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Quelle:

Vor den Erfolg setzten die Götter den Schweiß

Heimbach. Vor den Erfolg haben auch die Jazzgötter den Schweiß gesetzt - 
selbst für Studenten, die beim Probenwochenende auf Burg Heimbach 
mit nimmermüder Lust ihre Musik spielten. 

 

Zumal wenn sie von drei Jazzprofessoren gefordert werden wie hier abwechselnd 
von Wolfgang Breuer, Wolf Escher und Michael Villmow. 

Bei den 24 Musikern des JugendJazzOrchesters NRW war viel Vorfreude 
auf die musikalischen und menschlichen Erlebnisse 
der Mittelamerika-Tournee, bei der sie sich erneut bewähren dürfen zu spüren.

Gewiss, ihr Repertoire steht, eine einwöchige Arbeitsphase in 
Bad Fredeburg im Sauerland hat Sicherheit gegeben.

Im Pallas der Hengebach-Burg ging es um Feinschliff 
und die Auswahl für mittelamerikanische Ohren, neugierige, 
anspruchsvolle und kulturhungrige Besucher der zehn Konzerte. 

Die Zuhörer bei der offenen Probe am Samstagnachmittag staunten, 
wie viel Arbeit zur scheinbar selbstverständlichen Leistung gehört. 

Anspruchsvolle Arrangements von Jazzklassikern wie Coltranes Lazy Bird, 
Zawinuls Birdland und Kompositionen der drei Dozenten wechselten mit Salsa-Rhythmen 
und Latin-Themen wie Tequila, Besame Mucho, Cuba Libre oder Santamarias Come Candela. 

Die Burg erbebt

Beeindruckend wie beim Konzert in Dürens Haus der Stadt dürften 
in Costa Rica oder Panama City die synkopischen Verfremdungen von Bizets Carmen-Suite 
oder die Burg erbebenden Bigbandklänge von Elvin's Mambo sein. Ansteckend selbst
für die Stimmung in der Band war das groovig swingende «How Sweet It Is». 

Zum Ensemble gehören nur vier junge Frauen, auffällig mit Trompete und Bariton-Saxophon 
Sinje und Judith, ferner zwei Sängerinnen: Anikas Blues-Stimme überraschte in Ivan Lins' Ballade The Island. 
Mit Kathrin zusammen wird sie Mack the Knife und zum Blood, Sweat & Tears Medley singen. 

Die 20 jungen Männer von Benjamin Brown bis Holger Werner erhalten fast alle ihre Soloparts, 
mögen auch einige herausragen. 
Vorbereitete Zugaben wie «Fun» sollen größtmögliche Publikumsnähe erzeugen. 

Hauptgastgeber und Initiator der Tournee ist das Goethe-Institut, 
gestützt auf seine Studenten und die Mitglieder der so genannten deutschen Kolonien vor Ort, 
diplomatische Stellen, Schulen, Firmen und Wirtschaftsverbände. 
Ihnen wird das JJO kulturelle Freude und heimatliche Botschaft aus Deutschland bescheren.

Aachener Zeitung 15. August 2004