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Die Fieberstadt

 

 

Auf einer Insel im Meer da liegt die Stadt

In welcher höllengleich ein Fieber gewütet hat.

Wie ein Sturm mit wehendem schwarzen Kleid

Fuhr der Tod in der Dämm’rung zum Tor hinein,

Mit singender Sense zu säen tiefes Leid

Und mit giftigem Atem gellende Pein

 

Raste hier und dort und hin und her –

Weit und breit lebt niemand mehr.

Keiner verschont, keine Gnade gewährt,

Junge wie Alte verheert und verzehrt.

 

Der König samt Hofstaat in prunkvoller Feste,

Die stolzen Wachen auf dem Wehr,

Der Bauer, der Wirt und all seine Gäste –

Weit und breit lebt niemand mehr.

 

Endgültig kriecht nun die Stille um Häuserecken die Gassen entlang

Alles, was noch zu vernehmen, sind die Möwen, Wind und Wellengang

 

Doch was ist das? - ein zarter Gesang –

Sieh, ein Junge und ein Mädchen,

Sie wandern singend Hand in Hand

Auf dem alten vergessenen Pfädchen

Aus den Mauern hinunter zum Strand

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