Page archived courtesy of the Geocities Archive Project https://www.geocitiesarchive.org
Please help us spread the word by liking or sharing the Facebook link below :-)




Hier geht es um die Webseiten der sogenannten undogmatischen bzw. informell organisierten Linke. Von diesen gibt es ja genug, um diese im Erscheinungsbild, den man auch Webauftritt nennt, auf einer Seite zum Thema zu machen. Klar muß eine Seite zu diesen Thema in Rotfarben ausgeführt werden, so passt es am besten. Screenshots unterliegen zwar ebenfalls dem Copyright, ist mir nicht entgangen. Wenn man sich aber thematisch damit befasst, gibt es eine Ausnahmereglung. Eine weitere Seite befasst sich mit dem gleichen Thema, da geht es um die Seiten der Dogmatischen Linken
Index Amsterdam Camera Obscura Satire Ffm09 Gifgraphik Gifgraphik1 Gifgraphik2 Gifraster Linke Seiten Tiergraphik Typo Werbegraphik

Eine recht gut aufgebaute Webseite der Antifa Freiburg. Die verstehen was vom Webseitenbau. Sogar eine humorvolle Bilderserie ist eingefügt.
Linke im Netz.
Als die linke ins Netz einfiel, sahen ihre Seiten naturgemäß recht einfach aus. Zunächst ging es um die Texte, die ja schon in der Druckwelt stets das Wichtigste waren. Das hat sich auch online nicht geändert. Die bisher nur auf Graupapier lesbaren Texte, Aufrufe, Bleiwüsten und Analysen der Weltpolitik einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen, dies war das faszinierend Neue am Medium Internet. Lay Out, Html, Bilder und Erscheinungsbild mußten da erst mal zurückstehen. Man hatte ja noch nicht so viel Erfahrung und vieles von der Technik noch nicht verstanden. Klar griff man auf vorgefertigte Seiten zurück, eben das vorgegebene Lay Out des Html Programms und mußte nur die Inhalte eintippen. Eine bequeme Lösung, wenn man wenig Erfahrung hat.
Hier teilten sich die Seitenbastler in Junglinke, die mit dieser Technik eher aufgewachsen sind und ihre Seiten etwas sicherer gestalten können und die alten Säcke, die, um ihre Traditionskommiseiten zu veröffentlichen, eher auf Schablonen zurückgriffen.
Doch mittlerweile hatten auch Linke Zeit genug, sich mit dem Zeug vertraut zu machen. Sollte man mal meinen. Nicht alle denken daran, wozu auch? Die Inhalte sind das Wichtigste. Die Aufrufe und das Wüten gegen die Abweichler von der reinen Lehre sind lesbar, was muß man sich noch Gedanken machen? Schon in der Druckwelt sah die linke Presse meist recht unansehnlich aus, oft genug war das auch Absicht. Es sollte hingeschmiert aussehen, da kamen sich die Herausgeber besonders anti vor. So wie auf Papier, sehen oft genug auch ihre Webprojekte aus. So wie viele Zeitungsprojekte oft Eintagsfliegen bleiben, waren auch nicht alle Webseiten von Dauer. Doch es gibt einen Unterschied. In der Papierwelt verschwand eine Zeitung, wenn das Geld aufgebraucht war oder der Zusammenhang zerfiel. Dann gab es eben keine nächste Nr. mehr. Online verschwinden auch Seiten, dann wenn kein Webmaster mehr für die Domain zahlen will, oder die Seite ist zwar noch online, wird aber nicht mehr aktualisiert. Der Zusammenhang in dem diese Seite entstanden ist, hat sich eben in Wohlgefallen aufgelöst.
Das ist eine Möglichkeit, andere Projekte erweisen sich dagegen als beständig und wenn sie fünf oder zehn Jahre in Gebrauch sind, das ist in der schnellebigen Netzwelt bereits sehr viel.

Die hier angeführten Screenshoots sind natürlich eine begrenzte Auswahl, vor allem von gestalteten Html Seiten. Daneben gibt es noch viele Foren oder Blogseiten, hier ist das Erscheinungsbild ohnehin vorgegeben und lässt nur kleine Veränderungen zu. Linke Blogs gibt es häufig und oft wird auch auf Blogprogramme zurückgegriffen.
Indymedia kann man als Fallbeispiel anführen. Diese Seite kann man auch als Forenportal mit Bildupload betrachten. Hilfreich, wenn man schnell was veröffentlichen will und keine Erfahrung mitbringt. Es verschafft Unerfahrenen erstmal Zugang zum Netz. Die Bequemlichkeit kann aber auch dazu führen, das es dabei bleibt und man auf diesen Userniveau stehen bleibt.
Will man unzensiert veröffentlichen, dann empfiehlt es sich doch, sich mit Html zu befassen und nach freien Webspace zu suchen. Witzigerweise erhält man auf den kommerziellen Portalen wie Geocities mehr Freiraum als bei den linken T... ähm Sittenwächtern. Diejenigen, die gegen Vermarktung und Geld im Netz schreien, verstehen eben wenig Spaß, wenn ihre Dogmen in Frage gestellt werden.
Doch Zeit genug zum Seitenbauen hatten sie ja, schauen wir uns einige davon mal an. Der Inhalt ist dagegen ein anderes Thema. Was es da zu lesen gibt, nun wie schon in der Printwelt, man sollte es nicht so ernst nehmen. Nicht alles ist so gemeint, wie zu lesen oder sollte grad so umgesetzt werden. Das haben bereits andere vorgemacht und auch wie das endet.
Eben das Übliche, was man schon aus den Druckwerken kennt. Viel ideologisch aufbereitetes Material aus der Mainstreampresse, ideologische Texte und die bekannten Aufrufe zu wechselnden Themen. Je nach politischer Ausrichtung, mal wird Wirtschaft und Arbeiterklasse mehr Platz eingeräumt, woanders sind es eben Antinazidemos.
Bildgraphik ist ein Thema für sich, meist gibt es die traditionellen abgescannten Graphiken aus der Druckwelt, sowie historische Fotos die man schon auswendig kennt. Nur im Titelbanner wird etwas kreativer gestaltet. Eigene aktuelle Bilder sind seltener und natürlich sind die Gesichter unkenntlich gemacht.
Zum Thema siehe auch:
Linke im Internet.
Linke im Netz.
Alternativpresse am Ende?

webs002
49264 bytes
Antifa Affect, das Bildbanner geht ja noch, oder soll das darauf hinweisen, das sich die Antifa nachts auf Bahnhöfen am wohlsten fühlt? Der Rest der Seite sieht etwas hingeschmiert aus. Keine Zeit zum gestalten, die näxte Demo steht vor der Tür.
.
webs003
47165 bytes
Die Antifa Frankfurt, eine dreispaltige Textseite. Optisch wenig beeindruckend. Die Besucher sollen ja die Aufrufe lesen und gefälligst zur Demo kommen, aber ihre Diggi zu Hause lassen.

webs004
47545 bytes
Die Antifa der Domcity. Wenigstens ein Seitenbanner, sonst recht einfach aufgebaut.

webs005
61595 bytes
Antifa de. Das Titelbanner sagt wo man gelandet ist und sonst durch einige Graphiken aufgelockert. Wirkt einigermaßen übersichtlich, wenn auch optisch und von der Farbe etwas unpassend gemischt.

webs006
54542 bytes
Freiburger sind die besseren Seitenbauer? Man könnt s fast vermuten, muß irgendwo n Nest sein. Farblich etwas gewöhnungsbedürftig, sonst macht die Seite einen aufgeräumten Eindruck.

webs007
58253 bytes
Das sieht eher nach Blog Lay Out aus, optisch nicht sehr ansprechend. Wenigstens Flyergraphiken von der Operndemo gibt s.

webs008
42374 bytes
Antifaschistisches Info und der Webauftritt sieht aus wie eine gedruckte Zeitung erscheinen würde. Schwarz Grau, optisch übersichtlich, farblich sieht es eher nach grauen Novemberwetter aus.

webs009
21897 bytes
Werbeflyer ihrer örtlichen Krankenkasse, man könnt s auf den ersten Blick vermuten. Antifaschistische Nachrichten in blauen Hintergrund?  Dafür haben sie ja eine gedruckte Zeitung, da ist der Onlineauftritt nicht so bedeutend.

webs010
55350 bytes
Die Antifa Offenburg hat sich offenbar ausgetobt, oder fraktioniert. Nicht so wichtig, dafür wird die Seite nicht mehr aktualisiert, wie zu lesen. Ein Fall eines Onlineprojekts, das nicht mehr gepflegt wird.

webs011
35808 bytes
Ein Lay Out wie auf der Kaffeepackung gedruckt. Man könnt auch meinen, hier wird für Röstkaffee geworben, wenn auch recht retro. Dafür ging diesem Projekt die Puste aus.

webs012
69210 bytes
Na also, die können Seiten bauen. Das bekommt man zwar auch als vorgefertigte Frameseite, doch hier wird das Erscheinungsbild durch Bildgraphik aufgelockert und das Bildbanner ist thematisch passend. Man sieht sofort, um was es hier geht.

webs013
57419 bytes
Magdeburg meldet sich online mit einer Negativseite. So geht es auch, nicht immer müssen Seiten in der Farbe dem Papiervorbild folgen. Das Titelbanner erinnert an einer Flugblattgraphik bzw dem Lay Out linker Fanzines.

webs014
31749 bytes
Abgesehen von der Hasskappengraphik, eher eine Textseite und farblich nicht beeindruckend.

webs015
55971 bytes
Freiburger Seitendesign. Antifa im Dunkelrot. Fotos könnten trotzdem noch rein. Haben wohl keine wegen Bildverbot?

webs016
56512 bytes
Interventionistische Linke nennt sich dieser Webauftritt. Dreispaltig wie eine Onlinezeitung. Es gibt sogar Bilder, sonst natürlich viel zu lesen. Der Hintergrund müßte nicht blendend Weiß sein, ein Screen ist keine Blatt Papier.

webs017
43365 bytes
Nadir ist eines der ersten linken Webseitenprojekte und im Erscheinungsbild unverändert. Grau in Grau, das scheint der Stimmung der Linken angemessen. Nur Lesefutter, Bilder sind Platzverschwendung. Verkleinerte Screenshots zeigen sofort die Gesamtoptik einer Seite und wie sie auf Besucher wirkt.

webs018
37727 bytes
Dies ist eine Onlinekleinzeitung und macht optisch wenig Eindruck. Wozu auch? Die Besucher sollen gefälligst lesen. Man sieht das diese Seite aus dem Baukasten kommt.

webs019
63781 bytes
Die Zeitung der FAU online. Im dreispaltigen Zeitungslayout. Immerhin mit Foto, sonst entspricht die Optik der gedruckten Ausgabe.

webs020
37796 bytes
Rotes Titelbanner, sonst in Graustufen ausgeführt. Dafür wird die Technik genutzt. Eingebundene Videofenster gibt es auch zu sehen.

webs021
55595 bytes
Das Titelbanner unterscheidet sich farblich vom Einheitsrotgrau. Schaut schon ansprechender aus. Sogar in Writertypo ausgeführt. Die Freiburger eben, wer sonst? Die Gesamtoptik wäre noch ausbaufähig.

webs022
38828 bytes
Wir wollen alles. Eine militante Bildgraphik haben wir schon und sonst viel Rot. Hier sieht man sofort, wo man gelandet ist. Wir werden siegen und dann haben wir auch mehr als einen Onlineflyer.

webs023
42130 bytes
Die wollen auch alles. Doch bis zur Revolution reicht es halt nur zur Blogsoftware. Danach wird alles besser, bis dahin Blogsoftware und ein Titelbanner wie eine Coca Colawerbung. Dafür sind die Gesichter auf dem Foto unkenntlich gemacht, die wissen halt, was sich gehört.

webs024
58476 bytes
Optisch schon etwas ansprechender. Das Titelbanner zeigt die Richtung, nur die Farben sind etwas blass. Dafür wenigstens keine blendende weiße Hintergrundfarbe.
 
webs025
63688 bytes
Zwar eher ein Blog von der Struktur her, dafür optisch ansprechender und Fotos gibt es auch. Das Titelbanner passt zur politischen Ausrichtung, na es geht doch.

Saul 2008

1