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Germanische Sittenstrenge

 

Die Aussage des katholischen Bischofes Salvianus von Marseille über die Germanen
(Mitte des 5. Jahrhundertes/Zeit der Eroberung Roms durch die Vandalen):

"Wenn jemand bei den Goten und Vandalen ein ausschweifendes Leben führt, so ist es ein Römer. So viel gilt bei ihnen die Sittenreinheit und strenge Lebensauffassung, daß sie nicht nur selbst keusch sind, sondern auch - ich sage etwas Neues, Unglaubliches, Unerhörtes - die Römer dazu gemacht haben. Schämet euch, ihr römischen Völker, schämet euch eures Lebenswandels, denn bei euch sind allein die Städte von Lastern frei, in denen die Barbaren herrschen!"

Anmerkung zum Wortgebrauche früherer Jahrhunderte: Damals war das Wort "keusch" gleichbedeutend mit sittenstreng bzw. sittenrein in Bezug auf den Laien; nur hinsichtlich des klerikalen Bevölkerungsteiles bedeutete es enthaltsam.

 

Ein weiteres Zitat, das wahrscheinlich ebenfalls von Salvianus stammt:

"Wo Goten herrschen, sind nur die Römer liederlich, wo aber Vandalen herrschen, erlauben sie auch den Römern nicht, Lastern zu frönen."

 

Die Sittenstrenge der Germanen wurde in dem Werke "Liebe und Ehe bei den vorchristlichen Germanen" von Prof. Dr. Gustav Neckel an vielen Beispielen eindrucksvoll belegt.

Das Büchlein (1932 erschienen, 54 Seiten, ISBN-Nr. 3-936223-00-9) wurde im Jahre 2002 neu aufgelegt vom Verlag für ganzheitliche Forschung. Ganzheitliche-Forschung.de

 

Worte belehren, Beispiele aber erst reißen mit!

Dieses Sprichwort ist zwar römischen Ursprunges, hätte aber ebenso in Germanien entstanden sein können, denn die Germanen lebten strenger als jedes andere Volk nach genau dieser Erkenntnis: Jegliche Form von Führungsanspruch gründete sich stets auf dem das ganze Leben lang vorgelebten guten Beispiele!

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