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Durch stürmische Nacht

 

 

Kommt, Ihr Streiter, schreitet fort,

Nicht lange wird die Nacht mehr dauern,

Und dieser karge, finstere Ort

Wird alsbald nimmermehr uns schauern.

 

Ich weiß wohl, dass wir alle nun

Sehr ausgezehrt und müde sind,

doch haltet durch! Bald können wir ruhn,

Aus Hagelsturm wird Sommerwind.

 

Und, tapfere Kämpfer, ich möchte Euch loben,

dass Ihr niemals habt aufgegeben,

Und mögen auch furchtbare Stürme noch toben,

Wisset, Ihr werdet den Frieden erleben.

 

Doch die angstvolle Nacht behaltet im Herzen,

Erinnert die Schlacht und den nahen Tod,

Erinnert Verzweiflung, Verlust und die Schmerzen,

Doch auch Eure Tapferkeit in elender Not

 

Denn Ihr habt gesehen, was wenige kennen,

Und alle, die Ihr jetzt noch lebt,

Ihr könnt Euch für immerdar Helden nennen,

Ihr wisst, wie es ist, wenn die Erde bebt.

 

Kommt nun, marschieren wir eisern weiter,

Ob versehrt, ob gefoltert, wir müssen voran.

Unsere Seelen sind dunkel und niemand mehr heiter,

Doch weiser und reifer, als bevor es begann.

 

Es ist nicht mehr lange. Es ist nicht mehr weit.

Bald dämmert der Morgen, bringt neues Licht

Das nach dieser finsteren, qualvollen Zeit

Sich spiegeln wird auf unserem Gesicht.

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