wolfenbüttel 1619. Neudruck Kassel (Bärenreiter) 1958

Franz Julius Giesbert (Hrsg.):Ein altes Spielbuch aus der Zeit um 1500. Mainz 1936

dto.:Teil II

René Clemencic:Alte Musikinstrumente, Stuttgart, o.J.

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Komponisten

A., Alexander, Agricola

Alexander Agricola (*um 1446  +1506)

Deutscher oder niederländischer Herkunft. Komponierte im Stil der franko-flämischen Musik Messen, Motetten und ca. 100 Chansons. Gestorben in Valladolid.

Lit.:
Agricola:  Carmina  Moeck 3620
Alexander Agricola:  Fünf Chansons a 3, mit Text  Pan 10157
Alexander Agricola:  Fünf Instrumentalstücke, 3stg.  Pan 10104


Agricola,Jo

nicht näher bekannt


Brumel, An.Brumel

Antoine Brumel: (Zeit des LFS)


Busnoys

Antoine Busnois (*um 1430  +1492)

Minnesängername (Antoine de Busne). Antoine stammte aus Nordfrankreich. Trotzdem er Geistlicher war, war sein Lebenswandel durchaus dem Diesseits zugewandt. Davon zeugen seine Chansons mit teilweise sehr frivolem Text. Mit einem Stück im LFS vertreten.


Compere, Compère

Loyset Compère (+1518)

Eingespielt:  "Bergerette" mit historischen Instrumenten.

Lit.:
Loyset Compère:  3 Chansons, 3stg. Pan 10062


Jo.Giselin

Johannes Ghiselin: (+um 1500)

Wurde in der Musikwissenschaft wegen der vielen unterschiedlichen Schreibweisen seines Namens bekannt. Herkunft aus dem Elsass.

Lit.:
Johannes Ghiselin:  Fünf Instrumentalsätze, 3stg.  Pan 10110


H.Ysacc, H.Ysacz

Heinrich Isaac (*vor 1450  +1517)

Bedeutendster Vertreter und Überwinder der zweiten epoche der franko-flämischen Musik (1. Epoche: Guillaume Dufay, Gilles Binchois). Aus Flandern stammend wirkte er als Hofkomponist Kaiser Maximilians I. er starb in Florenz.

Im Zentrum seines Schaffens steht die kunstvolle Bearbeitung der damals unterhaltenden Musik (Greiner, Zanner; die Brünnlein, die da fließen; Es hätt ein Bauer ein töchterlein; Ich stund an einem Morgen.). Zum Allzeitwelthit wurde das "Innsbrucklied", das auch von den Protestanten in geistlichen Kontrafakturen (O Welt, ich muss dich lassen; In allen meinen Taten) übernommen wurde. populäre Melodien wurden sogar als Basis für Messen verwendet (Missa: Wohlauff Gesell von hinnen).

Auch die Instrumentalmusik Isaacs ist von volkstümlichen Varianten geprägt. - Verschiedenartige Einspielungen mit Chor und/oder historischen Instrumenten.

Lit.:
Isaac:  Carmina  Moeck 3610
dto.:  Instrumentalsätze  ZfS 9
Heinrich Isaac. 5 Sätze aus "Choralis Constantinus"  Heinrichshofen 10/003
Isaak:  Kaisermotette, 6stg. m. Instrumenten.  Peters 4817a/b


Jacobus Romanus

Jacobus Romanus Zeit des LFS


Japart

Jean Japart (+um 1500)

Johannes Japart gilt als Spezialist für Sätze auf Basis von zwei oder mehr bekannten (populären) Liedern in einem Satz.


Josqin Deprecz, Josqin, Josquin

Josquin Desprez (*um 1435  +27.8.1521)

Josquin, geboren in der Picardie, war Geistlicher. Als Musiker brachte er es bis zum Kapellmeister der päpstlichen Kapelle in Rom. Er starb in Condé-sur-l'Escaut. Desprez hinterließ vierstimmige Messen und Motetten. In seinen feinsinnigen Chansons (Il Grillo; In te domine speravi) hat er als vorläufer des französischen Chansons uns der Liedermacher zu gelten.

Lit.:
Desprez:  La plus des plus. 5 Chansons ZfS 234
Josquin de Prés:  Zwei italienische Lieder, 4stg., Text  Pan 10090


Obrecht, Ja.Hobrecht, Hobrecht

Jacob Obrecht (*um 1450 +1505)

Jacob Obrecht, dessen Herkunft nicht geklärt ist, war Geistlicher. Er schrieb Messen, Motetten und weltliche Werke. Kapellmeister war er in Bergen-op-Zoom, Cambrai, Brügge und Antwerpen. Der Name, sowie die beschriebene Karriere lassen auf eine frühbürgerliche Ausrichtung schließen.

Lit.:
Obrecht:  Tandernaken, Instrumentalsatz über ein niederländisches Volkslied  ZfS 494/95


Ockenhem, Ockengem, Ockenghem

Johannes Ockeghem (*1434? +1494)

Auch Ockeghem war geistlichen Standes. Sein Geburtsdatum ist nicht gesichert. Geboren im flandrischen Dendermonde, ist er noch in mancher Hinsicht der ersten Epoche der franko-flämischen Musik verhaftet. Seit 1453 war er Kapellmeister am französischen Hof. Er starb in Tours. Aus seiner Feder stammen eine Vielzahl von Messen, Motetten und Chansons.

Einzelne Werke Ockeghems werden gern in Sammelbänden veröffentlicht.


M.Pipelare

Mathaeus Pipelare (Zeit des LFS)


Pirson

Zeit des LFS. Möglicherweise handelt es sich bei "Pirson" um Pierre de la Rue (+1518)


Jo.Stokem, Stoken

Joannes Stoken (Zeit des LFS


Verbonet Jo.

Jean Verbonet (Zeit des LFS)

Gerne wüsste man mehr über Verbonet. Die quintierende Verschlüsselung (b im ersten Zwischenraum nach dem Violin- [Flöten-?]schlüssel) ist wohl kein Fehler.

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