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           Geklärte und Ungeklärte Phänomene

 

 

 

Kontakt mit Außerirdischen

Was sind Ufos

Seit wann werden Ufos beobachtet

Wie zuverlässig sind Berichte über Ufo-Sichtungen

Mögliches Aussehen außerirdischer Raumfahrer

Hatte die Erde einst Besuch von fremden Raumfahrern / Erich von Däniken

Däniken und seine Behauptungen

 

Rätsel der Vorzeit

Gab es Atlantis

Was ist Stonehenge

Was war die "Maschine von Antikythera"

Kannte man schon vor 2 000 Jahren elektrische Batterien

Antike Völker und ihr Wissen von der Erde

Rätsel alter Erdkarten

Blick in die Zukunft

Wie entstand die Astrologie/Horoskope

Andere Wahrsagermethoden

Das Orakel von Delphi

Wer war Nostradamus

Kräfte aus dem Jenseits

Geisterspuk

Was sind Geister

Kontakt mit Toten/Geisterbeschwörungen

Was ist "PSI"

Außersinnliche Fähigkeiten

Wünschelruten

Geheimnisvolle Tiere

Unbekannte Monster in den Ozeanen

Ungeheuer von Loch Ness

Der Yeti

 

 

 

 

 

Kontakt mit Außerirdischen

 

Was sind Ufos?

 

 

Es ist kurz vor Mitternacht am 18. Oktober 1973. Der Pilot Larry Coyne ist mit seinem Hubschrauber und einigen Mann Besatzung auf dem Routineflug in der Nähe der Stadt Mansfield im US-Bundesstaat Ohio. Urplötzlich wird die Maschine in rotes Licht gehüllt. Während Coyne noch höchst überrascht nach der Ursache späht, taucht neben seinem Hubschrauber ein rot leuchtendes Objekt auf.

Er will ihm ausweichen, aber vergebens: Es bleibt unbeweglich neben dem Hubschrauber schweben. Dann fällt unvermittelt grünes Licht in die Kabine, und das rätselhafte Objekt verschwindet lautlos in der Ferne. Zur gleichen Zeit fällt das Funkgerät aus, und die Maschine wird von unsichtbaren Kräften viele Meter in die Höhe gerissen, bis der Pilot sie wieder unter Kontrolle hat.

Dieser Bericht ist eines der vielen Beispiele für die unerklärliche Begegnung mit einem Ufo, einem "Unbekannten fliegenden Objekt". Seit rund fünf Jahrzehnten berichten Menschen - darunter geübte Beobachter wie Piloten und Kapitäne - von solchen Sichtungen. Meist haben sie leuchtende Kugeln oder Scheiben beobachtet, die am Himmel plötzlich auftauchen, mitunter stillstanden, dann wieder mit unglaublicher Geschwindigkeit über das Firmament rasten. Hunderte von Fotos, solcher geheimnisvoller Flugobjekte wurden den Zeitungen angeboten und zum Teil auch veröffentlicht.

Schnell kam eine Erklärung für die rätselhaften Beobachtungen auf: Es seien Raumschiffe, mit denen Bewohner eines fremden Planetensystems, die uns technisch überlegen sind, die Erde besuchen. Das würde sowohl die überragenden Flugkünste erklären wie das geheimnisvolle Auftauchen und Verschwinden: Die Außerirdischen wollten uns nur beobachten und studieren, aber noch nicht mit uns in Kontakt treten.

 

 

Seit wann werden Ufos beobachtet?

 

angebliches Ufo-Foto aus New Mexico(USA)

 

Der Beginn des Ufo-Phänomens lässt sich recht genau datieren: Am 24. Juni 1947 beobachtete der amerikanische Pilot Kenneth Arnold neun ungewöhnliche Fluggeräte über den kalifornischen Bergen. "Sie flogen wie Untertassen, die man übers Wasser hüpfen lässt", beschrieb er sie. Zeitungsleute griffen dieses einprägsame Bild auf, und so war der Begriff "fliegende Untertasse" geboren. Viele Menschen lasen den Bericht und berichteten nun ebenfalls, sie hätten scheibenförmige Flugobjekte gesichtet.

Einzelne Menschen behaupteten bald darauf sogar, sie seien von eigenartigen, menschenähnlichen Wesen, die Ufos entstiegen, angesprochen worden. Besonders tat sich ein George Adamski hervor, angeblich vom berühmten Mount-Palomar-Observatorium in Kalifornien. Er veröffentlichte mehrere Bücher über seine Ufo-Reisen, und sie verkauften sich weltweit millionenfach. Andere erzählten, sie seien gefangen genommen worden und an Bord von Ufos seltsamen Operationen unterzogen worden. Freilich konnte noch niemand Spuren dieser Behandlung nachweisen, obwohl darauf hohe Belohnungen ausgesetzt sind.

Viele Wissenschaftler glauben, daß sich nicht nur auf der Erde Leben entwickelt hat, sondern daß vielleicht auch anderswo intelligente Lebewesen existieren. Immerhin gibt es allein in unserer Milchstraße 100 Milliarden Sonnen und vermutlich Millionen von erdähnlichen Planeten. (Siehe auch Bericht Sternbilder und Sternzeichen) Ständig lauschen deshalb Radioteleskope nach Signalen von außerirdischen Intelligenzen - bislang leider vergeblich.

Ufos werden praktisch aus allen Teilen der Erde gemeldet, insbesondere aber aus den Vereinigten Staaten und Europa. Die Vorstellung, es seien Raumschiffe von anderen Planeten, ist relativ neu. Auch in frühen Jahrhunderten sahen die Menschen am Himmel Dinge, die sie nicht verstanden: seltsame Naturphänomene wie Polarlichter, Kugelblitze, Meteoriten oder leuchtende Wolken.

 

 

Berichte von Ufo-Sichtungen

 

 

Mehr als ein Fünftel aller Menschen, das haben Umfragen ergeben, glauben fest an die Existenz von außerirdischen Raumschiffen; viele berichten von eigenen Ufo-Sichtungen. Einer der prominentesten Ufo-Zeugen ist der frühere amerikanische Präsident Jimmy Carter. Leiter von Sternwarten und Planetarien bekommen nahezu täglich Anrufe von Menschen, die von Ufo-Sichtungen berichten.

Die wissenschaftlichen Himmelsforscher, die Astronomen, stehen der Sache allerdings recht ungläubig gegenüber - und haben dafür auch viele gute Gründe. Immerhin beobachteten sie nahezu jede Nacht den Himmel - längst hätte ihnen ein Ufo vor das Fernrohr oder die Kamera kommen müssen. Aber sie haben nie eines gesehen.

Auch die amerikanische Luftwaffe kam zu diesem Ergebnis. Die Militärs befassten sich schon gleich nach Beginn der Sichtungen mit den Ufos, denn die Überwachung des Luftraums gehört zu ihren wichtigsten Aufgaben. Damals herrschte politische Hochspannung zwischen Amerika und Russland, und immerhin konnte es sich ja bei diesen "Unbekannten fliegenden Objekten" auch um sowjetische Flugkörper neuartiger Bauart handeln.

Es stellte sich freilich schnell heraus, daß der weitaus größte Teil der Ufo-Beobachtungen ganz einfach zu erklären war. Auch für das Ufo, das Präsident Carter 1969 in der Abenddämmerung gesehen haben wollte, fand sich eine simple Erklärung. Er hatte Datum, Uhrzeit und Ort seiner Sichtung genau notiert. Zu jener Zeit, so konnten die Astronomen leicht ausrechnen, stand die Venus in dieser Gegend des Himmels. Offenbar hatte Carter den außerordentlich hell strahlenden Planeten für ein Ufo gehalten. Wäre tatsächlich eines in dieser Himmelsregion erschienen, hätte er auf jeden Fall zwei leuchtende Objekte (nämlich Ufo und Venus) sehen müssen.

Selbst Fachleute täuschen sich gelegentlich. Das gilt auch für das "Ufo" des Hubschrauberpiloten Larry Coyne. Ausführliche Untersuchungen und Befragungen der Besatzung brachten nämlich ans Licht, was wirklich geschehen war: Die Funkverbindung war unterbrochen, weil der Hubschraubr niedrig flog und die umgebenden Berge die Radiowellen abschalteten. Das "Ufo" war ein niedergehender Meteorit, also ein Gesteinsbrocken aus dem All, der beim Passieren der Lufthülle heiß geworden war und weißrötlich glühte. Für die plötzliche Aufwärtsbewegung war aber nicht der Meteorit verantwortlich, sondern Coyne selbst. Der Pilot hatte vor Schreck den Steuerknüppel zu sich gezogen, um Höhe zu gewinnen und die Maschine nicht am Boden zerschellen zu lassen.

Das war eine instinktive Reaktion, an die er sich aber hinterher nicht mehr erinnerte. Auch schwebte der Meteorit natürlich nicht am Himmel. Aber durch die Steuerknüppel-Bewegung drehte sich der Hubschrauber so schnell, daß der Feuerball scheinbar stehen blieb. Das Ganze lief innerhalb einer Sekunde ab, nur den Insassen kam die Zeitspanne viel länger vor. Und das grüne Licht? Das rührte von der grünen Sonnenschutzfolie oben am Hubschrauberfenster her: Durch die Drehung wendete die Maschine einen Augenblick lang ihr Oberteil dem Meteoriten zu, sodaß sein Licht durch die grüne Folie hindurch in die Kabine fiel.

Natürlich gab (und gibt) es außerdem viele Leute, die sich mit ihren Ufo-Erzählungen einfach wichtig machen wollen. Bei näherer Untersuchung stellte sich etwa bei dem angeblichen "Ufo-Reisenden" Adamski heraus, daß er keineswegs zum wissenschaftlichen Stab der angesehenen Mount-Palomar-Sternwarte gehörte, sondern nur ein Kiosk an der Zufahrtsstraße betrieb und sich seine Erzählungen aus den Fingern gesogen hatte. Dem Verkauf seiner Bücher tat das aber keinen Abbruch, und viele Nachfolger haben ihre Fantasie ebenfalls mit großem Erfolg für Ufo-Erzählungen verwendet.

Seit Jahren haben amerikanische Ufo-Forscher hohe Prämien für ein eindeutiges, unwiderlegbares Beweisstück aus einem außerirdischen Raumschiff ausgesetzt. Bisher ohne jeden Erfolg - obwohl doch ein einziges Exemplar die Existenz von fremden Raumfahrten ausreichend belegen würde. Doch all diese Untersuchungen und Aufdeckungen von Schwindel hindern Millionen von Menschen nicht daran, weiterhin fest an die außerirdischen Besucher in Ufos zu glauben. Offentlichtlich ist in der heutigen Zeit für viele Menschen der Gedanke tröstlich, daß wir nicht alleine im All sind.

 

 

Aussehen der außerirdischen Raumfahrer

 

 

Falls es Lebewesen auf fremden Planeten gibt, ist nicht anzunehmen, daß sie wie Menschen aussehen. Dazu hat es im Laufe der Entwicklung von einfachen tierischen Vorfahren zum Menschen zu viele Zufälle gegeben. Die Wahrscheinlichkeit, daß diese Entwicklung woanders genauso ablief, ist praktisch Null. Schon aus diesem Grunde sollte man den Berichten der Ufo-Gläubigen über Begegnungen mit menschenähnlichen Wesen im höchsten Grade mißtrauen.

Wenn wir uns Besucher aus dem All vorstellen wollen, müssen wir unsere Fantasie schon gehörig anstrengen - denn wahrscheinlich ähneln sie keinem der Millionen von irdischen Lebewesen. Andereseits sind sie natürlich den gleichen Naturgesetzen unterworfen wie wir, denn diese gelten im ganzen Weltraum. So werden sie nur mit Hilfe einer hochentwickelten Technik zu uns kommen können. Das heißt, sie müssen mit den gewaltigen Entfernungen zwischen den Sternen, mit der Schwerkraft der Planeten und dem luftleeren Raum fertig werden. Dazu brauchen sie Raumschiffe mit entsprechenden Antriebsmotoren. Die aber lassen sich nicht ohne gehörige Intelligenz und "Tätigkeitsorgane" (wie unsere Hände und Finger) bauen. Mit Schnabel und Kralle geht so etwas nicht.

Weiterhin müssen sie sich fortbewegen können, um die Rohstoffe aufsuchen, gewinnen und verarbeiten zu können, das wiederum erfordert einen recht stabilen Körperbau. Sie werden "sehen" können, was sie tun - ob im Bereich des für uns unsichtbaren Lichts oder auf anderen Wellenlängen -, und sehr wahrscheinlich können sie dann auch räumlich sehen, haben also mindestens zwei Augen (möglicherweise aber auch viel mehr, etwa für unterschiedliche Lichtwellenbereiche).

Sie werden miteinander "sprechen" können, denn ein Lebewesen allein kann solche Aufgaben nicht bewältigen. Das muß allerdings keine Sprache in unserem Sinne sein, also mit Hilfe von Tönen. Vielleicht verständigen sie sich stattdessen mit Lichtsignalen wie die Leuchtkäfer, mit elektrischen Schwingungen wie manche Fische oder über chemische Signale ("Gerüche", wie etwa unsere Ameisen).

Bei Astronauten gelten Besuche aus dem All freilich als eher unwahrscheinlich. Sie kennen die ungeheuren Entfernungen im Weltraum - schon zu unserer Nachbarsonne braucht selbst das superschnelle Licht über vier Jahre.

Ein fremdes Raumschiff, das zur Erde kommt, braucht aber auch viel Glück, um uns überhaupt anzutreffen. Zumal die Besucher ja erst aus der Nähe erkennen können, daß unsere Sonne wenigstens einen Planeten hat, der Leben trägt - die andere acht sind völlig unbelebt, und vielleicht gilt das für die Planeten der meisten Sonnen.

Und sie müssen exakt zur richtigen Zeit landen. 4 600 Millionen Jahre existiert die Erde bereits, und die weitaus längste Zeit wimmelten hier nur mikroskopisch kleine Tierchen umher. Menschen gibt es erst seit gut hunderttausend Jahren. Verdichtet man die gesamte Lebensdauer der Erde auf ein Jahr, so erschien der Mensch in den letzten zwei Sekunden vor Mitternacht des 31. Dezember. Ein gewisses Verständnis für Raumfahrt und außerirdische Lebewesen können die fremden Besucher bestenfalls seit einigen Jahrzehnten antreffen.

Außerirdische Besucher hätten sicher große Probleme, sich mit uns zu verständigen. Sie würden unsere Art zu sprechen vermutlich gar nicht als Verständigungmittel erkennen und wären erst recht nicht fähig, selbst ähnliche Laute zu erzeugen. Wir können ja nicht einmal mit Delphinen oder Affen sprechen, erst recht nicht mit Ameisen oder Schnecken.. Und das sind unsere nahen Verwandten.

 

 

Besuch von Fremden / Erich von Däniken

 

 

Vielleicht haben uns schon vor Tausenden von Jahren außerirdische Raumfahrer besucht und mit unseren Vorfahren gesprochen. Die freilich wußten nicht viel vom Weltall und hatten kein Verständnis für hochentwickelte Technik. Daher sahen sie die mächtigen Fremden vermutlich als Götter an. Das behauptet zumindest seit Jahrzehnten der Schweizer Erich von Däniken. Sein erstes Buch über dieses Thema, 1968 erschienen, machte ihn mit einem Schlag berühmt: "Erinnerungen an die Zukunft. Ungelöste Rätsel der Vergangenheit" . Er behauptete darin, daß viele Dinge, die den Archäologen (Altertumskundlern) rätselhaft erscheinen, in Wirklichkeit unbeholfene Erzählungen und Darstellungen des für unsere Vorfahren unverständlichen Geschehens seien.

Obwohl Däniken längst nicht der Erste war, der solche Behauptungen aufstellte, und fast alle Argumente von anderen Autoren bezogen hatte, erregte sein Buch weltweit ungeheures Aufsehen. Wahrscheinlich war die Zeit für eine solche Idee reif: Die Amerikaner schickten sich an, auf dem Mond zu landen. Im Bewußtsein vieler Menschen war damals das Tor zum Weltall aufgestoßen. Außerdem war das Buch spannend geschrieben und regte die Fantasie an. Däniken schrieb noch viele weitere Bücher ähnlichen Inhalts.

Däniken bot eine Fülle von Beweisen für seine Behauptung. Glaubt man ihm, so haben die Außerirdischen nicht nur oft die Erde besucht, sondern auch massiv in die irdischen Vorgänge eingegriffen. Die fremden "Götter" veränderten mit gentechnischen Methoden unser Erbgut, um unsere Intelligenz zu erhöhen. Sie halfen beim Bau der ägyptischen Pyramiden, brachten den Menschen Astronomie, Landbau und Medizin bei und nahmen einzelne Auserwählte sogar auf kurze Raumflüge mit.

Die Fülle von Hinweisen, die Däniken anführt, erscheint auf den ersten Blick überwältigend. So findet man an vielen Orten Felszeichnungen von menschenähnlichen Wesen, die auf dem Kopf so etwas wie Raumfahrerhelme mit Antennen tragen - Abbildungen von fremden Raumfahrern, die sich gegen die Luft oder irdische Bakterien schützen mußten?

An vielen Stellen der Erde kann man gewaltige Mauern aus gigantischen, tonnenschweren Steinen bestaunen. All diese ungeheuren Bauwerke entstanden in einer Zeit, als der Kran noch nicht erfunden war. So steht in der Bretagne (Westfrankreich) ein Menhir ("Hinkelstein") von 20 Metern Höhe und 380 Tonnen Gewicht. Vor etwa 3 200 Jahren wurde die gewaltige Ramses-Statue von Theben (Ägypten) aufgerichtet, die rund 1 000 Tonnen wiegt. Und die Bewohner der kleinen Oster-Insel, im Südpazifik etwa auf halbem Weg von Südamerika nach Australien gelegen, stellten Dutzende von rätselhaft wirkenden Steinfiguren auf, jede viele Tonnen schwer.

Kolosse der Osterinsel

Im peruanischen Nazca sind eigenartige, kilometerlange gerade Linien in den Boden gescharrt, die wie Reste von uralten Landebahnen wirken. In Palenque (Mexico) fand man eine Steinzeichnung, die einen Maya-Priester darstellt. Auf den ersten Blick sieht er wie ein Mensch aus, der in einer Art Rakete sitzt.

Darüber hinaus gibt es in alten Texten einschließlich der Bibel Erwähnungen von Himmelfahrten und seltsamen "Himmelsschiffen" . Däniken deutet sie als Berichte von Menschen, die Dinge erlebt und Gegenstände gesehen hatten, die ihnen völlig unerklärlich waren und für die sie auch keine Bezeichnung hatten. Nun versuchten sie, das Erlebte mit Worten auszudrücken, die ihnen zur Verfügung standen. Erst heute im Zeitalter der Raumfahrt seien wir in der Lage, die wirkliche Bedeutung dieser Berichte zu verstehen.

 

 

Däniken und seine Behauptungen

 

 

Es gibt in der Tat noch eine ganze Menge ungeklärter Rätsel aus unserer Vergangenheit. Aber man braucht nicht unbedingt fremde Raumfahrer, um sie zu erklären. Bei näherer Untersuchung blieben Dänikens Thesen wissenschaftlich unbestätigt und viele seiner "Rätsel" sind nicht wirklich welche. So stellen die "Raumfahrerhelme" meist Tiermasken mit Hörnern dar; sie werden bei Jagdzaubertänzen getragen. Die Steinbauten sind, wie Experimente zeigten, ohne weiteres mit einfachen Mitteln zu errichten; auf ägyptischen Tempelwänden gibt es sogar bildliche Darstellungen vom Arbeitsablauf - aber von außerirdischer Hilfe keine Spur.

Im Übrigen sind viele der Riesensteinbauten, die laut Däniken in dunkelster Vergangenheit erbaut wurden, keineswegs besonders alt. Die Städte der Azteken etwa stammen aus dem 14. Jahrhundert, sind also kaum älter als der Kölner Dom. Die jüngsten der bis zu 123 Meter hohen Steinköpfe von der Oster-Insel sind sogar erst um 1600, also rund hundert Jahre nach der Entdeckung Amerikas (1492), entstanden.

Wenig älter sind die Nazca-Zeichnungen. Hier haben einst die Indianer die obenauf liegende dunkle Steinschicht entfernt, wodurch heller Sand zum Vorschein kam: Als Landebahn eignet sich der Boden nicht. Die alten Sagen als wörtliche Bestätigung vorzeitlicher Astronauten zu nehmen, ist ähnlich riskant, wie wenn man aus dem Märchen "Hänsel und Gretel" schließt, einst hätten Hexen tatsächlich Gebäude aus Lebkuchen errichtet: Die jahrtausendealten Texte stecken voller Sprachbilder, Symbole und Vergleiche, und es hat oft jahrelanger Forschung bedurft, sie wirklich zu verstehen. Und die Steinzeichnung des Maya-Priesters aus Palenque ist in Wirklichkeit eine Grabplatte. Das "Raumschiff" ist, schaut man genauer hin, eine Maisstaude.

 

 

 

Rätsel der Vorzeit

 

 

 

Gab es Atlantis?      (weitere Berichte siehe Forum)  

 

 

Im Atlantischen Ozean der "Säulen des Herakles" (so nannte man im Altertum die Straße von Gibraltar zwischen Spanien und Afrika) habe einst eine ausgedehnte Insel namens Atlantis gelegen, berichtet der griechische Denker Platon (427 - 347 v. Chr.) und beruft sich dabei auf uralte Überlieferungen ägyptischer Priester.

Atlantis, so schreibt er, war fruchtbar, reich an Tieren und wohlriechenden Pflanzen aller Art sowie an Bodenschätzen. Zentrum der Hauptstadt, die am Rande einer weiten, künstlich bewässerten Ebene lag, war der prächtige, burgartige Königspalast: um ihn herum zogen sich drei ringförmige Kanäle mit Brücken und einem überdachten Stichkanal zum Meer sowie gewaltige Mauerringe, die mit glänzendem Metall (Platon verwendet den für uns rätselhaften Ausdruck "Bergerz") überzogen waren. Die Atlanter waren große Seefahrer und Krieger, doch als sie die Stadt Athen angriffen, wurden sie von den Griechen besiegt. Bald darauf kam es zu einer gewaltigen Katastrophe: Die Erde bebte, Meer überflutete das Land, und in einem Tag und einer Nacht versank die ganze Insel Atlantis im Meer. Das sei, so die Angabe der ägyptischen Priester, vor etwa 9 000 Jahren geschehen. Nach heutiger Berechnung (wenn man berücksichtigt, daß Platon schon vor 2 350 Jahren lebte) also vor gut 11 500 Jahren.

Die Frage, ob Atlantis wirklich einst in grauer Vorzeit existierte, zählen viele Menschen zu den größten Geheimnissen der Geschichte. Jahrhundertelang regte Platons Erzählung die Vorstellungskraft an. Weit mehr als 5000 Bücher wurden über Atlantis geschrieben, und fast alle Autoren halten die Platon-Geschichte für wahr.

Die vielleicht folgenreichste Atlantis-Deutung erzählt das Buch "Atlantis, die vorsintflutliche Welt" des amerikanischen Diplomaten Ignatius Donelly, das 1882 erschien. Er zeichnet darin das Bild einer großen, reichen Insel mitten im Atlantik, wo die erste Hochkultur auf Erden blühte. Spätere Autoren übernahmen diese Idee und entwickelten sie weiter: Nun wird daraus eine hochtechnisierte Zivilisation, deren Kenntnisse unsere heutigen noch übertrafen und die sogar über Raumfahrt, Atomkraft und außersinnliche Kräfte gebot. Einen Teil dieses Wissens hätte sie an andere Hochkulturen, etwa die ägyptische und die altamerikanische, weitergegeben - unter anderem die Vorliebe für riesige Steinbauten.

Tatsächlich fallen einige verblüffende Ähnlichkeiten zwischen den Hochkulturen der Alten und der neuen Welt auf, etwa die Gewohnheit, Pyramiden zu errichten, die Sterne zu beobachten und die Sonne als obersten Gott zu verehren.

Probleme gibt es allerdings mit der Zeitangabe - vor 12 000 Jahren bestanden mit Sicherheit weder Ägypten noch gar Athen, die in Platons Bericht eine wichtige Rolle spielten. Damals war gerade erst die Eiszeit zu Ende gegangen und die zuvor von Gletschern bedeckten Gebiete Europas begrünten sich langsam wieder. Schon früh wurde daher die Vermutung geäußert, daß die ägyptischen Priester nicht Jahre, sondern Monate gemeint hatten. Das würde den Atlantis-Untergang etwa ins Jahr 1350 v. Chr. datieren. Doch zu jener Zeit hat es nach den Erkenntnissen der Geologie keine grüne Insel im Atlantik gegeben, auf die Platons Beschreibung auch nur annähernd zuträfe. So ist das Atlantis-Rätsel bis heute ungelöst.

 

 

Stonehenge eine Sternwarte?

 

Stonehenge/England

 

Es gibt viele Hinweise darauf, daß wir Intelligenz und Wissen unserer Vorfahren lange Zeit unterschätzt haben. Eines von vielen Beispielen für ihre Leistungen ist der gewaltige Steinkreis von Stonehenge in Südengland. Er wurde ab etwa 2800 v. Chr. erbaut. Am Auffälligsten ist das hufeisenförmige Gebilde aus fünf gewaltigen "Trilithen" (das aus dem Griechischen übernommene Wort bezeichnet ein Gebilde aus drei Steinen) aus zwei senkrechten Steinpfeilern von je rund 50 Tonnen Gewicht (so viel wie 40 Mittelklasse-Autos) und über sieben Metern Höhe, auf denen jeweils ein gewaltiger steinerner Querbalken ruht.

Um das Hifeisen herum liegen weitere Steinkreise, etwa der "Sarsenkreis" aus 30 Blöcken von je etwa vier Metern Höhe und 25 Tonnen Gewicht. Ursprünglich lagen auf ihnen Querbalken, jeder mit einem Gewicht von sieben Tonnen. Das Ganze ist eingefasst von einem Erdwall von 100 Metern Durchmessern.

Allein das Transportieren und Aufrichten solcher tonnenschwerer Steine ist eine bemerkenswerte technische Leistung. Die gewaltigen Blöcke stammen immerhin aus einem 32 Kilometer entfernten Steinbruch. Aber das Verblüffende an Stonehenge sind weniger die Steine selbst als ihre Anordnung.

Computerberechnungen ergaben in den letzten Jahren, daß die Anlage ein gewaltiges Observatorium zur genauen Beobachtung von Sonnen- und Mondlauf darstellt. Die Steine sind so angeordnet, daß gedachte Linien auf die Stellen weisen, wo die Sonne zur Sommer- oder Wintersonnenwende aufgeht und wo der Mond zu bestimmten Zeiten des Jahres erscheint. Ähnliche jahrtausendealte Beobachtungsstätten hat man mittlerweile an vielen Orten gefunden, etwa in Nordamerika und in den Städten und Tempeln der Maya.

 

 

Was war die "Maschine von Antikythera"?

 

 

Ungewöhnlich hohe astronomische und mechanische Fähigkeiten unserer Vorfahren beweist ein Gerät, das um 1900 von Fischern nahe der griechischen Insel Antikythera nördlich von Kreta entdeckt wurde. In einem über 2 000 Jahre alten Wrack fanden sie unter anderem einige Kalk-Klumpen, die offenbar irgendetwas aus Bronzemetall enthielten. Erst als beim Reinigen Schriftzeichen, Skalen und Zahnräder sichtbar wurden, merkten die Archäologen, daß dieser Fund etwas ganz Besonderes darstellte. 1951 machte sich schließlich ein amerikanischer Forscher daran, das Rätsel in langwieriger Detektivarbeit zu lösen.

Es entpuppte sich als eine der größten Sensationen der Archäologie: Das Gerät war eine Art mechanischer Computer, angetrieben durch eine Kurbel, mit dem man Sonnenaufgangszeiten, Mondphasen, Tag- und Nachtgleichen und die Bewegung der damals bekannten fünf Planeten darstellen konnte. Er war, das konnte man aus der Einstellung folgern, um 87 v. Chr. gebaut worden. Vermutlich entstand er auf der Mittelmeer-Insel Rhodos, die für ihre gute Feinmechanik berühmt war.

Zu jener Zeit, das wußten die Altertumsforscher bereits, kannten die Griechen schon mindestens 200 Jahre lang Zahnräder. Aber in der Maschine fand sich noch etwas weit Sensationelleres: Ein Differenzialgetriebe, eines der verzwicktesten mechanischen Elemente überhaupt. Es wurde in der Neuzeit erst 1828 patentiert und ist heute Bestandteil jedes Autos. Der wahre Erfinder aber war offenbar ein Mechaniker auf Rhodos, fast 2 000 Jahre früher.

 

 

Kannte man schon vor 2 000 Jahren elektrische Batterien?

 

 

Ein ungewöhnliches Objekt alarmierte 1936 den deutschen Forscher Wilhelm König, der zu jener Zeit im Archäologischen Museum von Bagdad (Irak) arbeitete. Es stammte aus den Überresten der Parther-Siedlung Chujat Rabuah in der Nähe von Bagdad; das Volk der Parther hatte um die Zeitwende 500 Jahre lang das Zweistromland beherrscht.

Der auf den ersten Blick unscheinbare Fund bestand aus einer etwa 15 Zentimeter hohen Tonvase. Darin steckte ein Zylinder aus Kupferblech und darin ein mittlerweile völlig verrosteter Eisenstab, der am herausstehenden Teil Reste von Blei aufwies. Befestigt waren die Teile mit Asphalt, der in diesem Gebiet in natürlichen Quellen vorkommt. König untersuchte den rätselhaften Gegenstand, und plötzlich wurde ihm klar, was er da in Händen hielt: die Reste einer elektrischen Batterie. Offenbar nutzten die Perther schon den elektrischen Strom - fast 2 000 Jahre vor Luigi Galvani und AAlessandro Volta, die bislang als die Erfinder der Batterie gegolten hatten.

Natürlich wurde die Entdeckung Königs in Zweifel gezogen, sie klang zu unwahrscheinlich. Aber dann nahm sich der Ägyptologe Dr. Arne Eggebrecht der Sache an. Er baute die Teile nach, füllte die Tonvase mit Weinessig, und schon zeigte ein angeschlossenes Messinstrument eine Spannung von 0,5 Volt an.

Eggebrecht kam auch darauf, wofür die Parther den Storm vermutlich nutzen. Er besitzt eine kleine Statue des ägyptischen Gottes Osiris. Sie stammt aus der Zeit um 400 v. Chr., besteht aus Silber und ist ungewöhnlich dünn vergoldet. Er hatte sich schon lange gewundert, wie der damalige Künstler eine so dünne, gleichmäßige Schicht Gold aufbringen konnte. Ein silbernes Modell der Figur wurde in eine Goldsalzlösung gehängt und mit einer Kette aus zehn dieser Tonvasen-Batterien verbunden. Tatsächlich bildete sich nach einigen Stunden eine dünne Goldschicht.

Dennoch bleiben Rätsel: Wie sind die Parther auf den elektrischen Strom gestoßen? Denn eine Spannung von einem halben Volt ist ohne Messgerät kaum nachweisbar; selbst die kleinste Taschenlampenbatterie liefert schon die dreifache Spannung. Woher kannten die Parther Verbindungsdrähte? Wie kamen sie auf die Idee, daß man aufgelöstes Gold mittels elektrischem Strom aus der Lösung abscheiden kann? Wie wissen nichts darüber - es gibt keinerlei Anzeichen, keine weiteren Funde.

 

 

Was wußten antike Völker von der Erde?

 

 

Nur eine knappe Notiz des griechischen Geschichtsschreibers Herodot (etwa 490 bis 425 v. Chr.) kündet von einer der großartigsten Entdeckungsreisen der Antike - der Umsegelung Afrikas, das damals Libyen genannt wurde, um 600 v. Chr.: "Man weiß, daß Libyen an allen Seiten vom Meer umgeben ist, mit einer Ausnahme: dort, wo es an Asien grenzt.

Diese Entdeckung machte der Pharao Necho; er sandte eine Anzahl mit Phöniziern bemannte Schiffe, sie sollten zu den Säulen des Herakles ( die Straße von Gibraltar ) segeln und über das Mittelmeer zurückkehren. Die Phönizier fuhren aus dem Roten Meer ab, hinaus auf den Indischen Ozean. Als der Herbst kam, gingen sie an der Stelle, an der sie sich gerade befanden, an Land. Sie säten Getreide und warteten, bis sie es ernten konnten. Nach dem Einbringen der Ernte setzten sie erneut die Segel. Dadurch geschah es, daß zwei ganze Jahre darüber vergingen; und erst im dritten passierten sie die Säulen des Herakles und beendeten die Reise heimwärts. Dort berichteten sie, daß sie bei der Fahrt um Libyen die Sonne auf der rechten Seite gehabt hätten, was ich nicht glauben kann, vielleicht aber jemand anders."

Was Herodot nicht glauben wollte, ist für uns heute der deutlichste Wahrheitsbeweis dieser Geschichte, denn tatsächlich steht für Seefahrer südlich des Äquators mittags die Sonne im Norden, bei Fahrtrichtung Westen also rechts. Das bedeutet aber: Die Seeleute legten in ihren Holzbooten über 25 000 Kilometer in ungekannten Gewässern zurück.

Das Volk der Phönizier stammte von der Westküste Palästinas und gründete später die Stadt Karthago. Phönizier und Karthager gelten als die besten Seefahrer des Altertums; daher bediente sich auch der Pharao Necho ihrer Kenntnisse. Sie waren Händler und erschlossen sich, auch durch ihre Entdeckungsreisen über See.

Auch die Griechen waren an fremden Ländern sehr interessiert. Der Geograph Eratosthenes (273 bis 192 v. Chr.) schrieb nicht nur ein ausführliches Werk über die Regionen der Erde (von dem leider nur Bruchstücke erhalten sind), sondern bestimmte auch schon recht genau den Erdumfang. Er äußerte zudem die Ansicht, daß man Indien erreichen könne, wenn man stets westwärts segle - doch erst Christoph Kolumbus folgte 1 700 Jahre später diesem Rat.

Etwa um 330 v. Chr. drang ein Grieche sogar bis in die Nordsee vor. Der Seefahrer und Astronom Pytheas brach von der griechischen Kolonie Massilia, dem heutigen Marseille, aus zu einer Forschungsreise gen Norden zu den Zinninseln auf, von wo das begehrte Rohmaterial zur Bronzeherstellung kam.

Spätere Autoren verleugneten Pytheas als Lügner und machten sich über ihn lustig. Zu unwahrscheinlich klangen seine Erzählungen: Im Norden sei das Meer erstarrt und wie von Quallen bedeckt (er sah vermutlich Eisschollen), im Sommer gehe dort die Sonne nicht unter, und das Meer atme in einem sechsstündigem Rhytmus, den der Mond verursacht (die Gezeiten, die im Mittelmeer nicht auftreten). Der Reisebericht des Pytheas, obwohl nur Bruchstückhaft, reicht aus, um in seinem Autor einen der bedeutendsten Astronomen, Geographen und Entdecker der Antike zu erkennen.

 

 

Rätsel alter Erdkarten

 

 

Es gibt seit einigen Jahren Hinweise, daß schon im Altertum ein weit größerer Teil der Erde bekannt und auf Landkarten gezeichnet war, als man bisher dachte - von Seefahrern, die längst im Dunkeln der Vergangenheit versunken sind und deren Namen wir nicht kennen. Nur blieben diese Landkarten nicht bis heute erhalten. Die Karten mit ihren wertvollen Informationen über fremde Länder und Handelswege wurden als Staatsgeheimnis betrachtet und waren stets in Archiven verschloßen, damit nicht die Konkurrenz, also Kaufleute oder Militärs anderer Völker, an die wertvollen Informationen herankam. Außerdem diente als Kartenmaterial Papyrus (eine Art Papier), Pergament (gegerbte Tierhaut) oder ähnlich vergängliches Material. Und es gab sicher auch sehr wenige Kopien.

Dennoch scheinen einige uralte Kartenreste bis zum Beginn der Neuzeit im 15. Jahrhundert existiert zu haben. 1929 wurde in der alten Bibliothek des Sultans-Palastes in Istanbul (Türkei) ein Teil einer rund 400 Jahre alten Erdkarte entdeckt, die den Forschern bis heute Rätsel aufgibt. Gezeichnet hatte sie um 1513 ein Admiral der damaligen osmanischen Flotte, Piri Reis, und dabei nach eigenen Angaben etwa 20 ältere Karten verwendet. Istanbul war unter dem Namen Konstantinopel das Zentrum des Oströmischen Reichs gewesen, das vom Altertum bis ins Jahr 1453 bestand; hier mochte sich noch manches andere Wissen erhalten haben.

Der amerikanische Historiker Charles H. Hapgood untersuchte ab 1956 die Piri-Reis-Karte; vor allem rechnete er die ungewöhnliche Kartendarstellung in moderne Angaben für Längen- und Breitengrade um. Dabei konnte er sogar Fehler erkennen, die Piri Reis beim Abzeichnen der alten Kartenteile unterlaufen waren - denn der Admiral kannte den weitaus größßten Teil der eingezeichneten Gebiete ja nicht persönlich. So ist unter anderem der Amazonas gleich zweimal eingezeichnet. Bei der Untersuchung der Karte stellte sich eine erstaunliche Genauigkeit in Gebieten Südamerikas heraus, die 1513 (nur 21 Jahre nach Kolumbus´ erster Reise und "Entdeckung" des Kontinentes) eigentlich noch gar nicht bekannt waren.

Noch verblüffender ist die Genauigkeit der Länderangaben in der gesamten Karte. Während nämlich die Bestimmung des Breitengrades auf See eine einfache Sache ist (man misst die Mittagshöhe der Sonne über dem Horizont), ist aber die Ermittlung der geographischen Länge extrem schwierig. Denn dazu ist die Kenntnis der genauen Uhrzeit nötig - und zuverlässige Uhren gibt es erst seit dem 18. Jahrhundert. Doch nach Hapgoods Berechnungen stimmen die Längenangaben von Piri Reis ungewöhnlich gut mit den heutigen Werten überein.

Interessant ist auch, daß der türkische Admiral auf seiner Karte schon die Antarktis andeutet, allerdings verbunden mit der Südspitze Südamerikas. Sehr viel genauer ist der sechste Kontinent aber auf der Karte des französischen Kartographen Otonteus Finaeus aus dem Jahre 1531 wiedergegeben. Vergleicht man seine Angaben mit heutigen Karten fällt die Übereinstimmung sofort auf, allerdings stimmen Länge und Größe nicht ganz. Aber immerhin entstand die Karte unzweifelhaft rund 250 Jahre vor der modernen Enteckung des sechsten Kontinents.

Als der Engländer James Cook, ein hervorragender Seefahrer, 1773 die Antarktis entdeckte, hatte er mit Stürmen, Eis und Nebel zu kämpfen und konnte nicht einmal das Festland betreten. Nach Meinung der Klimaforscher sah es dort in den Jahrtausenden zuvor nicht anders aus. Wie konnte dann also lange vor Cook Seefahrer dorthin vordringen und den Verlauf der Küsten auf Karten zeichnen? Oder hatte Finaeus die Zeichnung erfunden?

Es war damals bei Kartographen durchaus üblich, auf Erdkarten einen erfundenen Südkontinent einzuzeichnen: aus Symmetiegründen, um das Übergewicht der Landmassen auf der Nordhalbkugel auszugleichen. Aber dann hätte Finaeus mit seiner Fantasiezeichnung erstaunliches Glück gehabt. Die Übereinstimmung zwischen den alten Karten und der Wirklichkeit ist so groß, daß wir nicht mehr an einen Zufall glauben können.

 

 

Blick in die Zukunft

 

 

Wie entstand die Astrologie/Horoskope?

(ausführliches zu diesem Thema unter der Astrologieseite, daher hier nur Ansätze)

 

 

Vor Jahrtausenden hatte der nächtliche Himmel für die Menschen eine viel größere Bedeutung als heute. Das Sterngewimmel nahmen sie als Abbild der irdischen Welt, und sie setzten vertraute Gegenstände, Sagengestalten und vor allem Tiere an den Himmel (siehe auch Astroseite). In bestimmten Gruppen heller Sterne glaubten sie Stier und Widder, Fische und Steinbock und viele andere Bilder zu erkennen.

Die Ägypter zum Beispiel hatten schon früh einen zuverlässigen Zusammenhang zwischen Himmelserscheinungen und irdischen Vorgängen herausgefunden: Wenn im Sommer der helle Stern Sirius erstmals am Abendhimmel erschien, trat bald darauf der Nil über seine Ufer. So etwa dürfte die Astrologie entstanden sein, die Lehre, daß man aus der Stellung der Gestirne die Zukunft voraussagen könne. Alle alten Hochkulturen in Asien, Afrika und Amerika hatten ihre Sterndeuter, meist Priester und Gelehrte, die regelmäßig die Himmelsvorgänge beobachteten, aufzeichneten und zu deuten versuchten.

 

 

Andere Wahrsagermethoden

 

 

Horoskope zu erstellen war schon immer ziemlich kompliziert und entsprechend teuer. Aber auch ärmere Leute quälte die Ungewissheit ihres Schicksals, und sie vertrauten sich einem Wahrsager an. Wenn der auch nicht sie Sterne befragte, so zog er sich doch sein Wissen auch nicht aus den Fingern. Fast alles Denkbare wurde im Laufe der Zeit zur Zukunftsschau verwendet, und jeder Wahrsager hat ( auch heute noch ) seine Spezialitäten.

Bei Etruskern und Römern sagten besondere Priester, die Auguren, den Willen der Götter und damit die Zukunft aus den Eingeweiden frisch getöteter Tiere voraus. Sie prüften sie "auf Herz und Nieren" , auf Gedärm und Lungen und besonders genau untersuchten sie die Leber, denn sie galt als Sitz des Lebens. Man hat in alten Gräbern Lebermodelle aus Bronze gefunden, die in Zonen eingeteilt waren. Jede Zone  hatte eine bestimmte Bedeutung und war einer der Götter zugeteilt.

Aber auch im Flug bestimmter Vögel und in den Stimmen von Krähen, Eulen und Raben tat sich nach dem Glauben der Römer der Götterwille kund. Daneben nutzten die Auguren das Körnerfressen heiliger Hühner, das Verhalten von Spinnen oder Insekten, die Farbe und Bewegung von Mäusen, Risse im Schulterblatt eines verbrannten Tieres, Muster in der Asche des Opferfeuers und sogar Figuren in der Pfütze verschütteten Opferweins zur Zukunftsschau.

Das Feuer war vielen Völkern heilig und wurde daher als Spiegel des Schicksals betrachtet: Wie brennt es? Welche Bilder formen die Flammen? usw. Ein Rest solcher Vorstellungen hat sich im Bleigießen zu Silvester erhalten; auch hier deutet man mit viel Fantasie aus den Formen des Bleis, was das kommende Jahr bereithält.

Auch im Menschen selbst spiegelt sich die Zukunft; er hält, so glauben zumindest die Handleser seit über 4 000 Jahren, sein Schicksal buchstäblich in Händen. Die Linien der Handinnenfläche, Erhebungen und Vertiefungen, Form und Farbe von Hand, Fingern und Nägel - alles hat etwas zu bedeuten, man muß es nur richtig interpretieren. (mehr dazu demnächst im Bericht "Handlesen" hier auf der Homepage).

Mit dem Aufkommen des Buchdrucks wurden Spielkarten sehr billig und erfreuen sich seither bei den Wahrsagern großer Beliebtheit. Besonders den bunten, fremdartigen Bilders der Tarot- oder Tarock-Karten haftet seit jeher der Ruf des Geheimnisvollen an. Manche führen diese Bilder auf uralte Überlieferungen zurück. Jedenfalls tauchten sie Ende des 14. Jahrhunderts in Frankreich auf und gelten als Vorläufer unserer modernen Spielkarten (mehr zu Tarot im Forum und demnächst als Bericht auf dieser Homepage).

 

 

Das Orakel von Delphi

 

 

Mit Wahrsagen lässt sich viel Geld verdienen und Macht ausüben. Das zeigt sich kaum irgendwo deutlicher als am delphischen Orakel. Es war im Altertum das berühmteste aller Wahrsagezentren. Der Ort Delphi liegt am Fuße des Parnass-Gebirges in Griechenland. Mittelpunkt der antiken Kultstätte ist ein großer, dem Gott Apollo geweihter Tempel, in seinem Innern, so die Überlieferung, orakelte eine Priesterin, die Pythia, umhüllt von wohlriechenden Dämpfen.

In einem Vorraum warteten die Ratsuchenden, lieferten das Honorar ab und stellten ihre Frage. Sie war an den Gott Apollo selbst gerichtet, der die Antwort durch den Mund der Pythia gab - freilich nicht in klarer Sprache, sondern durch Stottern, Stammeln oder Schreie; die Priester deuteten dann dem Fragesteller diese Laute. Anfragen hoch gestellter Persönlichkeiten beantwortete sie in schriftlicher Form; viele dieser Täfelchen kamen bei Ausgrabungn zum Vorschein.

Erst das Christentum setzte dem "heidnischen" Weissagungsbetrieb ein Ende; der römische Kaiser Konstantin verbot im Jahre 357 alle Orakel. Zuvor hatte Delphi viele Jahrhunderte lang erfolgreich gearbeitet - und ungeheure Reichtümer erworben.

Niemand weiß, woher die Apollo-Priester ihr Wissen bezogen, denn natürlich wurden alle Hintergründe schon damals streng geheim gehalten. Es gibt aber Hinweise, daß sie ein gut ausgebautes Netz von Agenten und Kundschaftern unterhielten. Außerdem kamen bedeutende Fragensteller aus der ganzen damals bekannten Welt zu ihnen. Die Gesandten von Freund und Feind pilgerten nach Delphi, und während ihres mehrtägigen Aufenthalts werden sie nebenbei manche Information preisgegeben haben. Die Priester waren sicher mit der politischen Lage, den Machtverhältnissen, Gesetzen und Sitten all dieser Länder vertraut.

Wenn eine Frage wirklich nicht zu beantworten war, retteten sie sich in doppeldeutige Formulierungen; für diese Spezialität waren sie geradezu berühmt. Als zum Beispiel der König Krösus anfragte, ob er einen Krieg gegen den mächtigen Perserkönig Kyros riskieren solle, bekam er als Antwort: "Wenn du den (Grenzfluß) Halys überschreitest, wirst du ein mächtiges Reich zerstören." Krösus nahm das als Ansporn, das Perserreich anzugreifen - und wurde besiegt: Das mächtige Reich, das er zerstörte, war sein eigenes.

Und schon damals profitierten die Wahrsager natürlich von der Bereitschaft ihrer Kunden, Erfolge zu preisen und Misserfolge eigenem Verschulden zuzuschreiben und zu vergessen.

 

 

Wer war Nostradamus?

(hierzu gibt es in Kürze einen ausführlichen Bericht auf dieser Homepage, deshalb hier jetzt nur eine verkürzte Fassung)

 

Ein Meister in der Kunst, Weissagungen in rätselhafte Sprüche zu kleiden, war der Franzose Michel de Notredame, der sich selbst Nostradamus nannte. Er lebte von 1503 bis 1566 meist in der Provence in Südfrankreich und wirkte dort als Arzt. Nebenbei beschäftigte er sich mit astrologischen Studien und wurde nach eigenen Aussagen gelegentlich von "Anfällen" prophetischer Zustände gepackt. Seine Offenbarungen kleidete er in 952 vierzeilige Gedichte. Es sind kurze, unvollständige Sätze, gemsicht mit Brocken aus der lateinischen und provenzianischen Sprache. Er veröffentlichte sie 1555 und 1558. Sie waren schon seinen Zeitgenossen kaum verständlich, erst recht nicht heute lebenden Franzosen. Dennoch trugen ihm seine Prophezeiungen, die angeblich bis ins Jahr 3790 reichen, neben Hohn und Spott viel Ruhm ein. Er gilt als der bekannteste Wahrsager der Welt.

Dabei tragen nur wenige seiner Verse eine Jahreszahl, und in den angegebenen Jahren 1580, 1607, 1609, 1700, 1703 und 1727 ist nichts geschehen, was auch nur entfernt zu den entsprechenden Zeilen passt. Nichtsdestotrotz behaupten seine Anhänger, die französische Revolution, Hitler, der Zweite Weltkrieg, das Ende des Papsttums, überhaupt viel Gewalt, Blut, Katastrophen, Mord und Verbrechen - das alles sei aus seinen Versen herauszudeuten.

Freilich fanden die Nostradamus-Anhänger immer erst hinterher den Sinn eines Verses heraus. Oder genauer: Sie fanden unter den fast tausend Vierzellern wenigstens einen, der irgendwie zu den Ereignissen passen konnte.

 

 

Kräfte aus dem Jenseits

 

 

Geisterspuk

 

 

Tagsüber drängen sich hier die Touristen, wandern zwischen den alten Mauern des "Tower" in London, besichtigen die Waffenkammer mit ihren Rüstungen, Schwertern und Schilden und stehen staunend vor den gleißenden Edelsteinen und dem prächtigen Schmuck in der Schatzkammer. Aber nachts versinken die Gänge und Treppen der jahrhundertealten Festung in Stille, nur die Wächter gehen regelmäßig ihre Runden. Manchmal, so erzählen sie, sehen sie dabei eine eigenartige Erscheinung: eine menschenähnliche Gestalt mit verschwimmenden Umrissen, die in einem weißlichen Licht schimmert und lautlos dahinschwebt. Besonders in kalten, düsteren Nächten sei sie zu sehen, und bei näherem Hinblicken könnte man erkennen, daß es eine prächtig gekleidete Frauengestalt sei, die ihren Kopf unter dem rechten Arm trüge.

Das sei der Geist von Anna Boleyn. Sie war die zweite Frau des englischen Königs Heinrich VIII. und die Mutter der berühmten Königin Elisabeth I. Als ihr königlicher Gemahl ihrer überdrüssig geworden war, ließ er sie unter falschen Anschuldigungen im Tower einkerkern und 1536 köpfen. Ihre Seele, so die Sage, fände bis heute keine Ruhe.

In England ist die Begegnung mit einem Geist nichts Ungewöhnliches. Gerade die britischen Inseln, also England, Schottland und Irland, sind bekannt für ihre zahlreichen Spukschlösser und verwunschenen Häuser. So zieht durch die Ruine von Rathpeak House in der irischen Grafschaft Roscommon angeblich die Erscheinung einer jungen Frau, die von ihrem Bruder lebendig eingemauert wurde, weil sie sich in einen Mann anderer Religion verliebt hatte.

Aus dem 13. Jahrhundert stammt das schottische Schloss Glamis Castle bei der Stadt Dundee. Mit seinen vielen Türmchen und Erkern, die im 17. Jahrhundert an die wehrhafte Burg angebaut wurden, ist es ein typisches Spukschloss, besonders im nebelverhangenen Herbst. Hier, so wird berichtet, schleiche ein Monster durch die Räume, halb Tier, halb Mensch. Und in der Schlosskapelle spuke die "Graue Lady" - die 1540 wegen Hexerei auf dem Scheiterhaufen verbrannte Lady Glamis.

Schloss Glamis Castle( Keller), Schottland

Eines der berühmtesten Spukschlösser war die Pfarrei von Borley in der Provinz Essex - sie galt als das "unheimlichste Haus in ganz England". Hier trieb angeblich jahrzehntelang eine Nonne als "Poltergeist" ihr Unwesen: Sie tauchte nicht als Gestalt auf, sondern warf Schlüssel, Steine oder Münzen durch die Zimmer, verwandelte Flüssigkeiten in Tinte, machte sich durch Klopfzeichen bemerkbar und ließ Gegenstände verschwinden. Dann brach ein Feuer aus, und das Haus brannte ab. Als spukreichstes Haus Englands gilt nun der Herrensitz "Sanford Orcas" in der Grafschaft Dorset, wo sich nach den Berichten der Besitzer immerhin 14 verschiedene Geister, darunter ein schwarzer Jagdhund, drängeln. (Weitere Geistergeschichten siehe Forum)

 

 

Was sind Geister?

(genaue Beschreibungen der Begriffe im PSI-Lexikon)

 

Der Glaube an Geister ist ein uraltes und weltweites Phänomen. Schon der römische Schriftsteller Plinius der Jüngere, der im Jahre 113 n. Chr. starb, berichtet von einer geisterhaften Gestalt, die in Ketten durch ein Haus wanderte und dann im Boden verschwand. Als man dann an dieser Stelle grub, fand man dort ein angekettets Skelett.

In Arabien heißen die Geister von Ermordeten Afrit; sie kehren zurück, um sich am Mörder zu rächen. Die Dschinns dagegen sind mächtige Kobolde, die unter Umständen den Befehlen eines Menschen gehorchen; der berühmte "Geist aus der Flasche" etwa, aus einer Erzählung in "Geschichten aus Tausend und einer Nacht", war ein Dschinn.

Es wird aber nicht nur von Geistern berichtet, die jahrhundertelang an bestimmten Orten umherspuken. Angeblich erscheinen manchmal auch Verstorbene im Moment ihres Todes einem Freund oder nahen Verwandten. Oder sie werden immer dann sichtbar, wenn ein Todesfall oder ein Unglück bevorsteht.

Das Anhalter-Gespenst spukte vor allem in den USA - dort gibt es dazu viele Geschichten mit immer gleichem Ablauf: Ein Autofahrer nimmt ein Mädchen in seinem Wagen  mit. Man plaudert gemütlich, aber am Ziel ist sie plötzlich verschwunden. Später stellt sich heraus, daß das Mädchen kurz zuvor in der Nähe des Einsteigeortes tödlich überfahren worden war.

Nicht nur Menschen können angeblich spuken. Es gibt auch viele Berichte von Tieren, die plötzlich und unerklärlich auftauchen - längst verstorbene Hunde, gerade ertränkte Katzen, in der Schlacht gefallene Pferde....Manche Menschen erzählen sogar von in Wirklichkeit längst verschwundenen Gebäuden, die sie noch einmal gesehen hätten. Und in Westfalen wurde angeblich 1854 eine ganze Phantomschlacht beobachtet.

Der Glaube an Geister hängt eng mit der Vorstellung zusammen, daß ein Mensch nach seinem Tod in irgendeiner Form weiterlebt - wenn schon nicht sein Körper, dann doch seine Seele: sein Denken und Fühlen, seine Wünsche und Hoffnungen. Dieser Glaube ist schon sehr alt und in vielen Religionen zu finden. Auch die christliche Religion lehrt, daß die Seelen nach dem Tod in den Himmel (oder in die Hölle) kommen. Da liegt dann der Gedanke nicht zu fern, daß die Seelen der Toten nicht direkt zu ihrem Ziel gelangen, sondern sich für eine gewisse Zeit in einem Zwischenreich aufhalten, dem "Jenseits". Vor allem, wenn sie gewaltsam zu Tode gekommen sind, sollen sie der Welt der Lebenden verbunden bleiben.

Ganze Schiffsbesatzungen sollen so auf Geisterschiffen durch die Meere segeln, durch eine Untat oder einen Fluch zur ewigen Ruhelosigkeit verdammt. Am bekanntesten ist die Legende vom "Fliegenden Holländer", der als Strafe für lästerliches Fluchen seit 1641 im Südatlantik in der Nähe des Kaps der Guten Hoffnung umherirren muß. Wehe dem Schiff, das im Sturm dem Geisterschiff begegnet: Es wird bald untergehn.

 

 

Kontakt mit Toten/Geisterbeschwörungen

 

 

Etwa Mitte des vorigen Jahrhunderts kam der so genannte Spiritismus in Mode. Mit Hilfe angeblich dafür besonders begabter Menschen, der "Medien", versucht man, Geister zu rufen und zu befragen. Das erste "Gespräch" mit einem Geist fand am 31. März 1848 in einem Spukhaus in der Nähe von New York statt. Dort hörten die Bewohner, die Familie Fox, ständig nächtliche Klopfgeräusche. Eine der beiden Töchter fasste sich eines Nachts ein Herz, rief ins Dunkle: " Tun Sie, was ich tue" und klatschte viermal in die Hände. Sofort antwortete ein vierfaches Pochen. Als sie fragte: "Bist du ein Mensch?" war Stille. Aber auf die Frage "Bist du ein Geist, so klopfe zweimal" ertönte zweifaches Klopfen.

So begann - glaubt man dem Bericht, der bald darauf in der Zeitung "New York Herald Tribune" über die beiden Fox-Schwestern erschien - der erste bewusste Sprechkontakt mit dem Jenseits. Er löste geradezu eine Welle von Geisterbeschwörungen aus. Überall meldeten sich jetzt Medien und priesen ihre Fähigkeiten an, es entstanden spiritistische Vereine, und es wurde Mode, "Seancen" abzuhalten.

Die Geister der Verstorbenen machten sich dann durch geheimnisvolle Stimmen, Geräusche oder rätselhaftes Anheben des Tisches ("Tischerücken") bemerkbar. Sie wußten oft Einzelheiten aus dem Leben des Toten, die keinem Lebenden bekannt sein konnten. Manchmal sandten sie ihre Nachrichten auch mit Hilfe technischer Mittel. Besonders beliebt war das "Ouija-Brett". Es besteht aus 38 Karten, die kreisförmig auf dem Tisch ausgelegt werden. 26 Karten tragen die Buchstaben des Alphabets, zehn die Ziffern 0 bis 9 und die letzten beiden die Wörter "Ja" bezeihungsweise "Nein". In der Mitte steht ein umgedrehtes Glas. Die Teilnehmer setzten sich um den Tisch, stellen eine Frage an das Jenseits, und jeder Teilnehmer legt seinen Zeigefinger auf das Glas. Durch ihre von einem Geist gesteuerten unwillkürlichen Bewegungen, so glaubt man, rutscht nun das Glas in Richtung einer der Karten und gibt so die Antwort.

Offenbar erfüllte der Spiritismus ein tiefes Bedürfnis einer großen Zahl von Menschen, sonst wäre er nie so erfolgreich geworden. Für viele von uns war sicher der Gedanke tröstlich. mit Verstorbenen noch einmal in Kontakt treten zu können. Und manche Wissenschaftler sahen hier ein aufregendes neues Forschungsfeld mit unabsehbaren Möglichkeiten.

Manche Medien behaupten sogar, sie könnten die Jenseitigen bei einer spiritistischen Seance sichtbar werden lassen - in Form einer grau-weißen, wabernden Masse, dem sogenannten Ektoplasma. Allerdings gilt Ektoplasma als sehr lichtempfindlich, also mußte der Raum verdunkelt werden - was natürlich betrügerischen Tricks und Manipulationen jede Menge Möglichkeiten eröffnete.

Tonbandaufnahmen der Stimmen von Toten kann man angeblich erhalten, wenn man an einen Kassettenrekorder ein Radio anschließt und ihn, ohne einen Sender einzustellen, auf maximale Empfindlichkeit regelt. Im Rauschen seien dann schwache Stimmen aus dem Jenseits. In Wirklichkeit ist es der Verstärker des Rekorders, der als primitives Radio wirkt und schwache, entfernte Radiostationen leise hörbar macht. Der Rest ist Fantasie.

Mittlerweile allerdings ist bekannt, daß viele Medien in Wirklichkeit Betrüger waren und die Leichtgläubigkeit ihrer Mitmenschen ausnutzten. Einige haben den Betrug auch zugegeben. Meistens bedienten sie sich technisch einfacher, aber geschickter Taschenspieler-Kunststücke, um den gläubigen Seance-Teilnehmern Geister vorzugaukeln. Freichlich waren es meist nicht Wissenschaftler, die solche Schwindler entlarvten, sondern berufsmäßige Zauberkünstler: Sie erkennen die Tricks, mit denen man Menschen selbst im hellen Licht der Bühne etwas vorgaukeln kann, und sie präsentieren sogar meist viel verblüffendere Dinge, als es die Medien fertig brachten.

All die Betrügereien haben den Geistersuchern freilich ihren Glauben nicht genommen. Die einschlägigen Bücher berichten zwar immer noch über einstige erfolgreiche Seancen als Musterbeweis, verschweigen aber die längst erfolgte Entlarvung der Medien in der Regel schamhaft. Besonders in den Vereinigten Staaten ist der Geisterglaube weit verbreitet. Rund 40 % der Amerikaner glauben, so ergab eine Untersuchung der Universität Chicago vor einigen Jahren, mit Verstorbenen in Kontakt zu stehen - direkt oder über ein Medium. Diese Medien heißen heute "Channels" (engl. channel = Kanal ) ins Jenseits bahnen.

Aber worauf beruhen denn die Aussagen der Jenseits-Vermittler? Obwohl "Geisterjäger" viele Jahre lang versucht haben, in Spukschlössern die seltsamen Erscheinungen mitzuerleben, von denen die Bewohner berichteten, und sie möglichst sogar mit Hilfe von Kameras, Tonbandgeräten und unbestechlichen Zeugen dingfest zu machen, gibt es bis heute keinen von Wissenschaftlern anerkannten Beweis für auch nur eine einzige Geistererscheinung.

Das heißt aber nicht, daß alle diejenigen bewußt gelogen haben, die von Geistererscheinungen berichteten. Wahrscheinlicher ist es, daß diesen Menschen ihr eigenes Gehirn einen Streich gespielt hat, daß sie Dinge gesehen haben, die nur in ihrer Einbildung bestanden. Man nennt solche Erscheinungen heute Halluzinationen, und wer sie erlebt, hält das Gesehene in der Regel für die Wirklichkeit. Bei dafür veranlagten Menschen treten sie vor allem in Zeiten starker seelischer Anspannung auf - zum Beispiel, wenn ein gebildeter Mensch schwer krank ist. Und gerade in solchen Situationen befanden sich oft auch die Menschen, die von Geistererscheinungen berichteten.

Natürlich tut auch die menschliche Leichtgläubigkeit ein Übriges. Frank Smyth, Mitherausgeber der Zeitschrift "Menschen, Mythen, Magie" in London, machte 1970 einen einfachen, aber lehrreichen Versuch: Er erfand einen Geist samt Spukort, Aussehen und "Augenzeugen" und veröffentlichte den Bericht in seiner Zeitschrift. Kein Mensch zweifelte ihn an, und binnen einen Jahres tauchte er in acht Büchern auf, teilweise kräftig ausgeschmückt. Als Fernsehreporter später die Anwohner des angeblichen Spukortes befragten, erzählten mehrere, auch sie hätten diesen Geist schon gesehen. Nach der Sendung flatterten Briefe mit weiteren angeblichen Sichtungen sogar waschkörbeweise in die Redaktion.

 

 

Was versteht man unter "PSI"?

Da dieses Thema schon ausführlich im Forum sowie im PSI-Lexikon erklärt wurde, hier nur eine kurze Fassung!)

 

 

Du denkst an einen Bekannten, - einige Sekunden später läutet das Telefon, und er ist an der Strippe. Ein bestimmter Gedanke schießt dir durch den Kopf, und gleich darauf spricht ihn dein Gegenüber aus. Du konzentrierst dich auf den Würfel, damit es eine sechs wird - und tatsächlich erscheint die Zahl.

Wer hätte nicht schon ähnliche Erlebnisse gehabt? Seit Jahrhunderten berichten Menschen von solchen Erfahrungen. Allen ist gemeinsam, daß sie plötzlich etwas wußten oder spürten, was sie nicht mit den herkömmlichen fünf Sinnen aufgenommen hatten. Bei manchen scheinen diese "außersinnlichen" Fähigkeiten sogar besonders gut entwickelt zu sein. Sie scheinen einen "sechsten Sinn" zu besitzen, der ihnen Dinge verrät, die sich weit entfernt oder gar in der Zukunft abspielen.

Lange Zeit hat man solche Fähigkeiten auf ein Bündnis mit dem Teufel oder mit Geistern zurückgeführt. Seit einigen Jahrzehnten interessieren sich aber auch ernsthafte Forscher dafür. Sie nennen sich "Parapsychologen". Nach dem vorletzten Buchstaben des griechischen Alphabets werden die geheimnisvollen Fähigkeiten auch als "PSI-Kräfte" oder "Außersinnliche Wahrnehmungen" (abgekürztz ASW) bezeichnet.

Bisher kennen wir keine Naturwissenschaftliche Möglichkeit, ohne Einschaltung der üblichen Sinne Nachrichten von Gehirn zu Gehirn auszutauschen, in die Zukunft zu sehen oder gar allein durch "Geisteskräfte" Dinge, wie z.B. Würfel, zu bewegen. Könnte man solche außersinnlichen Fähigkeiten eindeutig nachweisen, wäre das natürlich eine Sensation und hätte tiefen Einfluß auf unser jetziges naturwissenschaftliche Weltbild.

 

 

Außersinnliche Fähigkeiten

 

 

Angesichts der vielen Berichte von ASW-Erlebnissen müßten sich außersinnliche Fähigkeiten doch recht einfach durch wissenschaftliche Experimente erklären lassen, sollte man meinen. In Wirklichkeit tun sich die Parapsychologen damit allerdings sehr schwer, obwohl sie es seit Jahrzehnten versuchen. Immer noch fehlen Beweise, die auch skeptische Wissenschaftler überzeugen müßten. Denn diese argumentieren, daß solche Alltagserfahrungen auch purer Zufall sein könnten - wie denn überhaupt der Zufall unser Leben regiere. Nur bleibt ein unvermutetes Zusammentreffen von Gedanke und Folge natürlich im Gedächtnis haften.

Der erste Forscher, der versuchte, PSI-Phänomene ganz systematisch zu erforschen, war der amerikanische Psychologe Joseph B. Rhine. Etwa ab 1930 testete er an seinem "Parapsychologischen Institut" in Durham im US-Bundesstaat North Carolina in zahllosen Experimenten immer neue Versuchspersonen. Rhine benutzte für seine Versuchsreihen eine Art Ratespiel mit speziellen Karten. Ein Spiel enthielt 25 Karten, immer je fünf mit dem Motiv Kreis, Stern, Kreuz, Quadrat und Wellenlinie. Der Versuchsleiter deckte aus dem zuvor gründlich gemischten Kartenspiel die oberste Karte ab, und die in einem anderen Raum sitzende Versuchsperson sollte nun per außersinnliche Wahrnehmung (oder durch Raten) ermitteln, welches der fünf Motive aufgedeckt wurde. Beide führten über die Versuchsreihe genau Protokoll, anschließend wurde verglichen und die Zahl der Übereinstimmungen ermittelt.

Selbst bei angeblich hochbegabten Versuchspersonen lag die durchschnittliche Trefferquote nur geringfügig über dem Zufallsergebnis. Außerdem büßten die Versuchspersonen bei Störungen, zu lange dauerndem Versuch, Anwesenheit von Skeptikern und aus manch anderen Gründen ihre angeblich außersinnlichen Fähigkeiten ein. Zumindest hat Rhine mit dieser Begründung offenbar die Versuchsreihen mit weniger gutem Ergebnis aus der Statistik herausgenommen. Nachträglich wurden also nur die Treffer gezählt - und eine derart verfälschte Statistik ist natürlich kein Beweis, sondern Mogelei. Die wissenschaftliche Fachwelt hat jedenfalls Rhines Ergebnisse wegen offensichtlicher mathematischer Ungenauigkeit angezweifelt.

Mittlerweile haben andere Forscher die Versuche mit Computerhilfe und ausgeklügelten Testmethoden wiederholt, um Fälschungen und Irrtümer auszuschließen. Aber selbst im besten Fall lag das Ergebnis nur sehr geringfügig über dem Zufallswert. (siehe hierzu auch Forum) Dennoch glauben die Parapsychologen im Gegensatz zu den Naturwissenschaftlern weiterhin fest daran, daß es PSI wirklich gibt.

 

 

Wünschelruten

 

 

Die Geologen waren beeindruckt: Hans Schröter, Wasserbauingenieur bei der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit, fand bei der Wassersuche auf der Insel Sri Lanka bei 691 Bohrungen 664-mal das begehrte Nass, wenn es auch nicht immer in großen Mengen floss. Nur bei 27 Versuchen blieb das Bohrloch trocken. Das Besondere daran ist außer der hohen Erfolgsquote seine Methode: Er suchte das Wasser mit einer Wünschelrute.

Noch überzeugender waren die Gegenproben: Auf einem Schulhofgelände hatten zwei Bohrungen von 90 Metern Tiefe kein Wasser erbracht. Testhalber wurde Schröter gebeten, möglichst nahe an diesen Fehlbohrungen mit seiner Rute nach Wasser zu suchen. Tatsächlich fand er seinen Punkt, nur 30 Meter von einer der Fehlbohrungen entfernt, wo schon in 35 Metern Tiefe Wasser sprudelte. Auch in vielen anderen Ländern hat Schröter in seinem bisher 20-jährigen Berufsleben mit großem Erfolg Wasser geortet.

Seit vielen Jahrhunderten rühmen manche Menschen die Wünschelrute als Allzweckinstrument zur Suche nach Bohrschätzen: Wasser, Gold, Erze, Kohle und vergrabene Schätze sollen sich mit dem simplen gegabelten Haselnußzweig aufzuspüren lassen. Es muß nicht einmal ein Zweig sein. Moderne Rutengänger (sie nennen sich auch "Radiästhesisten") benutzen meist gebogene Metallbügel. Sie halten sie mit beiden Händen vor sich, wandern gemächlich vorwärts und am richtigen Ort schlägt dann die Rute kräftig nach oben oder nach unten aus.

Freilich ist die Meinung zu diesem Instrument geteilt: Während Rutengänger darauf schwören, halten Geologen meistens nicht viel davon. Schon der Naturforscher, Bergbaufachmann und Arzt Georg Agricola (1494 - 1555) schrieb darüber: "Der einfache Bergmann glaubt an die Brauchbarkeit der Wünschelrute, weil die Rutengänger manchmal (erzhaltige) Gänge durch Zufall finden. Der wahre Bergmann benutzt, da wir wollen, daß er ein frommer und ernster Mann ist, den Zauberstab nicht, und da er ferner der Dinge der Natur kundig und verständig sein soll, sieht er ein, daß ihm die Wünschelrute nicht nutzen kann, sondern er beachtet die natürlichen Kennzeichen der Gänge".

Auch heute noch ist die Rutengängerei höchst umstritten, denn immer wieder versagen auch anerkannte  Rutengänger in wissenschaftlich kontrollierten Tests. Es wurde zum Beispiel oft probiert, mehrere Rutengänger nacheinander aufs gleiche Gelände zu schicken. Eigentlich hätten die Ruten an den gleichen Stellen ausschlagen müssen, doch das geschah fast nie. Auch wenn es darum ging, tief unter der Oberfläche fließendes Wasser in Rohren aufzufinden, versagte die Rutenkunst. Wohl aber gab es Ausschläge, wenn die Rutengänger wußten, wo das Wasser floß.

Daß viele Rutengänger in Deutschland tatsächlich Wasser finden, ist freilich kein Beweis: Wir sind ein so Wasserreiches Land, daß man fast überall darauf stößt - zumal es in unserem Untergrund nicht in "Wasseradern" fließt, sondern sich gleichmäßig als Grundwasser in bestimmten Bodenschichten verteilt. Eigentlich sollten die Ruten also überall anschlagen.

Das Bundesforschungsministerium hat zwischen 1986 und 1988 zwei Münchner Physiker (und Wünschelruten-Gläubige) den bislang aufwendigsten Versuch durchführen lassen. Sie schickten im Laufe von drei Jahren rund 500 Rutengänger über Teststrecken, teils im Freien, teils in einer Scheune über einer versteckt verlegten Rohrleitung. Das Ergebnis war kläglich: 99 % der Teilnehmer versagten völlig, und auch die Übrigen lieferten keine überzeugenden Resultate. Selbst Hans Schröter, einer der Teilnehmer, traf von zehn Versuchen nur viermal die richtige Stelle und lag sechsmal weit daneben.

Hinzu kommt, daß niemand wissenschaftlich erklären kann, was für Kräfte aus dem Boden es eigentlich sein sollen, die die Rute ausschlagen lassen - auch wenn es allgemeiner Ansicht ist., auch unter Rutengängern, daß die Rute sozusagen nur der Zeiger sei, das eigentliche "Messinstrument" aber der Mensch selbst. Immer wieder geistern die Worte "Erdstrahlen" und "Reizzonen" durch die einschlägigen Bücher, und die Rutengläubigen sind auch fest davon überzeugt, daß es diese Erdstrahlen wirklich gibt. Doch bisher kann sich niemand darunter etwas vorstellen.

Geschäftstüchtige Scharlatane und Betrüger hindert das freilich nicht daran, "Entstrahlungsgeräte" gegen die Erdstrahlen anzubieten und dann mit der Wünschelrute deren angebliche Wirksamkeit "nachzuweisen". Sie lassen sich diese "Hilfe" dann teuer bezahlen.

 

 

Geheimnisvolle Tiere

 

 

Unbekannte Monster

 

 

Für die Fischer Theophile Piccot, Daniel Squires und den 12-jährigen Tom Piccot wurde im Oktober 1873 ein Alptraum wahr. Es war ein ruhiger Herbsttag. Die Fischer trieben mit ihren Booten nahe St. Johns vor der Küste Neufundlands, hatten ihre prall mit Kabeljau gefüllten Netze eingeholt und wollten schon heimrudern, da entdeckt Tom einen eigenartigen Gegenstand, der in einiger Entfernung im Wasser treibt.

Sie rudern an das vermeintliche Stück Treibgut heran. Plötzlich geschieht etwas Furchtbares: Armdicke Tentakel heben sich aus dem Wasser, dicht an dicht mit weißen Saugnäpfen besetzt, legen sich um das Boot und versuchen, es herabzuziehen. Zwei tellergroße weiße Augen schauen aus dem Wasser empor. Geistesgegenwärtig greift Tom nach einem Beil und hackt einen der Fangarme ab. Daraufhin lässt das Ungeheuer von ihnen ab und verschwindet - und auch die Fischer machen, daß sie an Land kommen. Ihre Beute, ein sechs Meter langer Fangarm, konservieren sie in Salzlake und bringen es zum Pfarrer des Ortes. Dieser erkennt die Bedeutung des Fundes und schickt das Präparat an die Yale-Universität im US-Bundesstaat Connecticut zur Untersuchung. Dort bestimmt der Zoologe Addison Verrill den Fangarm als Teil eines noch unbekannten Riesenkraken von mindestens 10 Metern Gesamtlänge und gibt ihm den wissenschaftlichen Namen "Architheutis". Schon im Jahr zuvor war ein solches Tier in der Nähe an Land gespült worden, sein längster Fangarm wurde mit 13 Metern gemessen. Und die Augen eines 1880 angeschwemmten Exemplars hatten 30 cm Durchmesser.

Der Amerikaner Richard Ellis, anerkannter Fachmann für Meerestiere, ist diesen und Hunderten von weiteren Berichten über Begegnungen mit Monstern aus der Tiefsee nachgegangen. Er ist überzeugt: Es gibt in den Tiefen des Ozeans noch mehr bisher unbekannte Tiere, darunter solche von riesigen Ausmaßen. Bisher wurden solche Berichte als "Seemannsgarn" verspottet, aber offenbar existieren die Ungeheuer tatsächlich.

Im Grunde ist es nicht verwunderlich, daß sich in den Ozeanen noch unbekannte Wesen verstecken können. Die Weltmeere bedecken zwei Drittel der Erdoberfläche und sind fast überall tiefer als 1 000 Meter. Die Sonden und Netze, Unterwasserkameras und Tauchboote der Meeresbiologen haben nur einen winzigen Bruchteil davon untersucht. Mit unseren Methoden hätten wir an Land nicht einmal Elefanten entdeckt. Tatsächlich wurden in den letzten Jahren sogar recht große Meerestiere aufgespürt, von deren Vorhandensein die Forscher zuvor keine Ahnung hatten.

So fand man kürzlich vor der kalifornischen Küste Quallen von 40 Metern Länge. Erst 1938 hatte man die knapp 2 Meter langen Quastenflosser entdeckt, die man nur aus Versteinerungen kannte und seit 70 Millionen Jahren ausgestorben wähnte, bis vor Südafrika das erste lebende Exemplar ins Netz ging. Und 1976 zog ein Forschungsschiff bei Hawaii eine über 4 Meter lange Haiart aus dem Ozean.

 Angesichts solcher Funde ist es nicht unwahrscheinlich, daß es tatsächlich meterdicke Seeschlangen gibt, wie sie unter anderem 1555 der norwegische Erzbischof Olaus Magnus beobachtet haben will. Ein ähnliches Tier soll 1817 die Bewohner des Städtchens Gloucester an der amerikanischen Ostküste in Schrecken versetzt haben, als es unvermittelt sein gewaltiges Maul aus dem Hafenwasser reckte. Die neufundländischen Riesenkraken gelten nicht einmal als die größten ihrer Art. Es gibt Vermutungen, daß in den lichtlosen Gründen der Ozeane Riesenkraken von über 40 Metern Länge hausen, die sich dort Kämpfe mit tauchenden Pottwalen liefern.

 

 

Das Ungeheuer von Loch Ness

 

 

Loch Ness ist ein 38 Kilometer langer, über 200 Meter tiefer, dunkler und kalter See in Schottland, in dem ein Ungeheuer leben soll. Die erste Erwähnung des Wesens stammt aus dem Jahre 565. Im 16. Jahrhundert soll es mit seinem gewaltigen Schwanz Eichen gefällt und drei Männer erschlagen haben. Weitere Berichte über Sichtungen datieren von 1872 und 1903. Die erste Zeitungsmeldung stammt vom 2. Mai 1933: Ein Ehepaar hatte an einem sonnigen Nachmittag aus 300 Metern Entfernung ein Wesen mit zwei gleich großen schwarzen Buckeln von rund sechs Metern Länge gesehen, das sich durchs Wasser schlängelte.

Nun ging die Kunde vom "Loch-Ness-Monster" rund um die Welt, und viele Menschen behaupten seitdem, sie hätten seinen "schwanenartigen Hals, den es zwei Meter aus dem Wasser strecken kann, und einen mindestens neun Meter langen Körper von dunkel-grauer Farbe" gesehen. Auf mehreren Expeditionen haben Froschmänner mit Echoloten, Unterwasserkameras und sogar Klein-U-Booten das unbekannte Tier gejagt. Zuletzt versuchte es 1987 eine Flotte von 25 Motorbooten, die nebeneinander fahrend den See mit Echoloten sondierten. Doch alles vergebens. (siehe hierzu auch den Bericht im Forum).

Nun ist es natürlich möglich, daß sich die Tiere durch die vielen Boote verängstigt, in den tiefen Unterwasserschluchten des Sees verkrochen haben, wo kein Echolot sie aufspüren kann. Biologen hegen aber längst starke Zweifel an der Existenz von Nessie. Wenn im See tatsächlich eine noch unbekannte Tierart leben würde, dürfte es nicht nur ein einzelnes Exemplar davon geben, sondern mehrere Männchen, Weibchen und vielleicht Jungtiere. Doch für so viele Tiere, das haben die Forscher ausgerechnet, böte der See gar nicht genügend Nahrung.

Das berühmteste Foto von Nessie (siehe Bild) stammt aus dem Jahre 1934. Lange Zeit als bestes "Beweisstück" für Nessies Existenz gehandelt, entpuppte es sich mittlerweile als Fälschung. Kurz vor seinem Tod gestand der Fotograf, er haben damals eine selbstgebastelte Attrappe in den See gesetzt und fotografiert, um den Zeitungen einen Schabernack zu spielen.

 

 

Der Yeti

 

 

Ein seltsames Geschöpf soll in den schneebedeckten, menschenleeren und zum Teil unerforschten Höhen des Himalaya-Gebirges zwischen Indien und Tibet leben. Die Tibeter nennen das geheimnisvolle Wesen Kangui, die Nepalesen Yeti. Sie beschreiben es als ein menschen-oder affenähnliches Tier, etwa zwei Meter groß, schwanzlos, aufrecht gehend und mit rötlich braunem Fell bedeckt.

Das Wesen wurde seit 1832 gelegentlich auch von europäischen und amerikansichen Forschern beobachtet, doch nur aus großer Entfernung. Man fand sogar seltsame Haare, Kot und Fußspuren, aber es gibt bis heute kein brauchbares Foto. Viele Tierforscher glauben deshalb nicht an den Yeti. Sie vermuten, daß die Spuren von mehreren Tibetbären stammen und sich durch teilweises Schmelzen des Schnees vergrößert haben. Der Tibetbär wird etwa 2 Meter groß, trägt ein braunes Fell und richtet sich gelegentlich auf. Andere Biologen machen geltend, daß es in Asien einst eine Affenart gegeben hat, die bis zu 2,50 Meter groß wurde. Sie gilt seit 500 000 Jahren als ausgestorben. Aber vielleicht haben ja doch einige Exemplare in den einsamen Hochländern überlebt?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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