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Hobuschiade 1 :

 

Christoph Hobusch (1811-1866) ist das wohl populärste Dessauer Original. Er gehörte zu den schlagfertigsten Witzbolden unserer Heimatstadt.Viel belacht, wenig geacht't. Arm an Besitz, reich an Witz !

Vom "Kräwessen" im "Entenar..."

"Harr Jraf ich vorbitte mich das !"

Im hinteren Tiergarten gehöhrte der Entenfang, ein alter Muldearm, zu Hobuschs "freiem Jagdrevier".

Dort gab er sich ohne Erlaubnis und Angelschein dem Fischfang und dem Krebsen hin. Der Entenfang führte im Volksmund eine nicht stubenreine Bezeichnung (Entenarsch).

Eines Tages begegnet Hobusch dem Grafen Solms mit Gattin. Dieser fragte leutselig nach Woher und Wohin. Hobusch bekennt freimütig, was er am Vormittag getrieben hat und gebraucht dabei den anrüchigen Ausdruck für den Entenfang. Der Graf empört sich künstlich und macht darauf aufmerksam, dass man derlei Ausdrücke nicht in Anwesenheit von Damen verwenden dürfe.Tage später ist Hobusch dabei, wie jeden Sonnabend, die Abfälle des Wochenmarktes zu beseitigen. Neben ihm tut eine ärmlich gekleidete Frau das gleiche. Graf Solms kommt diesmal allen des Weges und fragt mit lauter Stimme : "Na, Hobusch, warst du mal wieder krebsen im Entenarsch ? " Jetzt ist Hobusch an der Reihe, sich zu entrüsten und sagt mit einem Seitenblick auf die neben ihm tätige Frau : " Harr Jraf, ich vorbitte mich das in Jejnwart einer Dame ! "

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