Page archived courtesy of the Geocities Archive Project


Institut für Einheit in Vielfalt
 

Institut für Einheit in Vielfalt


 
 

Arbeitsbereiche - Familien- & Erziehungshilfe

Leistungen

In Zusammenarbeit mit Jugendämtern führt das IEV-Institut für Einheit in Vielfalt intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung, Hausaufgabenhilfe, Nachbetreuung, Hilfen für junge Volljährige, Familienberatung, Familientherapie und Einzeltherapie sowie soziale Gruppenarbeit als ambulante Hilfen nach den §§ 29, 30, 31, 35 und 41 SGB VIII (KJHG) durch. Unsere Konzepte für ambulante Betreuungen berücksichtigen die unterschiedlichen Erfordernisse in jeder einzelnen Familie und entsprechen dem ganzheitlichen, lösungs- und ressourcenorientierten Ansatz des IEV.

Freiberufliches, Multikulturelles und interdisziplinäres Team

Für Kinder, Jugendliche und ihre Familien werden fachlich, kulturell und persönlich geeignete MitarbeiterInnen des IEV eingesetzt, die sie betreuen und beraten. Für diese Arbeit stehen uns 50 MitarbeiterInnen aus 15 verschiedenen Herkunftsländern (z.B. Ägypten, Afghanistan, Albanien, Algerien, Marokko, Chile, Kolumbien, Azerbaidjan, Iran, Russland, Türkei, ehem. Jugoslawien, Polen und Deutschland), die 23 Sprachen beherrschen, sowie aus verschiedenen Berufen (Diplom-PsychologInnen, -SozialpädagogInnen, -SozialarbeiterInnen, -PädagogInnen, LehrerInnen und StudentInnen für Sozialarbeit u. -pädagogik, Psychologie, Lehramt u. a.) zur Verfügung.

Alle MitarbeiterInnen des IEV-Institut für Einheit in Vielfalt sind freiberuflich tätig. Dadurch findet ein starker Wissenstransfer aus anderen Arbeits- und Fachgebieten der einzelnen Mitarbeiter in das Team der Familienhelfer statt. Außerdem können die Helfer neben der fachlichen auch in zeitlicher Hinsicht flexibel und bedarfsgerecht arbeiten.

Zielgruppen

Wir leisten in erster Linie klassische Familien- und Erziehungshilfe in deutschen Familien. Darüber hinaus liegt ein Arbeitsschwerpunkt  bei Migrantenfamilien. Eine weitere Zielgruppe sind Familien, deren Unterstützung und Förderung auch Psychotherapie und Familientherapie erfordert. Ebenso planen wir in Zusammenarbeit mit Jugendämtern, Schulen und anderen Institutionen präventive Projekte und führen sie durch.

Arbeitsweise

Nach einer gründlichen Analyse, Anamnese und einer differenzierten Indikationserstellung mit und im Umfeld der Familie wird die Vorgehensweise in der Familie gemeinsam mit den BezirkssozialarbeiterInnen inhaltlich und zeitlich festgelegt. Für den unterschiedlichen Bedarf an zielgerichteten Interventionen innerhalb der Familie werden aus unserem Team passende Fachkräfte ausgesucht und eingesetzt.

Unsere Familienhelfer arbeiten, je nach Indikation, als einzelne Fachkraft oder im Zweier-Team in einer Familie. Bei dem Einsatz eines Zweier-Teams, dem so genannten Microteam, ist eine Person als Jugendhelfer und eine als Helfer oder Berater bzw. Therapeut für die gesamte Familie tätig. Der Familienhelfer berät in der Regel intensiv, jedoch in geringerem zeitlichem Umfang die Eltern und ist als fachliche Leitung vor Ort für die Förderung der positiven Entwicklung im gesamten System verantwortlich. Der Jugendhelfer arbeitet hauptsächlich mit den Kindern und Jugendlichen der Familie. Er unterstützt schwerpunktmäßig die Entwicklung des Indexklienten. Gemeinsame Termine der beiden Helfer sind Familiengespräche oder -aktivitäten und ihr regelmäßiger Fachaustausch außerhalb der Familie.

Je nach Indikationslage kann die Verteilung der Aufträge an die beiden Helfer natürlich auch anders aussehen. Zur Erläuterung unserer Arbeitsweise sowie der Erfahrungswerte und fachlichen Vorteile für Familien und Auftraggeber, sowie finanziellen Vorteile für den Auftraggeber beim Einsatz von Microteams können Sie gerne einen Termin mit der Bereichsleiterin vereinbaren.

Beratungsumfang

Je nach Problematik und Zielen umfasst die Beratung pro Familie in der Regel zwischen 4 und 10 Nettostunden für den Jugendhelfer und/oder 2 und 6 Nettostunden für den Familienberater pro Woche. Hinzu kommen für jeden Helfer normalerweise 1 - 1,5 Stunden pro Woche (= 4 - 6 Std. pro Monat) für einzelfallbezogene Supervision / Fachaustausch, Microteamgespräch (beinhaltet auch Austausch mit dem Bezirkssozialarbeiter) und Fortbildung.

Bei entsprechender Indikation (z.B. Krisenintervention) können die Betreuungsstunden nach Absprache mit dem Jugendamt erhöht werden. Bei schnellerem erfolgreichen Verlauf wird der Betreuungsumfang reduziert, sofern ausreichende Stabilität erreicht ist. Dieses Vorgehen ermöglicht eine adäquate und flexible Gestaltung der Hilfe. Generell wird der Betreuungsumfang im Verlauf abnehmend konzipiert. Hierdurch wird die Verselbständigung der Klienten erleichtert und ihre Ablösung von den Betreuern vorbereitet.

Die durchschnittliche Gesamtdauer einer Familienhilfe liegt im IEV-Institut für Einheit in Vielfalt bei 16 Monaten.

Vernetzung

Bereits zu Beginn der Beratung wird eine Vernetzung zwischen den die Familie unterstützenden und versorgenden weiteren Institutionen (Jugendamt, Schule, Kindertagesstätte, TherapeutIn, Arzt, Krankenhaus, Heim, Sozialamt etc.) hergestellt und im weiteren Verlauf der Hilfe in Form von Helferkonferenzen oder gegenseitigem Austausch aufrecht erhalten. Im Bedarfsfall können auch Mediationsgespräche mit Erziehungsberechtigten und/oder außerhalb der betreuten Familie lebenden Elternteilen oder für die Entwicklung eines Kindes maßgeblichen Personen organisiert und durchgeführt werden.

Ressourcen- und lösungsorientiertes Vorgehen

Bei der personellen Zusammenstellung eines Microteams werden die Interessen und Dispositionen der Betroffenen berücksichtigt. Wir knüpfen so an vorhandene Kompetenzen an, bauen diese aus und ergänzen sie durch weitere Problemlösungs- bzw. Bewältigungsstrategien. Stets wird eine personengerechte soziale und kulturelle Integration der Familien angestrebt. Hierfür werden auch Kontakte zu bestehenden Vereinen und Initiativen vermittelt und aufgebaut.

Fachlichkeit

Die Aktivitäten des Instituts für Einheit in Vielfalt umfassen 8 Arbeitsbereiche mit derzeit insgesamt 150 Mitarbeitern aus 25 Herkunftsländern. Die unterschiedlichen Bereiche sind:

Die Informationsbroschüre des Instituts, die Sie gerne anfordern können, beschreibt diese Arbeitsbereiche. Zahlreiche Mitarbeiter, die im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG - SGB VIII) tätig sind, arbeiten zugleich in anderen Bereichen des Instituts. Sie sind etwa bei Fortbildungen, als Supervisoren anderer Fachteams, als Gutachter für Gerichte oder in Projekten tätig. Die fachlichen Kenntnisse und die Erfahrungen jeder der Arbeitsbereiche unterstützt die Teammitglieder anderer Bereiche durch teamübergreifenden gegenseitigen Austausch und ergänzt deren Fachwissen.

Die MitarbeiterInnen der Arbeitsbereichs Familien- und Erziehungshilfe werden fortlaufend weitergebildet und in regelmäßigen Abständen in ihrer Fallbearbeitung fachlich beraten und unterstützt. Diese Unterstützung geschieht fallbezogen in den Microteams und übergreifend in Fortbildungsveranstaltungen mit weiteren Kollegen aus dem Gesamtteam. So wird eine qualifizierte, intensive, individuell abstimmbare, flexible Hilfe ermöglicht, die zudem, entsprechend unserer inhaltlichen Ausrichtung, immer eine Hilfe zur Selbsthilfe darstellt.

Die institutsinternen Fall- und Teambesprechungen zur Leistungsoptimierung des KJHG-Teams werden von erfahrenen Fachkräften geleitet und koordiniert. Zu einzelnen Fachthemen oder besonders schwierigen Fallberatungen werden weitere MitarbeiterInnen mit den entsprechenden Qualifikationen, vorwiegend aus den Bereichen Fortbildung und Supervision des IEV-Institut für Einheit in Vielfalt, für eine fortbildende Supervision hinzugezogen.

Aufbau und Aufgaben des Teams

Für jede von uns beratene Familie ist ein Team von MitarbeiterInnen zuständig. Im regelmäßig fortlaufenden Austausch wird die Arbeitsqualität mit der Familie, dem Jugendamt und anderen Beteiligten gesichert. Das Team für eine Familie besteht aus: Berater (bei Einsatz von zwei Beratern dem Microteam), Koordinator (auch für die Fachaustauschsmoderation zuständig), Bereichsleiter und Institutsleitung.

Hilfesystem von IEV & Jugendamt

Einsatzgebiete

Im erweiterten Rhein-Main-Gebiet ist das IEV-Institut für Einheit in Vielfalt mit dem Arbeitsbereiche "Sozialpädagogische Familien- und Erziehungshilfe" derzeit in folgenden Städten und Landkreisen tätig:

Landkarte der Einsatzgebiete

Ein erheblicher Teil der MitarbeiterInnen wohnt jeweils in seinem Einsatzgebiet. Dadurch entstehen geringere Fahrtkosten als von der Zentrale in Hanau aus. Bei Anfragen für Familien, die außerhalb der genannten Gebiete wohnen, wenden Sie sich bitte an unsere Ansprechpartner in der Hanauer Zentrale.

Prävention - Agieren statt reagieren

Eine vorwiegend reaktive Arbeitsweise, die erst bei massiven Problemen eingreift, wird den gesellschaftlichen Erfordernissen bezüglich psychosozialer und pädagogischer Unterstützung und Förderung nicht gerecht. Deshalb möchten wir in Übereinstimmung mit dem SGB VIII anregen: Vielen Familien und Gruppen von Eltern, Kindern und Jugendlichen kann mit weit geringerem Betreuungsumfang im Vorfeld präventiv und kostensparend geholfen werden.

Wir sind sehr gerne bereit, unsere in Zusammenarbeit mit zahlreichen anderen Einrichtungen und Fachleuten entwickelten und wirksam durchgeführten präventiven Konzepte gemeinsam mit Jugendämtern und anderen Einrichtungen innovativ weiterzuentwickeln und zu verwirklichen.

Ansprechpartner

Ansprechpartner unseres Instituts für den Arbeitsbereich Sozialpädagogische Familien- und Erziehungshilfe im Büro Hanau ist Frau Dipl.-Psych. Yvonne Schnotale-Stichter. Für Fallbesprechungen und die Planung der Maßnahmen können Sie sich gerne telefonisch oder über die E-Mail-Adresse an Frau Schnotale-Stichter (06181/945 99 13; yss@iev-org.com) oder unsere Zentrale (06181/945 99 0; iev@iev-org.com) wenden.

Für die Planung von Projekten und präventiven Maßnahmen können Sie sich gerne an Herrn Dipl.-Psych. Nezih Açba wenden. Er ist über die Zentrale erreichbar.

 

 

Informationen über die beruflichen Hintergründe der Ansprechpartner und der Fachleitung des Arbeitsbereiches Sozialpädagogische Familien- und Erziehungshilfe

Nezih Açba, Diplom-Psychologe, Klinischer Psychologe/Psychotherapeut BDP, Supervisor BDP

Nezih Açba, geboren 1957 in Istanbul, Türkei, kam 1975 in die BRD.

Er studierte, unterstützt durch die Begabtenförderung der Friedrich-Naumann-Stiftung, Psychologie mit dem Schwerpunkt Klinische Psychologie an der Universität Würzburg. (Abschluß 1984)

Aus- und Fortbildungen in Tiefenpsychologie, Gesprächspsychotherapie, Verhaltenstherapie, Positiver Psychotherapie, Intensiv-Kurztherapie, Systemische Kurztherapie, Hypnose, Entspannungstechniken u.a..

Bisherige Arbeitsfelder: Universitäts-Nervenklinik, Freizeiteinrichtung für Kinder, Sozialpsychiatrischer Dienst, Erziehungsberatungsstelle, Projekte zur psychosozialen Versorgung von Migranten und Projekte zur Errichtung psychosozialer Einrichtungen in den neuen Bundesländern, Prävention und Selbthilfegruppen u.a..

Seit 1992 in psychologischer Praxis in Hanau als Psychotherapeut, und beim von ihm gegründeten IEV-Institut für Einheit in Vielfalt als geschäftsführender Inhaber, Leiter, Supervisor, Organisationsberater, und in Fortbildungen und Projekten tätig.

Veröffentlichungen (Auswahl):

  • Selbsthilfe in Gruppen - Ein Leitfaden für Interessierte, Asanger Verlag, Heidelberg, 1986.
  • Psychische Gesundheit und soziales Wohlbefinden von Migranten - Lebensbedingungen, Versorgung und migrantenspezifische Psychotherapie. In: Beratung von Migranten, Robert Bosch Stiftung (Hrsg.), Verlag für Wissenschaft und Bildung, Berlin, 1993.
  • Prävention mit ausländischen Jugendlichen. Wirkungsvoller: Rechtzeitige Hilfestellung statt Problemreparatur. In: Bildungsarbeit 1/1993.

Journalistische Fachartikel:

  • ca. 40 Beiträge über Psychotherapie und Prävention in Zeitschriften und Zeitungen.

Projektdokumentationen:

  • Psychosoziale Beratung für Ausländer. Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung (Hrsg.), München, 1991.
  • Modellversuch "Psychosoziale Beratung für Ausländer". Zwischenevaluation: Arbeiterwohlfahrt, Landesverband Bayern e.V., 1989.
  • Abschlußbericht zum Modellversuch (s.o.). Arbeiterwohlfahrt, Landesverb. Bayern, 1990.

Weitere Informationen über Nezih Açba finden Sie in seinem Lebenslauf.

Yvonne Schnotale-Stichter, Diplom-Psychologin, integrativ arbeitende Familientherapeutin, Seminarleiterin für Autogenes Training und Entspannungstherapien

Geboren 1967 in Frankfurt am Main. Studium der Philosophie an der J.W. Goethe-Universität in Frankfurt a. M.; Studium der Psychologie an der Technischen Hochschule in Darmstadt und der J.W. Goethe-Universität (Diplom 1997); Studium der Pädagogik an der J.W. Goethe-Universität in Frankfurt a. M.

4-jährige Ausbildung in Integrativer Familientherapie; Ausbildung zur Seminarleiterin für Autogenes Training und Entspannungstherapien.

Seit 1992 freiberufliche Tätigkeiten im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit u. a. für Caritas (Hausaufgabenhilfe und Mittagsbetreuung in einer Schule in einem Frankfurter Sozialen Brennpunkt) und das Jugendamt in Frankfurt a.M. (Sozialpädagogische Lernhilfe und Familienhilfe). Seit 1997 freiberuflich in eigener psychologischer Praxis sowie als Jugend- und Familienbetreuerin und als Koordinatorin, 1998-1999 freiberufliche therapeutische Mitarbeit im Institut für Integrative Psychotherapie und Diagnostik in Friedrichsdorf, seit 2000 als Leiterin des Arbeitsbereiches Sozialpädagogische Familien- und Erziehungshilfe im IEV-Institut für Einheit in Vielfalt.


 
 
1