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    PSI-Lexikon - Lexikon des Übersinnlichen

 

  B     D   E   F   G   H   I   J   K   L       O     Q   R   S     U   V   W     Y   Z

 ASW:   Außergewöhnliche Sinneswahrnehmung   

Adept:  [lat.: "der erlangt hat"] Ein in eine esoterische Lehre Eingeweihter (z.B. in einem Mysterienkult, in eine Geheimgesellschaft, in die Alchemie oder in eine esoterische Tradition.)

Agent:  Der " Sender " einer telepatischen Information. Diese wird einem Perzipienten oder "Empfänger" übermittelt.

Ägyptisches Totenbuch:  Seit dem neuen Reich (1500 - 300 v. Chr.) in Ägypten bekannte Sammlung von Gebeten, Beschwörungen, Zaubersprüchen und Mythen, die sich auf den Tod und die Reise der Seele im Jenseits beziehen. Es handelte sich dabei um auf Papyrus geschriebene Texte, die dem Verstorbenen mit ins Grab gelegt wurden.

Akasha-Chronik [sanskrt.: akasha "Raumäther""] Akasha bezieht sich auf eine feinstoffliche Substanz, die den gesamten Kosmos erfüllen soll. Obwohl der Begriff Akasha aus dem indischen Raum stammt, geht die Idee der A.-C. nicht auf indisches Denken zurück. Sie ist in die esoterische Literatur eingeführt worden. Man gebraucht den Begriff A.-C. im Sinne eines Weltgedächtnisses, das alle Ereignisse der Welt "gespeichert" hat.

Alchemie:  [wahrscheinl. v. arab.: el kymia, welches "das schwarze Land" bedeutet und die Bezeichnung für Ägypten war.] Die Alchemie faßte im 12. Jhd., beeinflusst von gnostischen Lehren (Gnosis) und von Aristoteles, in Europa Fuß. Die Alchemie gilt vielfach als die esoterische Disziplien (Esoterik) und der Versuch, die Botschaft der Smaragden Tafel des Hermes zu verwirklichen. Die Alchemie vertritt den hermetischen Gedanken, daß alles in dieser Welt letzlich eins sei und ein und demselben Grundstoff entstammte. Die Alchemie ist eine Technik der Einweihung, deren Endziel die Vereinigung des Menschen mit seiner ursprünglichen (göttlichen) Kraft ist.

Amnestisch/Amnesie:  [griech.: "Erinnerungsverlust"]  Vorübergehender völliger oder teilweise Verlust des Gedächtnisses. Durch Hypnose läßt sich eine Amnesie suggestiv (beeinflußend) hervorrufen und eine bereits vorhandene eventuell aufheben.

Animismus:  [lat.: von `anima` "Seele". ]   1.) Der Glaube an die Beseeltheit der Natur und Naturkräfte bei Naturvölkern sowie in Kultur-und Universalreligionen. Die Vorstufe des Animismus bildet der so genannte Animatismus, der Glaube an die Allbelebtheit . 2.) Die Parapsychologie versteht Animismus in Abhebung zum Spiritismus als die hypothetische Annahme, daß sämtliche paranormale Phänomene auf Wirkung und Fähigkeiten lebender Personen zurück zu führen sind. Der Animismus ist fast ausschließlich die Grundlage der experimentiellen Psi-Forschung.  

Apokryphen:  [griech.: "verborgen"] Im hellseherischen Sprachgebrauch geheim gehaltene heilige Bücher  religiöser Literatur, die nicht in den Kanon heiliger Texte aufgenommen wurden.

Apport:  [frz.: apporter] Herbeischaffen von Gegenständen auf physikalisch (noch) nicht erklärbare Weise. Häufig bei Fällen von Spuk. Apporte gehören zu den umstrittensten Psi-Phänomenen.

Askese:  auch Aszese. [griech.: "Übung", "Verzicht"] Freiwilliger Verzicht auf sinnliche Genüsse, meist auf Grund spiritueller oder religiöser Überzeugung.

Astralkörper:  [auch Siderischer Körper] In der okkulten Literatur der "feinstoffliche" (subtile) Körper, den jeder Mensch zusätzlich zum "grobstofflichen", pysischen Körper besitzt. Sensible geben oft an, den Astralkörper erkennen oder als farbige Aura wahrnehmen zu können. So genannte außerkörperliche Erfahrungen wurden als Reisen mit dem Astralkörper beschrieben.

Audition [lat.: audire "hören"]  Auditives Gegenstück zur Vision. Hören geistiger Stimmen und von Musik. Oft von Mystikern berichtet und in religiösem Kontext(=sprachlicher Zusammenhang) als "Gerufen werden" in Zusammenhang mit der Erwählung zu prophetischem Auftrag beschrieben.

Aura [lat.: "Luft", "Hauch", "Schimmer".]   1.) Der griech. Philosoph Empedokles nannte die ausströmende Substanz des Geistes Aura. 2.) Von Sensitiven häufig behauptete farbige Lichtwarnehmung um den Körper oder Körperteile eines Menschen. Aurasichtige Menschen sollen anhand der Farben der Aura  über den physischen und psychischen Zustand der Person Aussagen machen können.

Außerkörperliche Erfahrung (AKE) oder engl. auch "Out-of-body-Experience".(OBE). Veränderter Bewußtseinszustand, in dem sich der Erlebende außerhalb seines pysischen Körper befindlich erfährt. A.E. werden häufig als Bewußtseinsreisen beschrieben, wobei das Besondere an ihnen die Fähigkeit ist, über entfernte Orte Wahrnehmungen zu haben.

Automatisches Buchstabieren:  Buchstaben sinnvoller Texte durch geeignete Instrumente (Glasrücken, Pendel, Ouija-Board, Planchette) als Folge unwillkürlicher Muskelbewegung, für die das Bewußtsein amnestisch ist.

Automatisches SchreibenSchreiben sinnvoller Texte, für die das Bewußtsein zumeist amnestisch ist und deren Produkt als fremdgesteuert erlebt wird.

Automatismus:  [griech.: "ein sich selbst Antreibendes"] Nicht bewußte (Muskel-)Handlung.

Autosuggestion:  [lat.: suggere "eingeben"] Bewußte oder unbewußte Selbsteinredung.

Avatar [skrt:. ava "hinab", tri "hinübergehn"] Bei herabgekommener göttlicher Kraft, die Inkarnation eines Gottes. Im esoterischen Sprachgebrauch ist  mit Avatar zumeist allgemein eine "göttliche Inkarnation" gemeint und denotiert eine sehr hoch entwickelte spirituelle Persönlichkeit.

                                        

Bannen:  Magische Praktik des Volksglaubens. 1.) Bannen durch Wort oder Handlung: "Fixieren" einer Person oder eines Gegenstandes ohne physischen Kontakt. Erst die Lösung des Bannspruches ermöglicht die Bewegung. 2.) herkömmliches Geschehen (Spuk) von einem Ort bannen.

Beschwörung Magisches Wirken auf die "Geisterwelt" in einem rituellen Kontext. Zumeist wird eine Beschwörung zum Zweck der Invokation eines Geistes unternommen, wie etwa in den einleitenden Passagen von Goethes Faust I  dargestellt.                                       

Besessenheit:   veränderter Bewußtseinszustand, in dem sich der Erlebende von einer fremden Macht    "in Besitz genommen" fühlt. Besessenheitszustände werden u.a. in Trancekulten hervorgerufen. Während der Besessenheits-Trance (Trance) verliert der Erlebende sein gewöhnliches Verhältnis zu seinem "Ich". In der christlichen Religionsgeschichte begegnet uns das Phänomen der Besessenheit als Besessenheit von Teufeln und Dämonen. Man erkennt Besessenheit nicht nur an obszönen Äußerungen, sondern vor allem an den paranormalen Fähigkeiten, einschl. des Sprechens einer fremden Sprache. In diesem Kontext (=sprachlicher Zusammenhang) werden Besessene einem Exorzismus unterworfen

Bewußtes Sterben:  Die tibet. Tradition strebt danach, das Sterben wie das Leben bei vollkommenden Bewußtsein zu erleben. Das Wissen um das Sterben und das Jenseits und die Anweisungen für das B.S.  wurden im 8. Jh. im Tibetischen Totenbuch niedergelegt.

Bewußtsein:  Bezugsmittelpunkt des bewußten Erlebens. Im B. sind 3  B.momente enthalten: 1.) der B-Inhalt (Wahrnehmung, Gefühl, Denken), 2.) die Erfahrung ds Erlebens, 3.) die Erfahrung des Ichs (Selbstbewußtsein)

Bilokation:  [lat.: bi "zwei" und lotus "Ort"]   Das angebliche Vermögen körperlich an zwei oder mehreren Orten zu gleicher Zeit anwesend zu sein.

Brahma:  [skrt.] Hindu-Gottheit. Weltschöpfer in der Götterdreiheit Brahma, Vishnu, Shiva.

BuddhismusDie von dem historischen Buddha im 6. Jhd. v. Chr. gestiftete Religion. Der Buddha erklärte die scheinbare Individualität des Menschen, sein Selbst, als nicht wirklich; es stelle lediglich eine Abfolge von Bewußtseinsmomenten dar. Die Lehre von den " 4 edlen Wahrheiten" ist Ausgangspunkt des Buddhismus.

                                                                                       

Call:  engl.: "Ruf". Nennung eines Symbols bei statistischen Psi-Experimenten (ursprünglich Nennung der Symbole der Zener-Karten)

Charisma [griech.: "Gnadengabe"] theologisch: eine dem Einzelnen vom Geist Gottes verliehene besondere Gabe (z.B. Heiligkeit, Hellseher, Prophetie) Umgangssprachlich: mit außergewöhnlichen Eigenschaften einhergehende besondere Ausstrahlung.

Chresmologe:  In der Antike der Eperte in allen Fragen die das Orakel betreffen.

                                                                                    

Dämon:  Im anchaischen Griechenland die Gottheit, insbesondere als Schicksalsmacht. In späterer Zeit ein göttliches Wesen, aber nicht ein Gott selbst. In der Gnosis ein engelhaftes Wesen. Im frühen Christentum wurden die heidnischen Götter mit bösen Dämonen identifieziert.

Divination:  [lat.: divinus "göttlich" bzw. divinato "Ahnung", "Weissagung", "Sehergabe"]  Antike lateinische Bezeichnung für das Spektrum der ASW-Phänomene. In Griechenland hieß die Divination "mantike" und der Seher "mantis"

Druide:  [griech.: drus "Echse"] Keltische Priester und Wahrsager mit schamanischen Wurzeln. Die Druiden zelebrieren ihre Kulturhandlungen immer in Wäldern und ihre Altäre standen stets in der freien Natur.

                                                                                             

Einweihung siehe Initiation

Ekstase:  [griech.: ekstasis "aus-sich-heraustreten"] Bewußtseinszustand, in dem ein Individium sich selbst nicht mehr (allein) mit seinem eigenen Körper identifiziert. Dieser Zustand erreicht in seiner extremsten Form die mystische Vereinigung mit Gott bzw. dem höchsten Wesen (unio mystica) Ekstase ist aus dem Schamanismus, aus den dionysischen Kulten sowie zahlreichen religiösen Systemen und im Bereich der christl. Mystik bekannt.

Elementale:  lat.: Naturgeister. Nach magischer Vorstellung sind diese den Elementen zugeordnet (Feuer: Salamander, Wasser: Udinen, Erde: Gnome) und können durch Beschwörungen dienstbar gemacht und gezwungen werden, sich zu offenbaren.

Elementargeist:  1.) Synonym für Elementale, 2.) Geister Verstorbener, die auf eine Ebene unterhalb der Menschlichen herabgesunken sind.

Engel:  [grich.: von aggelos "Bote". ]  In verschiedenen Religionen Geisterwesen, die in der himmlischen Hierachie als Helfer und Boten zwischen Gott (bzw. den Göttern) und den Menschen dienen.

Erscheinung:  Im Sprachgebrauch der Parapsychologie eine paranormale Manifestration: ein visueller paranormaler Eindruck (z.B. in Form einer Halluzination) oder ein (vielleicht) materielles Phantom.

Esoterik [griech.: esoteros "innerlich""]  Das in sich gekehrte religiöse oder wissenschaftliche Wissen (geheimes Wissen), die Geheimlehre. Zugang und Weitergabe dieses Wissens ist einem ausgewählten Kreis vorbehalten. Esoterik ist eine jahrtausend alte Tradition der Menschheit, die versucht auf Ebene der persönlichen Erfahrung (Initiation) die Geheimnisse unseres Daseins erlebbar zu machen. Im eigentlichen Sinn kann Esoterik weder gelehrt noch erlernt werden, sondern allein erlebt oder gelebt werden. Deshalb verbindet jede esoterische Tradition eine Reihe von Übungen, Prüfungen und Lebensweisen.

Exequin (oder auch Eksequin): Bestattungszeremonien.

Exorzismus:  griech.: "exorkizien" ( " Dämon abwehren "). Ursprünglich die Beschwörung von Geistern und Dämonen, um sie herbei zu wünschen oder fern zu halten. Im Speziellen das Vertreiben von Dämonen, die von einem Menschen Besitz ergriffen haben.  In der Regel von einem Priester vorgenommen. Im Neuen Testament als eine von Jesus gepflogene Handlung dargestellt und entsprechend in den christlichen Ritus übernommen. (z.B. bei der Taufe)

Exoterik:  [griech.: exoterikos "öffentlich"] Das zugängliche (nicht geheime) Wissen. Komplementärbegriff zur Esotorik. Exoterik = nicht Initiierten zugängliche Schriften.

                                                                                     

Feinstoff:  Hypotetische Substanz von geringerer Dicke als gewöhnliche Materie.

Fokusperson:  in einem Fall personenbezogenen Spuks, die Person, um die sich die meisten R.S.P.K.-Phänomene ereignen, die im Zentrum des Geschehens steht.

Freimaurer:  Nach den Idealen der Aufklärung im 18. Jhd. begründetet (Männer-) Gesellschaft, die sich den Grundsätzen der Humanität, Toleranz und den Gedanken einer, die Gesellschaften, Nationen und Religionen überschreitene Bruderschaft verschrieben hat. Die Freimaurer berufen sich auf die alten Traditionen esoterischer Bruderschaften. Die Aufnahmeriten (Initiationen) mit ihrem geheimnisvollen symbolischen Charakter sind Vorstellung von antiken Mysterienkulten entlehnt

                                                                                        

Geheimbund:  verbreitete Gesellschaftsform mit restrikirem  (Restriktion = Beschränkung, Vorbehalt) Zugang bei zahlreichen Naturvölkern. Vielleicht Relikte von Vorfahren der geheimen Mysterienkulte  (Freimaurer).

Geist/Gespenst:  Im Volksglauben ein Spuk hervorgerufendes "Wesen", das bisweilen schemenhaft als Erscheinung wahrgenommen werden kann.

Geisterheilung auch: psychisches oder paranormales Heilen. Außerschulmedizinisches therapeutisches Verfahren, bei dem ein Heileffekt durch geistigen oder paranormalen Einfluß erzielt werden soll. Wichtig ist vor allem der Glaube an die Möglichkeit der Heilung.

Gläserrücken:  Variante des autom. Buchstabierens. Im Kreis sind auf dem Tisch die Buchstaben des Alphabets geordnet. Sitzungsteilnehmer legen einen Finger auf ein ungestülptes Glas, das durch unwillkürliche Muskelkontraktionen in Bewegung gerät. Die berührten Buchstaben ergeben oft sinnvolle Aussagen. Als Methode, das "Unbewußte zum Sprechen zu bringen", auch von Parapsychologen eingesetzt.

Glossolalie:  [griech.: glossa "Zunge" , lalein "reden"]  Sprechen von scheinbar unbekannten Sprachen. Es handelt sich allerdings nur um Pseudo-Sprachen. Tatsächliches Sprechen fremder, dem Sprechenden unbekannte Sprachen, wird Xenoglossie genannt.

Gnom Kobold, Zwergenwüchsiger Elementargeist. Etymologisch vielleicht vom griechischen: genomoi "Erdbewohner" abgeleitet.

Gnosis: [ griech.: "Erkenntnis"] Der esoterische Gehalt innerhalb eines bestimmten Religionssystems. In der Gnosis Kosmologie ist das göttliche Urwesen unerkennbar, nicht gezeugt und nicht geboren. In der christl. Gnosis ist Christus ein Gottgesandter, ein so genannter Avatar.

Gottesurteil:  Anrufung einer höheren Macht als Schiedsgericht zur Ermittlung einer Schuld in Zusamenhang mit lebensgefährlichen Prüfungen (Feuer-, Blut-, und Wasserprobe)

Göetrie:  [griech.: goeteia "Zauberei"]  Beschwörung dunkler, dämonischer Mächte, die Schwarze Magie. (Nekromantie, Schwarze Messe, Nigromantie]

Gral:  (auch der heilige Gral) Je nach Überlieferung ein Objekt (ein Stein oder Gefäß), das göttliche Kraft verleiht (siehe auch König Artus im Forum)

                                                                                             

Halluzination:  [lat.: von ´alucinari` "faseln" , "träumen". ] Sinnestäuschung ohne auslösenden sinnlichen Stimulus (im Gegensatz zur Illusion). Halluzinationen werden unterschieden in: optische, akustische, haptische (Berührungshalluz.), olfaktorische, kinästhetische Halluzinationen der Geschmackswahrnehmung und der Leibgefühle.

Heilen:  siehe Geisterheilung

Heilige etymologisch. von heilen, heil, ursprgl. "schön", "gesund" , "ganz". In Religionswissenschaftlicher Sicht die Wirklichkeit des Guten in Vollendung und unantastbarer Reinheit.

Heilschlaf:  Altgriech. therapeutische Methode des Tempelschlafs. Körperlich und geistig Kranke kommen in den Äskulap Tempel, um dort zu schlafen und gottgesandte Träume zu erhalten, die durch die Deutungen der Priester therapeutisch wirksam werden.

Hellsehen:  1.) umgangssprachlich für ASW   2.) Die Parapsychologie definiert Hellsehen als außersinnliche Wahrnehmung eines objektiven Tatbestandes, von dem niemand Kenntnis hat.

Hermes Trismegistos:  [griech.: "der dreifach große Hermes"]. In hellenischer Zeit erfundener sagenumwobener großer Weiser (mit dem ägypt. Gott "Thot" identifiziert). Hermes T. wurden zahlreiche religiöse, magische, alchemische apokrypte Schriften zugeschrieben. Er gilt als geistiger Vater der Hermetik und Alchemie.

Hexe:  wahrscheinlich vom altdt.: `hagazussa´ "Zaunreiterin". Bezeichnung für Frauen, seltener Männer, denen Zauberische Fähigkeiten nachgesagt werden. Erst im Spätmittelalter in Zusammenhang mit der Inquisition und der Kenntnis psychoaktiver Kräuter bildete sich das bekannte Bild der Hexe, die durch Verwendung von Kräutern Hexenflüge zum Hexensabbat unternahm. (mehr dazu im Forum)

Hexensabbat:  Ort, an dem Hexen ihre teuflischen Riten abhielten.

Hexensalbe:   Ein aus wecheselnden , zum Teil pharmakologisch wirksamen Bestandteilen erzeugtes Mittel, das für bestimmte Phänomene des Hexenwesens verantwortlich gemacht werden; insbesondere der Hexenflug. Zu den wichtigsten Ingredinzien zählten die Nachtschattengewächse wie Mandragora, Bilsenkraut, Tollkirsche und Stechapfel.

Hiereus:  [griech.: Opferpriester] Aufgabe des H. war es, die aus dem Opfer entstehende Omina (siehe Omen) zu deuten.

Hinduismus [pers.:] Der im Westen eingeführte Name für eine vor allem in Indien verbreitete Religionsform, die auf die Veden (veda) zurückgeht und ihren eigentlichen Ausdruck im Vedanta findet. Der Hinduismus entwickelte sich mit einer Vielzahl von Sekten seit den letzten Jahrhunderten v. Chr. bis etwa 1.000 n. Chr. Zentral ist der Begriff des Karma und die Vorstellung der Reinkarnation. Das Ziel der Erlösung ist die Befreiung aus dem Rad der Wiedergeburten. Die Schonung alles Lebendigen (ahimsa) gilt als eine der wichtigsten ethischen Vorschriften. Kennzeichen des Hinduismus auf sozialem Gebiet ist das  Kastensystem.

Hypnose:  [griech.: von  `hypnos` "Schlaf".]  Ein künstlich durch bestimmte Techniken herbeigeführter veränderter Bewußtseinszustand.

                                                                                        

Ideomotorische Bewegung:  (auch Carpenter-Effekt). Von dem engl. Pysiologen W.B. Carpenter (1813-1885) beobachteter Effekt, wonach die Vorstellung von Bewegungen unwillkürliche Bewegungen nach sich zieht (wie z.B. beim Tischerücken o.ä.) Motorische Automatismen, wie das Glasrücken, das autom. Schreiben, das Pendeln, beruhen auf der ideomotorischen Bewegung.

I-Ging/ I-Ching:  ältestes und bedeutendstes Orakelbuch der Menschheit. Mit Stängel oder Münzen warf man das Orakel, dessen Sinn man im Buch nachlesen konnte. Das Einmalige an I-Ging ist die psychologisch tiefsinnige Interpreatation der geworfenen Orakel.

Illusion: [ lat.: von `illudere` "vortäuschen" ] Wahrnehmungstäuschung. Falsche Auslegung von Sinneseindrücken. Im Gegensatz zur Halluzination wird ein objektiv vorhandener Reiz fehlerhaft gedeutet.

Imagination:  [lat.: imago "Bild", "Abbild"] Im Gegensatz zum abstrakten (unserem) Denken, das Vermögen bildhaft anschaulichen Vorstellens und die Vorstellung selbst. Die Fähigkeit zur Imagination scheint vor allem  für den Prozess der Kreativität wichtig zu sein.

Induktor [lat.: inducere "hineinführen"]  Gegenstand, der den Sensitiven mit dem Eigentümer des Objektes in ASW-Verbindung bringen soll. (auch psychischer Induktor genannt, kann z.B. ein Füller oder ähnlich banales sein)

Initiation:  [lat.: "Einweihung"] . Rituelle Aufnahme in einen Geheimbund nach dem Meistern von bestimmten Stufen der Vorbereitung, Reinigung und Entwicklung. Die Initiation wird erlangt in sogenannten "Durchgangsriten" und des "Initiationstodes". Bei den Naturvölkern die rituelle Aufnahme vom Jugendlichen in die Erwachsenenwelt. Die alte, profane Form "stirbt" um der neuen, erwachsenen Platz zu machen.  

Inkarniert: [ lat.: "Fleischwerdung".]   1.) Das Annehmen einer menschlichen Hülle, einer Seele oder eines Geistes (Reinkarnation). 2.) im speziellen theologischen Verständnis die Menschwerdung Christi.

Inkubation:  [lat.: "Ausbrüten"]  In der Psychologie größenteils unbewußt ablaufender Prozess der Neuorganisation von seelischem Material (persönliche oder intelektuelle Probleme), der die nachfolgende bewußte Problemlösung für den Erlebenden oft auf überraschende Weise erleichtert.

INS:  "inside-the-skin"

Invokation [lat.: "Anrufung".] Ursprünglich die Anrufung eines göttlichen Namens. In der Magie das rituelle Ansprechen (=Beschwörung) und Herbeirufen von geistigen (dämonischen) Mächten, um mit diesen Kontakt aufzunehmen.

Islam:  von Mohammed gestiftete Weltreligion, die sich als Vollendung der jüd. und christl. Religion versteht.

ITK:  Abk.: für Instrumentelle Transkommunikation (z.B. bei Tonbandstimmen, mehr dazu und versch. Fälle im Forum)

                                                                                       

Jainismus:  Indische Erlösungsreligion, die sich aus der anti-brahmanischen Asketenbewegung der Sramanas entwickelte und einem Zeitgenossen Buddhas als Mönchsorden organisiert wurde.

Jenseits:  Vorstellung von einem "Aufenhaltsort" der Seele oder des Menschen nach seinem Tode.

Judentum:  Das Judentum hält an best. Grundlehren fest: Gottes Einheit und Einzigkeit. Der Mensch steht Gott ohne Mittler gegenüber, die Welt ist Gottes Schöpfung. Ziel der Menschheit ist das messianische Gottesreich des Friedens, der Liebe und der Gerechtigkeit.

                                                                                     

Karma:  [skrt.: "Tat"]  Das Gesetz der folgenwirkenden Tat, demzufolge jede Handlung (einschl. Denken und Fühlen) das weitere Lebensschicksal und die nächste Geburt bestimmt. Vorstellung aus dem Bereich des Hindu, Buddha und Jainismus, wonach der Mensch nach dem Tode entsprechend seiner Taten auf die Erde oder anderswärts als Pflanze, Tier, Mensch, Gott oder in anderer Weise wieder geboren wird.

Kirlian-Fotografie:  Von dem sowejetischen Ehepaar Kirlian entwickeltes Verfahren, Objekte unter Hochfrequenzströmen zu fotografieren. (z.B. Geister usw.)

Klopfgeist:  Im Volksglauben ein Geist, der sich durch Klopfzeichen bemerkbar macht.

Kobold:   Im Volksglauben neckender, trickhafter Spukgeist (Poltergeist)

Konfabulation: [lat.: confabulari "schwätzen"] Fantastisch ausgeschmückte Erzählung über ein Ereignis. Häufig beobachteter Sachverhalt bei Aussagen von Spukbetroffenen (Spuk, Fokusperson).

Kontrollgeist:  Auch Geisterführer. Eine sich durch ein Medium kundgebende "Person", die als Kommunikator dient, paranormale Inhalte vermittelt oder psychokinetische Effekte bewirken soll. Der Spiritismus sieht im Kontrollgeist zumeist den Geist eines Verstorbenen oder einem nie inkarnierten Geist höherer Entwicklungsebene. Der Animismus hält den Kontrollgeist für abgespaltete Seelenteile, die als eigenständige Person agieren, vergleichbar einer multiplen Persönlichkeit.

Kristallvision:  [auch Kristallomantie] Provozieren von visuellen Halluzinationen durch das Betrachten von Spiegeln, gefüllten Wasserschalen, Fingernägeln, spiegelnden oder durchsichtigen Körpern (z.B. Kristallkugel). Es handelt sich bei Kristallvisionen um einen senorischen Automatismus, durch den gelegentlich ASW-Inhalte ins Bewußtsein gehoben werden.

Kult[lat.: colere "pflegen"] Ursprünglich die äußere Form der Verehrung des Heiligen., der Gottheit, in Opfer und Gebet. Religiöse Handlung , auch als Begriff für eine religiöse Gruppierung verwendet.

                                                                           

Lama:   [tibet.: wörtl. "Höherstehender".] Ein religiöser Meister im tibetanischen Buddhismus. Der Schüler bringt Verehrung entgegen, weil sich in ihm die buddhistische Lehre unverfälscht verkörpert.

Levitation/Autolevitation: [ lat.: von ´levitas` "Leichtigkeit".]  Das sich Erheben oder Schweben von Gegenständen ohne physikalisch erklärbare Ursache. Auch das Schweben von Personen.

Lichtmedium:  Medium, das psychokinetische Effekte in Sitzungen bei Tages-oder Kunstlicht hervorbringt. Zu den bekanntesten Lichtmedien zählen Daniel Dunglas Home, Eusapia Paladino, Maria Silbert und Henry Slade.

Liturgie:  Die Gesamtheit der offiziellen gottesdienstlichen Handlungen in den christl. Kirchen.

Liturgik:  Liturgiewissenschaftlich eine Disziplin innerhalb der kath. und evangel. Theologie, deren Aufgabe es ist, das gottesdienstliche Leben in seinen kult. Grundformen zu erforschen und die Bedeutung der Liturgie und ihren konkreten Vollzug darzustellen.

LSD:   Abk.: für Lysergsäure-Diäthylamid, in den 40er Jahren von Albert Hoffmann als synthetische Substanz entwickelt, die zu Illusion und Halluzination führt. Der amer. Forscher Stanislav Grof hat die Bedeutung von LSD für die Psychotherapie und der Erkundung des Unterbewußtseins erkannt.

                                                                                        

Magie:  [griech.: "Zauberei". ]  Die Kunst der Magier. In der allgemeinen Form das Wissen um die Kräfte der Seele und ihre bewußte Anwendung.

Magier:  Stamm der pers. Meder. Von Herodot im 5. Jhd. v. Chr. beschrieben. Die Magier waren für Traumdeutungen, astrologische und okkulte Kenntnisse bekannt.

Mantik:  [griech.: mantike "Wahrsagekunst"] In der Antike Kunst, das Verorgene und Zukünftige sowie den Willen der Götter in Erfahrung zu bringen. Mantike und Divination sind die gebräuchlichen Begriffe, um den Gesamtkomplex von Wahrsagerei zu bezeichnen.

Materialigation:  [lat. Kunstwort "Verstofflichung"] Die Materiewerdung einer Erscheinung, sodaß sie objektiv feststellbar ist. Sehr umstrittenes Phänomen.

Maya(das Volk):  indian. Stammes - und Sprachgruppe. Ihr Höhepunkt lag etwa 300 - 850 n. Chr. In zahlreichen Orten in Mittelamerika entstanden Zeremonialzentren mit großen, durch Hieroglypheninschriften genau datierten Steinmonumenten (Stelen). Heute hat diese Kultur die Kenntnisse von damals verloren bzw. praktiziert diese nicht mehr.

Maya:  [skrt.: urspr. "Macht", "Kraft"]  Indischer Begriff, der zunächst für Zauberkraft später in philosophischem Zusammenhang als Illusion, Täuschung stand. Maya bedeutet den illusionären Zustand der sinnlich-wahrnehmbaren Wirklichkeit und Existenzform, des "normalen" Verstandes und der Wahrnehmung. Der Zustand des Nichtwissens (avigya) ist der Grund für Maya.

Medium:  [lat.: "Der Vermittelnde".] Im Spiritismus ein Mensch, der als Mittler für Geister fungiert und Kontakt zu den Lebenden herstellt. Das Medium befindet sich dabei  meist in Trance.

Metempsychose: [ griech.: "Seelenwanderung".]  Reinkarnation,Wiedergeburt.

Mimikry:  griech.: "Nachahmung". Die Fähigkeit vor allem von Schauspielern, in Ereignissen "aufzugehn", um das Wirkliche zu interpretieren. Mimikry bezeichnet den Zustand, in dem die Unterscheidung zwischen Subjekt und Objekt zusammenbricht und die Person sich mit ihrer Wahrnehmung identifiziert. Dieser Bewußtseinszustand wird deshalb auch "partizipierendes Bewußtsein" genannt.

Myste:  ein in einem Mysterienkult Eingeweihter.

Mysterienkult:  Geheime religiöse Feier, die auf Einweihung basiert.

Mystik:  [griech.: myein "Mund und/oder Augen schließen"]   1.) Ursprünglich gelegentlich für Geheimlehre, Okkultismus.  2.)  Sammelbegriff für Erkenntnisformen, in denen die unmittelbare Begegnung mit der Transzendenz im Mittelpunkt steht (mystische Erfahrung).

Mystische Erfahrung:  [griech.: myein "Mund und/oder Augen schließen"] Die eigentlich "unbeschreibbare" Erfahrung der Vereinigung mit Gott, dem höchsten Wesen, die mit dem Gefühl der Transzendenz der Raum-Zeit verbunden ist. Gleichgültig, ob mystische Erfahrung durch Meditation, Yoga, Askese, Drogen, spontan oder durch andere Mittel zu Stande kommt.

Mythos [griech.: "Wort", "Aussage", "Erzählung".] Die als zeitlose Gegenwart erscheinende Aussage über die Zusammenhänge der Welt. Mythos bildet das Selbstverständnis eines Stammes oder einer Gesellschaft hinsichtlich der Herkunft des Menschen in der "Zeit vor der Zeit". Das Wort Mythos wird in verschiedenen Worten verwandt: 1.) umgspr.: für falsche Behauptung, 2.) als Bildhafte Erzählung, die im wörtlichen Sinn unwahr ist, aber eine emotionale Wahrheit ausdrückt, 3.) als Antwort auf onotologische Grundfragen des Menschen, 4.) als Geschichte der Seele

                                                                                            

Nah-Todeserfahrung/Todesnähe:  Von der Thanatologie untersuchte Klasse von Erlebnissen reanimierter klinisch Toten. Im Zentrum der N-T. steht eine außerkörperliche Erfahrung, der Flug durch einen Tunnel, die Begegnung eines Lichtwesens, das Eingehülltsein von einem Gnade und Liebe entströmenden Licht und das paranormale Erlebnis. Es ist umstritten, ob die N-T. als Hinweis auf ein geistiges Überleben des physischen Todes gewertet werden können.

Nekromantie:  [griech.: nekros "Leichnam"]  Totenbeschwörung zu wahrsagerischem Zweck.

Numinose:  auch: das Numen. Von Rudolf Otto abgeleiteter Begriff, der die geheimnisvolle Anwesenheit eines gestaltlos Göttlichen bezeichnet. Das Numen steht für die Sphäre des Heiligen, die mit keiner Erscheinung vergleichbar ist.

                                                                      

Okkultismus:  [lat.: von occultum "das Verborgene"]  Nicht wissenschaftliche Formen der Beschäftigung mit dem Gesamtgebiet "übersinnlicher" und "übernatürlicher" Kräfte und Wirkungen. Der Okkultismus akzeptiert kritiklos zahlreiche Grenzphänomene, welche die Parapsychologie mit wissenschaftlichen Methoden zu entschlüsseln versucht. Im O. werden auch regulär okkulte Praktiken (automatisches Schreiben, autom. Buchstabieren, Tischerücken) zum "übersinnlichen Informationsgewinn" betrieben.

Omen:  [lat.: "Vorzeichen"]  Ein Objekt oder eine Gruppe von Objekten bzw. ein Sachverhalt, dessen Deutung ein positives oder negatives Urteil über ein bestimmtes zukünftiges Ereignis beinhaltet. Grundlage der Deutung von Omina (Mz. von "Omen") sind zufällige Arrangements, die der Kundige nach Entsprechungen u.ä. zu deuten wußte.

Orakel:  [ lat.: ´oraren` "beten" , "vortragen".] Ein spezielles Weissagungs-Verfahren. Das Orakel kann um Verborgenheit, Unbekanntes, Zukünftiges usw. befragt oder um einen Rat in schwierigen Entscheidungen gebeten werden. Orakel.-Medien treten in einen veränderten Bewußtseinszustand, um die Antwort Gottes zu empfangen. Ein Spezialist (ein exegetes) übersetzt für den Klienten. Manchmal wird das Orakel-Medium selbst (z.B. in Tibet) als Orakel bezeichnet.

Ouija-Board:  [Kunstwort aus frz.: oui "ja", dem dt. "Ja" und dem engl. board " Brett"]  Apparat zum autom. Buchstabieren. Eine Holztafel mit den Buchstaben des Alphabets, den Zahlen 0 - 9 und den Wörtern "Ja" und "Nein".

                                                                                            

Paranormal:  Eigenschaft der Phänomene, welche die Parapsychologie untersucht.

Paranormales Erlebnis Teilerlebnis während einer Nah-Todeserfahrung. Bei so genannten Sterbebett-Visionen, in lebensgefährlichen Situationen und bei der Nah-Todeserfahrung sieht der Erlebende sein Leben wie in einem Film in hoher Geschwindigkeit an sich vorbeiziehen.

Parapsychologie Wissenschaft, welche die Phänomene der aussersinnlichen Wahrnehmung und Psychokinese untersucht.

Penetration:  [lat.: penetrare "durchdringen"]  Durchdringen von Materie durch Materie. Von Spuk, medialen Sitzungen und modernen Untersuchungen von PK-Begabten (Psychokinese) berichteter, physikalisch noch ungeklärter Vorgang.

Perzipient[ lat.: von ´percipiare` "ergreifen", "wahrnehmen".]  Der "Empfänger" eines ASW - Inhaltes.

Poltergeist:  Ursprgl.: Ausdruck für Spuk.. In der engl. Fachliteratur als deutsches Fremdwort für " Spuk" gebraucht.

Präexistenz:  Existenz vor der aktuellen irdischen Existenz. Entweder stellt man sich den P. vorangegangener Wiedergeburten oder als nicht inkarnierte Existenz in einer anderen Seinsebene (Jenseits, Himmel usw.) vor.

Präkognition:  [ lat.: von ´prae` "voraus" und  ´cognoscere` "erkennen".] Das Vorherwissen zukünftiger Ereignisse, ohne daß zum Zeitpunkt der Vorhersage zureichende Gründe für das Eintreffen der Vorhersage vorhanden sind und ohne, daß das vorhergesagte Ereignis als Folge der Vorhersage eintritt.

Priester [griech.: presbyteros "der Bevollmächtigte"] Stellvertreter der Gemeinde für die kultische und rituelle Kommunikation mit Gottheiten. Priester müssen für ihren Sonderstatus gewöhnlich strenge Reinigungsgebote einhalten. Im Gegensatz zu den Schamanen folgen die Priester den Anweisungen ihrer heiligen Bücher und jeweiligen religiösen Liturgien.

Prophet:  Weissager (siehe auch "Prohetie")

Prophetie:  [griech.: propheteia "Weissagung"] Präkognition in einem religiösen Kontext.

Prozession:  feierl. Umzug um ein Heiligtum oder zu einem Heiligtum, auch um ein best. Gebiet, für das man besonderen Segen erbittet.

PSI:  Sammelbezeichnung aller paranormalen Fähigkeiten. Der Begriff wurde 1943 von Robert Thouless und H.P. Wiesner vorgeschlagen und angenommen. Man spricht heute allgemein von Psi-Forschung und Psi-Phänomenen. (versch. Fälle dazu im Forum)

Psychoaktiv  Auf die Seele wirkend. Als psychoaktive Substanzen werden pflanzlich und synthetisch hergestellte Mittel bezeichnet, deren Einnahme eine psychedelische Wirkung hervorruft.

Psychedelisch:  [griech.: von `delosis` "Enthüllung" "Die Seele offenbahrend".]  Eigenschaft eines veränderten Bewußtseinszustand, der sich durch gesteigerte Sensibilität, Wahrnehmungsvielfalt und Bewußtseinsklarheit auszeichnet.

Psychemetrie:  [griech.: "Seelenmessung"]  Aussersinnliche Wahrnehmung unter Zuhilfenahme eines psychischen Induktors.

Psychischer Induktor:  Gegenstand, der einen Sensitiven befähigt, mit dem Besitzer oder einer Person in ASW-Kontakt zu kommen, die mit diesem Gegenstand in (emotionale) Berührung gekommen ist. Ob dem Gegenstand selbst eine bestimmte Information anhaftet oder aber der P. I. nur als paranormales Assozialitions - Instrument dient, ist ungeklärt.

Psychokinese:  [PK v. griech.: kinein  "bewegen".] Eine Naturwissenschaftlich zur Zeit noch nicht erklärbare psychisch ausgelöste Einwirkung auf materielle Systeme. (Bewegung von Möbeln, usw.)

                                                                                      

RSPK:  Abk.: Recurrent Spontaneous Psychokinesis

Reading:  [engl.: "Lesung""] Konsultation und speziell die Aussage eines Wahrsagers oder Sensitiven für einen Klienten.

Reinkarnation:  [lat.: "Wiederfleischwerdung".] Lehre von der Wiedergeburt. Vorstellung, daß sich die Seele der Menschen nach dem physischen Tod wieder in einer materiellen Form inkarniert. Die Idee der Reinkarnation geht davon aus, daß Individualität erhalten bleibt und unvergänglich ist, während die Persönlichkeit ständigem Wandel unterworfen ist.

Religion [lat.: relegere "sorgfältige Betrachtung" auch: religari "rückbinden"] Im Sinne der Religionsphänomenologie die Überschreitung der mit den Sinnen erfahrebaren Welt zu einem dem Dasein und der Welt sinngebenden Jenseits.

REM-Phase:  Schlafphase, in der rasche Bewegungen der Augen auftreten. In der R.P. treten gewöhnlicherweise Träume auf.

Ritual/Ritus:  [lat.: ursprünglich von "skrt.rta" ( Wahrheit, Recht ).]   1.) Religion: Liturgische Einzelhandlung, 2.) In nicht-religiösem Kontext: Alltagshandlung, die einen psychischen oder gesellschaftlichen, oft zwanghaften Muster folgen.

Rituale Romanum:  Liturgisches Handbuch der römisch katholischen Kirche, 1614 von Papst Paul V. zusammen gestellt. In R.R. finden sich die Riten der Sakramente und Sakramentalien, der Prozession, Exequin und auch des Exorzismus.

Rosenkreuzer:  Nach den Schriften des schwäbischen Theologen Johann Valentin Andreae (1587 - 1654] eine imaginäre Bruderschaft, die sich auf einen Christian Rosencreutz beruft, der von 1378 - 1484 gelebt haben soll. Später bildeten sich Orden und esoterische Vereinigungen nach diesem Vorbild.

                                                                                           

Sakramente:  in der kath. Kirche v. Christus zu best. Gnadenwirkungen im Gläubigen eingesetzte Zeichen. Es gibt 7 Sakramente : Taufe, Firmung, Eucharistie, Buß-S., Krankensalbung, Priesterweihe, Ehe. Die ev. Kirche hat nur 2 v. Chr. selbst eingesetzte S.: Taufe und Abendmahl.

Satanismus:  Teufelskult. Eine relativ junge und seltene Kulturhistorische Erscheinung

Schamane:  (wahrscheinlich von [vedisch shram "Sich erhitzen"] Mittelpunkt einer Stammesgemeinschaft mit versch. Aufgaben: Heiler, Wahrsager, Therapeut, Politiker, Priester, Poet und Tradierer der Mythen. Der Schamane überwindet den Tod (durch Initiationskrankheit) und macht einem neuen, "unsterblichen" und gewissermaßen göttlichem Wesen Platz. Dadurch ist er fähig zu hexen und heilen, die Götter zu befragen, Riten zu leiten und durch Wissen ein weiser Ratgeber zu sein.

Schutzgeist:  Häufig spirituelle Bezeichnung für Kontrollgeist.

Schwarze Magie:  Magie durch Invokation böser Geister oder zum Zweck durch Zufügung von Schaden.

Schwarze Messe:  Ritual des Satanismus, der die christl. Messe perversiert. Die Satanisten glauben an die magische Kraft der Sakramente und machen sich diese durch geweihte Priester zu ihren schwarzmagischen Handlungen zu Nutze.

Séance:  [frz.: "Sitzung".]  Spiritistische Sitzung zur Herbeirufung Verstorbener. Allgemein auch für mediumistische Sitzungen, die nicht den Glauben der Teilnehmer voraussetzt.

Sekte (relig.) Gemeinschaft, die sich innerhalb einer Konfession um eine Sonderlehre gesammelt und mit der Verwerfung der gemeinsamen Glaubensgrundlage auch die äußere Trennung vollzogen hat.

Sender:  Der Agent in der Telepathie.

Sensitiver:  [lat.: sentire "fühlen", "empfinden" ] Person, die über ausgeprägte paranormale Fähigkeiten verfügt, spezielle ASW-Begabte Person.

Shiva [skrt.] Hindu-Gottheit, Teil der Götterdreiheit Brahma, Vishnu, Shiva.

Smaragdene Tafel:  Tafel, auf der Hermes Trismegistos die Grundgesetze des Kosmos eingraviert haben soll. Die Botschaft der S.T. gilt als Grundtext der abendländischen Esoterik. Sie kann in 4 Grundprinzipien zusammengefasst werden.

Spiritismus:  [ lat.: von spiritus "Atem", "Seele".] Vorstellung von der personalen Weiterexistenz nach dem physischen Tod und der Möglichkeit einer Kommunikation zwischen Verstorbenen und Lebenden, die meistens durch ein Medium hergestellt wird.

SPR:  Abk. für "Society for Psychical Research"

Spuk:  Wiederholt auftretende spontane psychokinetische Erscheinungen. Man unterscheidet unter dem "Ortsgebundene Spuk" - Erscheinungen treten oft über Jahrzehntee oder Jahrhunderte an einem Ort auf - und dem" Personengebundene Spuk" - Erscheinungen treten zeitlich begrenzt iin der Nähe zumeist einer Person auf. (mehr dazu im Forum)

Steinregen:  Hauptsächlich in Fällen von personenbezogenem Spuk häufig beobachtetes Phänomen - das Erscheinen von Steinen unterhalb der Zimmerdecke, die auf den Boden fallen und sich oft warm anfühlen. Die Steine (manchmal sind es andere Gegenstände) entstammen der näheren Umgebung.

Stelen senkrecht im Boden stehende schmale Steinplatten, in der Antike Grabsteine.

Stigmatisierung:  [lat.: von stigma "Wundmal"]  Auftreten von Verletzungen analog zu den Passionswunden Jesu, die gelegentlich bluten können. (der Erlebende blutet plötzlich und unerklärlich aus  Wunden an Händen oder anderen Körperteilen)

Synkretismus:  Neue Religionsgemeinschaft, die durch Mischung von Elementen verschiedener Religionen entstehen. Es handelt sich dabei um Assimilationen (Assimilation = Anpassung) "importierter" Religionen in einem bereits bestehenden Glaubenskontext.

                                                                                   

Tarot:  Kartenspiel, dessen Name aus dem arabischen über das italienische "tarocco" seine heutige Form gefunden hat. Bestehend aus 78 Karten. Das Tarot wird zu mantischen Zwecken vor allem im Volksgebrauch und auf der Tradition der Zigeuner kommend verwendet. (mehr dazu im Forum)

Templer:  Orden der "Armen Ritter  Christie vom Salomonsichen Tempel". 1118 von Hugo von Payens gegründet. Die Templer beschützen die Pilger auf ihre Reise durchs Heilige Land. Die esoterische Lehre der Templer war ein Konglomerat von christl., gnostischen und islamischen. Ideen. 1307 wurde der mächtge geheimnisvolle Ort zerschlagen. Seitdem galten die Templer als Hüter und Bewahrer esoterischer Geheimnisse.

Thanatologie:  [girech.:  thanatos "Tod"]  Sterbeforschung. Forschungsgebiet, das sich mit allen Aspekten des Sterbens befaßt, insbesondere mit dem so genannten" Nah-Todeserfahrungen." Hauptaugenmerk liegt auf der Analyse und Auswertung von Berichten der Erlebnisse von reanimierten klinisch Toten. (mehr dazu und versch. Fälle im Forum)

Telästhesie:  Ein ursprünglich verwendeter, nicht mehr gebräuchlicher, Sammelbegriff für alle ASW-Modalitäten, ausser der Telepatie.

Telekinese:  [griech.: von  kinesis "Bewegung".] Fernbewegung. Heute weniger gebräuchlicher Ausdruck für Psychokinese.

Telepathie:  [griech.: für "Fernerleiden".] Das Erscheinen eines fremdseelischen Vorgangs (Gefühl, Vorstellungsbild, Antrieb, Gedanken usw.) als identischer oder zumindest sehr ähnlicher psychischer Vorgang oder Bewußtseinsinhalt ohne Vermittlung der bekannten Sinnesorgane. (Beispiel: man "spührt" die Zahnschmerzen eines anderen)

Teufelsausteibung:  siehe Exorzismus

Tibetisches Totenbuch:  [tibet.: Bardo Thödol "Hören im Zwischenzustand"]  Ein dem ägypt. Totenbuch ähnlicher Führer durch Zwischenstufen zwischen Tod und Wiedergeburt (Bardo). Der Text des Bardo war den traditionellen Tibetern durch mündliche Überlieferungen bekannt, wird aber vor allem den Verstorbenen als Wegweiser für Erlösung oder Wiedergeburt auf höherer Ebene ins Ohr geflüstert. 

Tischerücken:  Tischbewegungen bei einer Séance auf Grund von ideomotorischen Bewegungen der Teilnehmer oder durch einen psychokinetischen Effekt.

Todesahnung:  Thematisch auf Todesfälle bezogene Ahnung. Es handelt sich um die häufigste Art von berichteten Ahnungen.

Totenorakel:  Beschwörung von Verstorbenen zum Zweck der Wahrsagung und Orakelbefragung (siehe auch "Orakel")

Trance:  [lat.: von "transire" "hinuntergehn".] Veränderter Bewußtseinszustand, bei Schamanen häufig durch Trommeln, singen, tanzen und Einnahme von psychoaktiv wirkenden Substanzen hervorgerufen. Als Trance gilt auch der Bewußtseinszustand von spirituellen Medien, in dem sie angeblich eine Verbindung mit Verstorbenen herstellen können. Die Trance wird oft fälschlicherweise als verminderte Bewußtseinslage bezeichnet, denn durch die Trance gelangt man auf eine andere Bewußtseinsebene. Bei den Schamanen bedeutet die Trance das Eindringen der Geister in ihren Körper.

Transpersonale Psychologie:  Psychologische Schule, die sich aus der "humanistischen Psychologie" entwickelt hat.

Transzendenz [lat.: "das Überschreitende"] Der die sinnlich (also mit allen Sinnen) erfahrbare, raumzeitliche Welt überschreitende Bereich. Der philosophische Gedanke der Transzendenz geht auf Platos Lehre von dem über alles hinausreichenden Guten zurück und wurde in neuplatonischer Fassung zur theologischen und philosophischen Lehre Gottes. Die transpersonale Psychologie meint, daß der Mensch durch Erfahrungen, welche die sinnliche raumzeitliche Wirklichkeit überschreiten, Einsicht in die Transzendenz gewinnen kann.

Tumo:  [tibet.: "Innere Hitze"] Im tibet. Buddhismus magische Hitze. Die Fähigkeit seinen Körper mit Hitze zu füllen. Eine wichtige Selbstregulations-Fähigkeit, anhand deren Beherrschung der Fortschritt in spirituellen Übungen bei den Tibetern geprüft wurden. 

Vampir:  Blut saugender Wiedergänger in slawischem Volksglauben. Als in der Nacht um gehende, lebende Tote wurden Vampire zu einem wichtigen Vorbild okkult-romanhafter Literatur.

Veda:  [skrt: "Wissen"] Gesamtheit der ältesten heiligen Schriften der Inder. Besteht aus dem Rigveda (Götterhymnen), dem Samaveda( Gesänge), dem Yajurveda (Opfersprüche) und dem Atharvaveda (Zauberlieder) -- siehe auch "Vedanta"

Vedanta [skrt.:] Schlußbetrachtung der Veden (Veda). Wurde im Mittelalter zum Sammelbegriff für eine Gruppe von indischen metapysischen Systemen. Er gilt als Höhepunkt der Erkenntnis im Hinduismus.

Vishnu:  [skrt.] Hindu-Gottheit, Teil der Götterdreiheit Brahma, Vishnu, Shiva. Monotheistischer Hochgott in vishnuistischem Hinduismus, wo er in seinen indischen Erscheinungen (Avatare) als Rama und Krishna verehrt wird.

Visionen:  [lat.: visio "Gesicht", "Schau".]   1.) Geistige Schau, Halluzination des Gesichtssinns, der gewöhnlich den Charakter der Offenbarung oder zumindest einer besonderen Erfahrung besitzt. 2.) Hellsichtige Visionen: ein optisches, äußerlich wahrgenommenes Bild oder eine Bilderfolge, die während des Erlebens als wirklich empfunden wird. Sie richtet sich auf räumlich Entferntes, Zukünftiges oder Vergangenes. Bisweilen sind Visionen von persönlicher und individueller Bedeutung.

Voodoo:  In Westafrika entstandene synkretische (skrt.) Religionsform durch Vermengung alter Besessenheitskulte mit dem Christentum. Depotierte Sklaven brachten sie nach Süd-und Mittelamerika. In Afrika haben sich Voddoo-Gesellschaften als Geheimbünde besonders im Westen erhalten. (Bwiti in Gabua, Juju in Ghana). Im Zentrum des Voodoo steht die kultische Inkorporation der Gottheiten (Ioa) durch Besessenheitstrance. Neben magischen Praktiken ist immer wieder auf die außergewöhnlichen Heilkräfte von Voodoopriestern (hounsis) und Priesterinnen (mambos) verwiesen worden. (mehr dazu im Forum)

                                                                                  

Wachvision:  Vision ohne tief greifende Veränderung des normalen Wachbewußtseins.

Wahrsagen umgangssp. für das (angebliche) Voraussagen zukünftiger Ereignisse (siehe auch Mantik, Divination, Orakel)

Wasserprobe:  Vor allem bei Hexenprozessen angewandte Art des Gottesurteils. Die beschuldigte Person wurde an einem Seil ins Wasser gelassen. Ging sie nicht unter, galt dies als Zeichen der Schuld (Hexe) (näheres hierzu im Forum)

Weissagung:  Präkognitive Aussagen, speziell wenn sie sich auf kollektives Schicksal beziehen.

Weiße Magie:  Magische Handlung zum Wohl der Menschheit unter Anrufung guter Dämonen oder Engel.

Weltgedächtnis Hypnotische Vorstellung, daß alle Ereignisse im Universum, auch die Zukünftigen, in einem W. gespeichert sind. Mit der Idee verbunden ist die Annahme, daß bestimmte Individien in der Lage sind, das W. "anzuzapfen" (=  Akasha-Chronik)

Wiedergänger:  Phantom eines Verstorbenen, der nach dem Volksglauben auf Grund im Leben aufgeladener ungesühnter Schuld ruhelos umhergehen muß.

Wiedergeburt:  Der Glaube an die mehrfache Inkarnation. Wiedergeburt auch vielfach für Reinkarnation oder Metempsychose verwendet. Bisweilen wird der Begriff Wiedergeburt für eine geistige Neugeburt gebraucht, z.B. bei der Initiation in eine esoterische Gemeinschaft (etwa bei der Taufe).

                                                                                      

Xenoglossie:  [griech.: xenos "fremd" und glossa "Zunge"]  Zumeist das Sprechen (auch Verstehn, Lesen, Schreiben) einer Sprache, die man nie erlernt hat. Erfundene Sprachen von Schamanen und Medien gehören, sofern sie gesprochen werden, der Glossolalie an. Die Feststellung echter X. ist sehr schwierig. Für die Prüfung und Einschätzung von Vorlebenserinnerungen (Reinkarnation) sind Fälle von X. besonders wichtig.

                                                                                          

Zener-Karten:  (engl. auch ESP-cards) Die von den Mitarbeitern J.B. Rhines und K.E. Zener, für die quantitative ASW-Forschung an der Duke University entwickelte Karten.

Zungenreden:  Terminus für Glossolalie im religiösen Kontext. Fälle von Z. werden aus dem Buddhismus, dem Judentum und im Neuen Testament berichtet. Im Christentum gilt das Z. als Charisma, das von verschiedenen Heiligen berichtet wurde.

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