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                       GEISTER   UND GESPENSTER

  

 

 

Was sind Geister
Verhaltensmuster von Geistern
Aussehen der Geister
Geister auf Foto
Verschiedene Geistergeschichten (Forum)
Begegnung mit Verstorbenen
Geistern auf der Spur
Geistersucher
Geisterbefreiung
Spukgestalten aus dem Jenseits
Verschiedene Fälle
Warum erscheinen Geister
Zitate

 

 

 

 

 

 

Was sind Geister?

Erst einmal muß man sich die Frage stellen, ob es Geister überhaupt gibt. Auf Grund der Ergebnisse der verschiedensten Forschungen von Instituten und Verbänden für Parapsycholgie Forschung im Laufe der letzen hundert Jahre muß diese Frage bejaht werden. Es würde an Borniertheit grenzen, wollte man die Aussagen von Hunderten von ehrbaren Menschen als bloßes Wunschdenken, Selbsttäuschung oder nackte Lüge abtun.

Das Lexikon definiert einen Geist als die hypothetische körperlose Wesenheit bzw. Seele eines verstorbenen Menschen. Von der "British Society for Psychical Research" (Britische Gesellschaft für Parapsychologie) wurde eine großangelegte Untersuchung über Geisterbegegnungen durchgeführt unter der Leitfrage: "Hatten Sie schon einmal, im subjektiven Zustand absoluter Wachheit, den lebhaften Eindruck, ein Lebewesen oder ein unbelebtes Objekt zu sehen, von ihm berührt zu werden oder eine Stimme zu hören, ohne dass sich dieses Empfinden, soweit Sie herausfinden konnten, auf eine äußerliche, physikalische Gegebenheit zurückführen ließ? Fast 10 % der 17.000 Testpersonen antworteten mit "Ja".

Die Fortschritte der Psychologie während der letzten Jahrzehnte haben uns einem Verständnis wie Gespenster zu Stande kommen wenigstens etwas näher gebracht. Das Wort "Geist" entstammt einer alten Wurzel, die "erschrecken" bedeutet.

 Für viele Menschen sind Begegnungen mit Geistern im wahrsten Sinne des Wortes haarsträubend. Viele Menschen reagieren noch immer bei dem Gedanken an Geister mit einer irrationalen Mischung aus Angst und Belustigung. Wir lehnen ab, was wir nicht verstehen, und fassen nicht die Möglichkeit ins Auge, dass es vielleicht mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, als wir wissen oder die etablierten Wissenschaften akzeptieren.

 

 

 

Verhaltensmuster von Geistern

Man kann Geister zum Beispiel nach ihren Verhaltensmustern unterscheiden. G.N.M. Tyrrell stellte in seinem Buch "Apparitions (Erscheinungen) vier Hauptgruppen auf. Die erste besteht aus Erscheinungen, die an bestimmten Orten spuken. Sie sind orts- und nicht personengebunden. Sie flößen keine Angst ein und richten nur selten Schaden an. Manchmal werden sie sogar als Familienmitglieder betrachtet.

Die zweite Kategorie besteht aus postmortalen Erscheinungen von Toten. Sie ereignen sich einige Zeit nach dem Tod der Person, die als Geist auftritt und weisen keinen Zusammenhang zu einem bestimmten Ort oder Ereignis auf.

Die dritte Gruppe bilden die Krisen-Fälle, in denen ein Mensch erscheint, in dessen Leben im gleichen Augenblick ein tiefgreifendes Ereignis stattfindet, z.B. ein Unfall, eine Krankehit - oder auch der Tod.

Die letzte Gruppe umfasst den am wenigsten, aber wohl faszinierensten bekannten Typ von Erscheinungen, die experimentell hervorgerufene Geistererscheinung. In diesen Fällen stellt der Geist nicht einen Toten oder Sterblichen dar, sondern eine lebende Person, die absichtlich den Versuch unternimmt, ihr Abbild für andere sichtbar zu machen. Tyrrell stieß auf  Berichte über 16 erfolgreiche Versuche dieser Art.

 

 

 

 

Aussehen der Geister

Die Geister weisen meist eine Reihe gemeinsamer Merkmale auf. So gehorchen sie etwa den Perspektiven-Gesetzen, das heißt, für verschiedene Beobachter sehen sie verschieden aus; zum Beispiel erscheinen sie stofflich, sind in einem Spiegel sichtbar oder machen Geräusche, wenn sie sich bewegen.

Der Geist erweckt ganz den Eindruck, so wirklich wie eine lebnde Person zu sein. Er geht durch Wände, manchmal erscheint und verschwindet er durch Phantomtüren, die sich öffnen und schließen, während die "wirklichen " Zimmertüren geschlossen bleiben. Oder er wird durchsichtig und verblaßt.

Es kann in seiner Umgebung zum Gefühl plötzlicher Kälte kommen. Dieses Gefühl von Kälte kann man zum Beispiel auch bei Poltergeistern beobachten, doch Poltergeister sind keine üblichen Geister. Mehr dazu hier. Flüchtige Geister können anscheinend auf Film gebannt werden. Es gibt unzählige Fotos von Geistern, aber nur wenige stellten sich als echt heraus.

Im Bereich der paranormalen Fotografie ist der Betrug so weit verbreitet, dass den seltenen Beispielen, die mit großer Wahrscheinlichkeit echt sind, nicht die gebührende Aufmerksamkeit zuteil wird. 1936 machten ein Berufsfotograf und sein Assistent in Raynham Hall, Norfolk im Haus des Marquis von Townshend Aufnahmen dieses Hauses. Während sie den Treppenaufgang fotografierten, sah der Assistent eine gespenstische Gestalt die Treppen herunterkommen. Auf dem Foto war dann später tatsächlich eine verschwommene Gestalt zu erkennen.

Auf dem Foto, das Experten für echt erklärten, soll der Geist der braungekleideten Frau, die seit langem umgeht, abgebildet sein. 1835 wurde sie gleichzeitig von zwei Zeugen beobachtet. Später nahm sie auch der Schriftsteller Captain Marryat wahr, der ungalanterweise auf sie schoß. Trotz dieser wenig freundlichen Begrüßung erschien sie 1926 erneut, diesmal Lord Townshend sowie zwei weiteren Zeugen.

Doch keine Fotografie hat die Überzeugungskraft wie authentische Augenzeugenberichte. Doch trotz intensiver Forschung nach ihrem Wesen und nach den Bedingungen, unter denen sie erscheinen, die sich über Jahrhunderte erstrecken, sind diese Fragen immer noch unbeantwortet. Geisterjäger stehen noch immer vor Rätsel.

 

 

 
Begegnungen mit Verstorbenen

Rund 28 % aller Deutschen glauben, schon einmal einem Verstorbenen begegnet zu sein. Die meisten reden aus Scham nicht gern darüber. Leiden sie an Halluzinationen, oder ist die Grenze zum Jenseits doch nicht so undurchdringlich, wie man bisher geglaubt hat?

Sollten Sie in Ihrer Freizeit gelegentlich mit Toten plaudern, sein Sie beruhigt: Andere machen das auch. Denn dass man einen Toten spürt, riecht, hört oder vor sich sieht, ist keine große Sache, das kommt vor. Es erzählt bloß niemand. Die meisten Leute würden lieber öffentlich kundtun, regelmäßig in der Nase zu bohren, als dass sie Gespenstern begegnen. Allenfalls schreiben sie es unter Pseudonym in irgendein Internetforum. Es soll ja keiner denken, man hätte sie nicht mehr alle.

Dabei sind solche Erfahrungen "eher die Regel als die Ausnahme" schätzt Walter von Lucadou von der Parapsychologischen Beratungsstelle in Freibung (mehr zu ihm auch in Forum). Er hört ständig Geschichten von Menschen, die sicher sind, den toten Ehemann auf dem Fernsehsessel gesehen oder die tote Nachbarin im Hinterhof gehört zu haben.

Gut möglich, dass Walter von Lucadou richtig schätzt. Bei einer internationalen Umfrage in den Achzigerjahren gaben 28 % der Westdeutschen zu, Kontakt mit Verstorbenen gehabt zu haben. Europa insgesamt kam auf 25 %. In Wirklichkeit sind es wahrscheinlich mehr.

Einer, der offen über seine Erlebnisse spricht, ist Alexander Rossa. Als Informatiker hält Rossa sich an Zahlen und Fakten, er weiß, dass eigentlich nicht sein kann, was er seit April 2002 hört und sieht. Nämlich ein totes Kind in seiner Wohnung. Das erste Zeichen empfängt der damals 34-jährige, als zuerst das Kabel vom Staubsauger aus der Steckdose reißt und dann das von der Tischlampe. Als nächstes, einige Wochen später, liegen die Diddl-Figuren, mit denen sonst seine Kinder spielen, in der Küche wild herum, als hätte sie jemad durcheinander geworfen. Aber in der Wohnung war niemand gewesen.

Rossa hat immer stärker das Gefühl, merkwürdige Gäste zu haben. In einer Nacht im Oktober 2002 sieht er die Erscheinung zum ersten Mal: eine blonde Gestalt, wie ein achtjähriges Kind. Sie huscht an seinem Bett vorbei. Rossa hat noch keine Erklärung gefunden für das, was in seiner Wohnung geschieht. Bis heute kommen Gegenstände durcheinander, die er aufgeräumt zurückgelassen hat. Zimmerpflanzen bewegen sich, Geschirr fällt vom Schrank, Schatten rauschen vorüber.

Rossa hört Schritte und Kinderlachen. Er kann oft nicht schlafen, aber er mag das Kind. Auch wenn er sicher ist, dass es nicht sein eigenes ist, das vor Jahren starb. Das nämlich wäre eine klassische psychologische Erklärung. Ein Toter, der einem Lebenden erscheint, ist meistens ein Angehöriger. Der Sohn, die Mutter, am meisten der Ehepartner. Also ein Mensch dessen Verlust riesig ist und unbegreiflich. Was aber, wenn ein Toter von sich aus erscheint - und dann auch noch jemandem, der an Geister gar nicht glaubt?

Auch das kann Wunschdenken sein. Das Gehirn hat von einem geliebten Menschen noch einen riesigen Fundus von Erinnerungen - der Geruch, den Gang usw. Im Rausch oder im Halbschlaf kann das Gehirn solche Erinnerungen und die Wirklichkeit vermengen.

Das erklärt viele Begegnungen mit Toten - und natürlich kann die flüchtige Note eines vertrauten Parfums, der Fetzen einer Stimme oder ein plötzlicher Lufthauch nur eine Illusion sein. Andererseits: In einer Studie des isländischen Forschers Erlendur Haraldsson berichten 29 % der Befragten, sie hätten einen Toten gehört, 15 % sie hätten ihn ertastet; 4 % sie hätten ihn gerochen. Aber ganze 69 % gaben an, sie hätten den Toten mit eigenen Augen gesehen.

Auch das ist noch kein Beweis. Aber wenn der Tote zum Mittagessen erscheint? Dann kann der Halbschlaf nicht schuld sein. In Haraldssons Studie gab jeder zweite Befragte an, es sei hell gewesen. Ebenso jeder zweite war gerade bei der Arbeit oder sonstwie körperlich aktiv. Oder der Tote erschien mehrfach, womöglich am selben Ort. Und manche Augenzeugen kannten den Toten gar nicht - sie hatten ihn also auch nicht ersehnt. Das gravierenste Argument aber lautet: Es existieren Erscheinungen, für die es mehrere Zeugen gibt.

Alexander Rosso hat gleich drei davon: Auch seine Frau und seine beiden Kinder haben den Hausgeist wahrgenommen. Trotzdem glaubt ihm fast niemand. In der Parapsychologie gibt es laut Erlendur Haraldsson zwei Grundauffassungen, wie die Geister zu erklären seien.

Die erste: Die Toten sind wirklich hier. Die zweite: Die verstorbene Person sendet lediglich geistige Informationen; die Lebenden nehmen die Erscheinung also wahr, ohne dass diese tatsächlich anwesend ist. Es hat eine lange Diskussion  um diese beiden Standpunkte gegeben, und für beide gibt es bisher kein allgemein akzeptiertes Argument. Wie auch? Begegnungen mit Toten lassen sich weder beweisen noch widerlegen.

Daher bleibt Platz für wissenschaftlichen Einfallsreichtum. Das gilt auch für die Vermutung, die Toten seien sichtbar, aber nicht wirklich anwesend. Edgar Reifig vom Verein "Paranormal Deutschland" beschreibt einen Ansatz: Es sei denkbar, dass ein feinstofflicher Körper bei dem Versuch, sich psychisch wahrnehmbar zu machen, aus der grobstofflichen dreidimensionalen Umgebung Energie und Atome an sich bindet. Man kann sich das so vorstellen, wie einen Unsichtbaren, der sich mit Mehl bestäubt.

Eine andere Erklärung besagt, dass Kristalle in Steinen bestimmte Ereignisse speichern und wiedergeben . Wenn also im dunklen Wald ein Mord passiert, können die Steine später das Opfer in die Luft projizieren. Es gibt Fälle, da sieht ein Augenzeuge plötzlich einen Toten, kennt ihn aber nicht - und später stellt sich heraus, dass sich in demselben Raum einst jemand umgebracht hat. Einer , auf den die Beschreibung des Geistes passt.

Vielleicht ist ja auch Infraschall schuld. Das nimmt zumindest Vic Tandy an, ein Computerspezialist an der University von Coventry. Möglicherweise schwingt das Auge mit dem Infraschall mit. Das würde den ein oder anderen Geist erklären. Er glaubt nun, dass er viele Spukorte enträtseln könnte - etwa lange, windige Korridore, unter denen im Keller noch Windkanäle liegen. Wenn sich der Infraschall dann mit möglichen Kapriolen der Wahrnehmung verschwistert, ist die Erscheinung vollkommen: Der Infraschall erzeugt ein Trugbild, und die Wahrnehmung erkennt darin einen Toten.

So unterschiedlich diese Erklärungen auch sind, sie haben eines gemeinsam: Sie gehen davon aus, dass aus der Umwelt - sei es aus dem Jenseits, aus Steinen oder aus einem Gebläse - Signale kommen. Die sorgen dafür, dass Lebende einen Gesit sehen oder etwas, das sie dafür halten. Der Forscher Rex Stanford von der University of Jamaica glaubt, dass jeder im alltäglichen Leben unbewusst übersinnliche Energie einsetzt. Demnach könnten Geister ähnlich wie Schauspieler sein - in Filmszenen, von denen die Beobachter gar nicht wissen, dass sie sie gerade erzeugen. Solche Effekte würden manche Fälle erklären, in denen mehrere Zeugen denselben Geist sehen.

Aber angenommen, es geistern tatsächlich massenhaft Tote auf der Welt herum: Warum wissen wir dann immer noch nicht, wer Jack the Ripper war oder wie Uwe Barschel starb? Der Parapsychologe Walter von Lucadou gibt die Antwort: "Die Welt ist voll  mit Dingen, die wir nicht verstehen".

 

 

 

 

 

Geistern auf der Spur

Kein Phantom gleicht dem anderen, und ein guter Geisterforscher wird jeder Spukerscheinung individuell nachgehen. Aber wie sieht die Beweisführung ernsthafter Wissenschaftler aus? Dazu später mehr....

"Da kam mich Furcht und Zittern an, und alle meine Gebeine erschraken. Und ein Hauch fuhr an mir vorüber; es standen mir die Haare zu Berge am meinem Leibe. Da stand ein Gebilde vor meinen Augen, doch ich erkannte seine Gestalt nicht." So beschreibt Hiob in seinem 4. Buch, Vers 14 bis 16, eine Geistererscheinung.

Menschen empfangen - ähnlich wie Hiob - die Begegnung mit einem Geist buchstäblich als "haarsträubend" doch zum Glück macht Forscherdrang oft furchtlos. Die Existenz von Geistern haben fast alle Kulturen zunächst akzeptiert. Erst in den letzten Jahrhunderten kamen im Zuge des naturwissenschaftlichen Fortschritts Zweifel auf.

Manche Geistererscheinungen treten wiederholt über einen längeren Zeitraum auf. So in dem folgenden Beispiel, in dem eine Medizinstudentin ihre Begegnung mit einem Geist schildert: "Ich sah die Gestalt einer großen schwarzgekleideten Dame, die auf dem oberen Treppenabsatz stand. Nach wenigen Augenblicken stieg sie die Treppe hinab, und neugierig folgte ich ihr einige Stufen. Ich hatte aber nur eine kleine Kerze bei mir, die plötzlich ausbrannte, und da ich nichts mehr sehen konnte, ging ich zurück in mein Zimmer."

Dieser Geist, der einer ehemaligen Bewohnerin des Hauses sehr ähnlich sah, wurde in den folgenden sieben Jahren noch von sechs weiteren Menschen beobachtet, und etwa 20 Personen vernahmen Geräusche, die offenbar von ihm stammten. Die Erscheinungen verliefen immer gleich: Die Gestalt stieg die Treppe hinunter (die Studentin spannte einige Male Fäden über die Stufen, die aber unversehrt blieben), betrat den Salon und blieb eine Weile am Fenster stehen. Dann verließ sie den Raum durch die Tür, ging den Flur entlang und verschwand.

Die Studentin versuchte verschiedentlich, mit der Gestalt zu reden. Diese schien ihre Anwesenheit zwar zu registrieren, gab aber nie eine Antwort. Als die Studentin sie in die Enge trieb, verschwand sie. Einmal sah sie die Gestalt am Fenstrer stehen und fragte ihren Vater, ob er sie wahrnehme, aber er konnte nichts erkennen. Als er zum Fenster trat, ging die Erscheinung sofort um ihn herum.

Die Hauskatze nahm von dem Geist keinerlei Notiz. Einer der Hunde jedoch wedelte mit dem Schwanz und sprang hoch, als erwarte er, gestreichelt zu werden, zog sich aber sofort wieder mit eingekniffenem Schwanz zurück und kroch  unter das Sofa. Ein anderer Hund zeigte "einen Zustand von Ersetzen". (Manche Tiere haben ein besonders sensibles Gespür für übernatürliche Erscheinungen und werden von einigen Wissenschaftlern deshalb häufig als "Detektoren" eingesetzt.)

Auch in Kirchen sieht man häufig Geister. Und es entstanden überzeugende Fotos. 1940 gelang es einem Rechtsanwalt in der Kirche St. Nicholas in Arundel, Sussex (England), eine unverkennbar menschliche Gestalt vor dem Altar aufzunehmen. Sie wirkte zwar körperlich, war jedoch noch teilweise durchsichtig. Manche Betrachter deuteten ihn als knienden Priester. Das technisch perfekteste Foto aber erzielte Pfarrer K.F. Lord of Newby in Yorkshire, der ganz deutlich vor seinem Altar ein hohläugiges Gespenst im Bild festhielt.

 

 

 

 

 

Geistersucher

In unserer hochtechnischen Zeit hat sich auch die Suche nach Geistern auf eine neue Ebene verlagert. Robin Laurence ist Leiter einer überaus aktiven Gruppe, die modernste Geräte einsetzt, um Geister aufzuspüren.

1987 gründete Laurence die "Thanet Psychic and Paranormal Research Unit" mit dem Ziel, die Erforschung von Spukphänomenen voranzutreiben. Derzeit befassen sie sich mit historischen Plätzen. Sie versuchen herauszufinden, ob es dort wirklich spukt. Letztes Jahr haben sie sich mit vier oder fünf solcher Stätten eingehend beschäftigt. Der interessanteste Ort war ein berühmtes Schloss in Südengland, wo in den letzten drei Jahren mindestens sechsmal Geister gesichtet wurden. Einer war ein Pikenier (mit Speer bewaffneter Soldat, Anm. von cat7211) aus dem 17. Jahrhundert, der angeblich durch eine Wand in die Wachstube hinein- und durch eine andere wieder herausging. Am häufigsten aber wird von schlagenden Türen berichtet, und zwar Türen, die es dort längst nicht mehr gibt.

Das "TPPRU" setzte während der Nachtwachen jeweils bestimmte Spürgeräte ein. In besagtem Schloss installierten sie an bestimmten Stellen in den unterirdischen Gängen Tonbandgeräte und Videokameras. 16 Mitarbeiter der Einheit bildeten mehrere Gruppen, die verschiedene Bereiche beobachteten.

Um 5.20 Uhr filmte eine Kamera, wie etwas Unsichtbares an den Türen im zweiten Untergeschoß des Burgverlieses kräftig rüttelte. Das Phänomen, für das keine natürliche Erklärung gefunden wurde, dauerte etwa sechs Sekunden. Die Mitglieder der Einheit liefen zusammen mit Laurence hinunter, um zu sehen, was dort vor sich ging. Dieser Film ist zweifelslos der eindrucksvollste Beweis für Geister- oder vielmehr Poltergeisteraktivitäten, der ihnen vorliegt.

"Ich bin absolut nicht sensitiv veranlagt, sondern halte mich für einen ganz normalen Menschen ohne außergewöhnliche Fähigkeiten". sagt Robin Laurence. "Für uns steht bei unseren Forschungen der wissenschaftliche Nachweis im Vordergrund. Zu jeder Nachtwache nehmen wir unsere Grundausrüstung mit: Taschenlampen, Notizbücher, Stifte, Kassettenrecorder, Fotoapparate mit Blitzlicht und Videokameras. Wir haben aber auch ein Computersystem, bestehend aus Laptop und Zentralrechner, eingesetzt", so Laurence weiter. "Er erfasst Signale einzelner Sensoren, die an strategischen Punkten angebracht wurden und die Bewegungen sowie jeden Temperaturrückgang registrieren. Der Rechner speichert Ort und Zeit des jeweiligen Vorkommnisses."

Dieses System wendeten sie auch in Rochester Castle und bei ihrem letzten Forschungsobjekt, Fort Amherst, an. Sie haben diese napoleonische Festung oberhalb von Chatham in der Grafschaft Kent mit ihrem weitläufigen unterirdischen Tunnelsystem ausgesucht, da dort jeden Freitagabend eine Geister-Tour veranstaltet wird und sie unbedingt herausfinden wollten, ob die Geschichten, die dabei erzählt werden, wahr sind. Tatsächlich konnte die Gruppe in Erfahrung bringen, dass die Arbeiter in den Gängen häufig Schritte gehört haben und auch von einer unsichtbaren Kraft zur Seite gestoßen wurden.

Man installierte die Geräte in den Gängen. Zwar brannten dort Lichter, die jedoch die Geister anscheinend nicht störten. Der Einheit liegen Berichte von Begegnungen mit Geistern zu jeder Tageszeit vor. Leider registrierte der Computer nichts. Weder wurde der Infrarotstrahl einer speziellen Installation unterbrochen, was auf einen hindurchgehenden Geist gedeutet hätte, noch sank die Raumtemperatur.

 

 

 

Spukgestalten aus dem Jenseits

Die ruhelosen Seelen der Verstorbenen und Phantome in Tiergestalt sollen sich in Form von Geistererscheinungen zeigen. Was aber hat es mit diesen Erscheinungen auf sich? Haben sie vielleicht alle etwas gemeinsam?

Die immer wieder kehrende  Frage, ob es Geister gibt, ist längst geklärt (siehe Was sind Geister). Die Fragen, die sich Parapsychologen und Forscher aus anderen Bereichen stellen, sind anderer Art: Wie können Geister existieren? Sind Geister die ruhelosen Seelen Verstorbener? Werden Geister durch Telepathie herbeigerufen? Oder beruhen Geistererscheinugnen vielleicht auf Massenhalluzinationen oder Selbsthypnose? Die psychologische Forschung ist in den letzten Jahrzehnten sehr vorangeschritten, und einige Aspekte der Geistererscheinungen sind unserem Verständnis nähergerückt. Die letztendliche Wahrheit entzieht sich jedoch nach wie vor unserer Kenntnis.

Die häufigste Form der Geisterphänomene scheint die "Krisenerscheinung" zu sein. Dabei erscheint eine Person, die unter großer innerer Spannung steht, etwa im Augenblick des Todes, einem ihr nahestehenden Menschen als Phantom - gelegentlich ist auch nur die Stimme zu hören. Die Mehrzahl dieser Fälle erfolgt unter tragischen Umständen. So erschienen Soldaten ihren Müttern oder Ehefrauen genau in dem Augenblick, als sie auf dem Schlachtfeld starben.

Allerdings gehen durchaus nicht alle Erscheinungen mit Unglücksfällen einher. In ihrem Buch "Understanding Ghosts" (Geister verstehen) führt Viktoria Branden den Fall einer Freundin an, die im Zweiten Weltkrieg aus gesundheitlichen Gründen von England nach Kanada evakuiert wurde, während ihr Mann auf seinem Armeeposten zurückblieb. Eines Abends saßen die Kinder über den Hausaufgaben, während sie selbst beim Bügeln war - in einem ,wie sie es Viktoria Brenden später beschrieb, "ziemlich abwesend-träumerischen Zustand".

Plötzlich sah sie, wie sich die Zimmertür öffnete und ihr Mann hereintrat. Er trug seine Uniform und bevor sie sich von ihrer Verblüffung erholen konnte, war er auch schon wieder verschwunden. Sie war der Ohnmacht nahe und setzte sich in einen Sessel. Als sie den Kindern das Erlebnis erzählte, stellte sich heraus, dass diese nichts bemerkt hätten und ganz sicher auch die Tür nicht aufgegangen war. Die Mutter und das älteste Kind hatten jedoch schon einmal von Krisenphantomen gelesen und waren überzeugt, dass der Vater tot oder verletzt sein mußte. Sie notierte sich den genauen Zeitpunkt und die Umstände.

Einige Tage darauf flatterte zu ihrer grenzenlosen Erleichterung eine positive Nachricht ins Haus: Ihr Mann war unerwartet nach Kanada versetzt worden, um dort an einem Ausbildungsprogramm teilzunehmen. Als die Familie beisammen saß, erzählte der Mann, dass ihn die Nachricht von seiner Versetzung sehr bewegt hatte. Er konnte sich nicht daran erinnern, in dem Moment bewusst an seine Frau gedacht zu haben, aber sie kamen zu dem Schluß, dass seine Hochstimmung diese Erscheinung ausgelöst hatte.

Interessant ist, dass die Frau zu dem betreffenden Zeitpunkt vor sich hin geträumt hatte, ihr Geist sich also in einem entspannten und empfänglichen Zustand befand. Die Kinder, die nichts bemerkt hatten, waren voll auf ihre Hausaufgaben konzentriert gewesen.

Es bleibt rätselhaft, wie solche Bilder nun genau übertragen werden - besonders in den Fällen, wo die Phantome geradezu greifbar und leibhaftig erscheinen. Wissenschaftler haben jedoch darauf hingewisen, dass unsere Wahrnehmung weitaus komplexer abläuft, als wir denken: In lebhaften Träumen z.B. erscheint alles real und dreidimensional, obwohl der Träumende dabei garantiert keiene Informationen durch seien Augen erhält.

Ein Hypnotiseur kann einer Person einreden, dass nachn ihrem Erwachen nur sie selbst im raum sein wird - auch wenn noch andere Menschen anwesend sind. Dieser werden anch Erwachen aus der Hypnose so lange nicht wahrgenommen, bis der Hypnotiser seien Amnweisung zurücknimmt. Etwas ähnliches spielt sich vielleicht auch bei Krisenerscheinungen ab. ( Anmerkung:Wer mehr zu dem Thema "Krisenersche9inungen" lesen möchte, dem empfehle ich das Buch " Apparitions (Erscheinungen) von G.N.M. Tyrrell. Darin sind verschiedenste Fälle detailgenau beschrieben)

Kollektiverwcheinungen, beimdenen ein Phantom von mehr als einer Person wahrgenommen wird, lassen sich nur teilweise durch Telepathie erklären. Einer der berühmtesten Fälle von Kollektiverscheinungen wurde der "Society for Psychical Research" ( Gesellshacft für Parapsychologishce Forschung) im späten 19. jahrhundert durch Charles Lett, dem Schwiegersohn eines gewissen Captain Towns, mitgeteilt. ERtwa 6 Monate nach dem Tod des Captains betraten Letts Tochter und eine Freundin, Fräulein Berthon, gegen 21 Uhr ein Schlafzimmer im Haus des Verstorbenen. Das Gaslicht brannte.

"Sie waren höchst verblüfft, als sie auf dem glänzend polierten Kleiderscharnak das Bild von Captain Towns erblickten. es ähnelte einem normalen Medaillonportrait, aber in Lebensgröße. Das Gesicht wirkte matt und bleich ... er trug die graue Flanelljacke, in der er zu Lebzeiten zu schlafen pflegte. Überrascht hileten die Frauen die Erscheinung zunächst für ein Portraitbild, das sich im Schrank spiegelte, aber es war im Raum nichts dergleichen zu finden. Während sie noch s dastanden, kam Fräulein Towns, die Schwester meienr Frau, ins Zimmer, und bevor die beiden etwas sagen konnten, rief sie aufgeregt: "Du meine Güte! Da ist Papa!"

Schlie0lich rief man die Witwe, Frau Towns. Als sie die Erscheinung sah, gign sioem  it ausgebreitetn Armen darauf zu, als wolle sie es berühren, doch während ihre hand über das Furnier strich, verblaßte das Bild allmählich. Die Erscheinung wiederholte sich nie mehr." F.W.H Myers, ein Vorreiter der parapsyhologischen Forschung und Autor des Buches " Human Personality and its Survival of Bodily Death" (Die menschlioche Persönlichkeit und ihr Überleben des körperlixchen Todes) hiulert die Erscheinung für den Geist, die "Wesenheit" des verstorbenen Towns, der sechs Monate nach seinem Ableben seinem Heim auf diese Weise einen letzten Besiuch abstattete.

Ein weiterer Fall handelt von einem Vertreter, der in einem Hotelzimmer in Boston, Massachusetts, USA, arbeitet. Plötzlich bemerkte er etwas, schaute auf und sah seien Schwester vor sich, die seit neuen jahren tot war. Als er aufsprang und ihren namen rief, verschwand sie, aber er hatte genügend Zeit gehabt, sie ganz genau zu sehen. "Sie schien wie zu ihren Lebzeiten", erinnerte er sich, fügte aber hinzu, dass ihm auf ihrer rechten Wange ein kleiner roter Kratzer auffile. Voller Unruhe machte er unplanmäßig bei seinen Eltern halt und und erzählte ihnen von seinem Erlebnis. Als er den Kratzer erwähnte, wurde sein Mutter von Gefühlen überwältigt und sagte, sie selbst habe ihrer Tochten diesen Kratzer beigebracht, als sie ihre Lieche für das Begräbnis zurechtmachte. Zwei Wochen später verstarb die Mutter.

Myers wies daruaf hin, dass die Erscheinung "nicht aussah wie die Leiche mit dem Verletzungsmal, über das die Mutter sicher reuevoll grübelte, sondern .... wie das gesunde, glückliche Mädchen, das sie zu ihren Lebzeiten gewesen war, und dass der Kratzer nur eine Art Erkennungszeichen war". Nach Myers handelte es sich bei der Erscheinung um die Seele der verstorbenen Schwester, die ihren Bruder veranlassen wollte, sein Elternhaus aufzusuchen, um die Mutter vor ihrem Tod noch einmal zu sehen.

 

 

 

Warum erscheinen Geister?

Wenn ein Phantom (bzw. ein Geist) einen Ort oder eine Person immer wieder heimsucht, dann ist die Seele eines Verstobenen in ihrer Umgebung irgendwie gefangen, vielleicht aufgrund einer unerfüllt gebliebenen Aufgabe oder als Strafe - so sehen es diejenign, die an ein Leben nach dem Tode glauben. Im großen und ganzen neigt die Parapsychologie zu der Annahme, dass es Stellen gibt, an denen bevorzugt paranormale Phänomene auftreten - möglicherweise, weil dort einmal eine starke Gefühlsaufwallung oder eine Gewalttat stattgefunden hat. In diesen Fällen würde es sich bei solchen Erscheinungen nicht mehr um einen empfindungsfähigen Geist, sondern um eine Projektion handeln, ähnlich wie in einem Kinofilm.

Diese Erklärung scheint plausibel und lässt sich auch mit der Telepathie-Hypothese vereinbaren. Diese Vorstellung, dass der Sender auf telepatischen Weg ein Abbild von sich selbst an einen Empfänger übertragen kann, würde auch die gelegentlich überzeugenden "Geisterfotos" erklären: In diesen Fällen war der Film empfindlicher als der Fotograf. Im umgekehrten Fall kann dieser vielleicht einen  Geist erkennen, der auf dem Foto später nicht zu sehen ist; dann war der Mensch dem Film an Empfänglichkeit vielleicht überlegen.

Wenn sich Geistererscheinungen wirklich fotografisch festhalten lassen, dann verändert sich ihr Bild womöglich auch. In seinem Buch "Ghost Hunting" (Geisterjagd) beschrieb Andrew Green den interessanten Fall einer Geisterfrau, die im 18. Jahrhundert in einem Herrenahaus in England spukte und damals rote Schuhe, ein rotes Kleid und eine schwarze Kopfbedeckung getragen haben soll. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde sie erneut gesichtet - diesmal in rosa Schuhen, einem rosa Kleid und mit grauem Kopfputz. Danach zeigte sie sich erst wieder Mitte des 19. Jahrhunderts und war zu einer "grauhaarigen Dame in weißem Kleid" gealtert.

Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg berichtete man nur noch von "dem raschelnden Geräusch des Kleides einer Frau, die den Flur entlanggeht." 1971, vor dem Abriß des Gebäudes, bemerkten die Arbeiter lediglich noch "in einem der alten Flure eine merkwürdige Präsenz".

 

 

 

Geisterbefreiung

Seit Jahren kommuniziert Margo Williams mit Geistern und hilft ihnen so, ihre irdischen Fesseln abzustreifen und Seelenruhe zu finden. Auf der Suche nach Gegenständen aus dem Erdendasein der Verstorbenen bereist sie die gesamte Isle of Wight. Hier erzählt sie ihre Geschichte:

"Ich wußte schon immer, dass ich anders bin als die anderen; bereits als Kind hatte ich paranormale Fähigkeiten. Eine meiner frühesten Erinnerungen betriff die Erlebnisse, die ich hatte, wenn ich zur Strafe in meinem Zimmer eingeschlossen wurde. Dann verließ ich meinen Körper und schwebte zur Decke, von wo aus ich beobachtete, wie ich weinend auf dem Bett saß.

1976 nahm ein Geist namens Jane mit mir Verbindung auf. Das war mein erster Kontakt zu Geistern. Ich sah nichts, konnte aber hören, wie sie zu mir sprach. Es schien mir sehr natürlich, und ich hatte nicht wirklich Angst. Diese Kommunikation hielt etwa sechs Monate an. Danach kontaktierten mich mehrere andere Geister. Erst 1978 begann ich mit meiner Arbeit, erdgebundene Geister zu befreien.

Ein erdgebundener Geist geht dort um, wo er entweder eine Missetat begangen oder aber einen wertvollen Gegenstand verloren hat, so dass er die nächste Welt nicht betreten kann, bevor dieses Objekt gefunden ist. Meist bleiben Geister durch eine Schuld an die Erde gefesselt und können sie so lange nicht verlassen, bis sie ihre Handlungen gestanden oder ihre Geschichte erzählt haben.

Aus einem mir unbekannten Grunde habe ich die Gabe, sie zu hören und manchmal auch zu sehen. Nachdem sie mit mir gesprochen haben, sind sie automatisch befreit. Bislang haben mich etwa 1 100 bis 1 200 Geister kontaktiert. Die meisten waren aus den Regierungszeiten Victorias oder Edwards, einige aber auch aus unseren Tagen.

Durch Stöbern in alten Archiven konnte mein Ehemann Walter häufig ihre Identität bestätigen. Einer zum Beispiel war ein Bergarbeiter, der bei einem Grubenunglück ums Leben kam. Das Phantom hatte mir den Namen der Mine mitgeteilt, und so konnten wir den Unfallbericht finden. Der vollständige Name des Verunglückten, den er mir genannt hatte, stimmte mit dem Bericht überein. Die Geister aber, die jetzt mit mir Verbindung aufnehmen, geben meist nur ihren Vornamen an, was ihre Identifizierung unmöglich macht.

Häufig geben mir die Geister Anhaltspunkte, die das Auffinden der verlorenen Gegenstände erleichtern. In manchen Fällen helfen mir auch andere Kontrollgeister. In diesen Fällen senden sie ein silbern leuchtendes Licht, das außer mir niemand sieht, auf die Stelle, wo der Gegenstand vergraben ist. Dabei kann es sich um Münzen, Talismane und vieles andere mehr handeln.

Im Laufe der Jahre habe ich auf der gesamten Isle of Wight, auf der ich tätig bin, Hunderte von Gegenständen gesammelt. Die meisten Objekte, die ich finde, behalte ich, doch einige gebe ich auch weg. Manche Geister sind sehr dankbar, nachdem ich sie gerettet habe, andere richtiggehend unfreundlich. Das scheint hauptsächlich von ihrer Persönlichkeit zu Lebzeiten abzuhängen. Bevor ich damit beginne, einen Geist von der Erde zu entbinden, bin ich stets sehr angespannt, danach aber erfüllt mich ein Gefühl tiefer innerer Ruhe und Frieden. Daran erkenne ich, dass der Geist seine Freiheit erlangt hat.

Während die Geister zu mir sprechen, schreibe ich jedes Wort mit. Sie sprechen unterschiedliche Dialekte, je nachdem woher sie stammen. Ich begebe mich niemals allein auf die "Jagd". Gewöhnlich nehme ich zwei bis drei Begleiter mit, die mir helfen, Ausschau zu halten und zu graben. Dabei muß es sich um Gleichgesinnte, jedoch nicht unbedingt um Sensitive handeln.

Neben meiner Arbeit mit Geistern halte ich auf der gesamten Insel zu diesem Thema Vorträge und veranstalte zu Hause gelegentlich Heilgruppen in einem eigens dafür eingerichteten Raum. Ich habe in den letzten Jahren mehrere kürzere Bücher über Geister verfasst. Das neueste beschreibt meine Kommunikation mit Feen.

 

 

 

Verschiedene Fälle

Der Fall der Gladys Hayter

Das Londoner Medium Gladys Hayter besitzt offenbar die Fähigkeit, vor dem Auge der Kamera Phantomerscheinungen zu materialisieren und lebende Menschen sowie Gegenstände zu dematerialisieren und ihren Standort zu verändern. Frau Hayter, die bereits Geistheilungen vornahm, begann die seltsamen Phänomene mit einer einfachen Instamatik-Kamera festzuhalten.

Oft erscheinen leuchtende Streifen von "Ektoplasma", die aus ihrem Körper drangen. Zuweilen war sie selbst auf den Fotos gar nicht zu sehen, obwohl sie versicherte, sich nicht bewegt zu haben. Im Trancezustand, so behauptet sie, sei sie ohnehin unfähig, sich zu rühren.

 

Geister, die man rief ....

Eines der Hauptprobleme der parapsychologischen Forschung ist die schiere Leichtgläubigkeit der Menschen. Wer ergötzt sich nicht gerne an einer guten Gespensterstory, die dann beim Weitererzählen immer weiter ausgeschmückt wird. Im Sommer 1970 wollte Frank Smyth, damals Mitherausgeber der Zeitschrift Man, Myth and Magic (Menschen, Mythen, Magie), herausfinden, welche Formen die Leichtgläubigkeit annehmen kann. Zu diesem Zweck erfand er einen Geist - samt Spukort, Hintergrundstory und "Augenzeugen" und veröffentlichte den Bericht in seiner Zeitschrift.

Alles entsprang von A bis Z seiner Phantasie. Smyth fand, dass die Ratcliff-Werft, die gerade saniert wurde, ein idealer Platz für einen Geist wäre, da dieser gottverlassene, etwas unheimliche Ort einen  guten Tummelplatz abgeben würde. Ganz in der Nähe der Werft befand sich die halbverfallene St.-Anna-Kirche. Da es Sonntag war, entschloß sich Smyth kurzerhand, dass sein Geist einen Geistlichen darstellen solle. Entlang der Werft verläuft der Ratcliff-Highway, der bis ins späte 19. Jahrhundert eine Straße voller wüster Kneipen, Bordelle und billiger Pensionen war. Was lag näher, als den Geist zu einem Vikar zu ernennen, der dort eine der Seemannspensionen führte und Matrosen in ihren Unterkünften beraubt, umgebracht und ihre Leichen in der Themse versenkt hatte? So entstand im Handumdrehen eine waschechte Geistergeschichte.

Jetzt mußten noch Augenzeugen her. Gemeinsam mit einem Angestellten behaupteten Smyth und er unter ihren eigenen Namen, dass sie den Geist selbst gesehen hätten - einen alten, weißhaarigen Mann mit einem Gehstock. Sie vereinbarten aber auch, dass sie sofort zugeben würden, dass alles nur erfunden war, sollte ein Forscher oder jemand anderer zu diesem "Phänomen" irgendwelche Fragen stellen.

Smyth verfasste dann für Man, Myth and Magic einen als Tatsachenbericht aufgemachten Artikel. Kein Mensch fragte jemals nach igendwelchen Nachweisen für den "Geisterpfarrer von der Ratcliff-Werft"; vielmehr tauchte dieser in den nächsten zwölf Monaten in etwa 8 Büchern über angeblich wahre Geistererscheinungen auf. Nur ein Reporter von der Sunday Times behandelte die Story mit einiger Skepsis; alle übrigen druckten die Story ohne jegliche Hinterfragung.

1973 schrieb Smyth einen Artikel für die Sunday Times, in dem er sein Experiment offenlegte; bald darauf trat er in einem Film von BBC 2 auf, auch hier wurde deutlich gemacht, dass es sich um eine reine Phantasiegeschichte handelte, allerdings kamen auch einige Personen zu Wort, die den Geisterpfarrer angeblich gesichtet hatten. Nach dem Film erhielt die BBC Waschkörbe voller Briefe, die offenbar alle ehrlich gemeint waren und von weiteren Beobachtungen erzählten.

Die Ratcliff-Story entbehrt jeglicher Grundlage - nie zuvor war in der Geschichte von Wapping oder irgend einem anderen Gebiet des Londoner Hafenviertels ein Geisterpfarrer erwähnt worden. Trotz der Erklärung der Erfinder dieser Geschichte erscheint der Geisterpfarrer nach wie vor vielen Menschen in der Umgebung der Werft. Ein Parapsychologe meinte allerdings einmal, dass Smyths Gespenst vielleicht ja doch einmal existiert und sich ihm irgendwie bemerkbar gemacht hatte - auf dem Weg der puren Einbildung.

Fazit: Glaubt nicht jede Geistergeschichte, auch nicht unbedingt jede, die ich hier aufführe. Amüsiert euch einfach. Und vielleicht ist ja doch an einigen Geschichten was dran.

 

 

 

Zitate

"Manche Tiere haben ein besonders sensibles Gespür für übernatürliche Erscheinungen und werden von einigen Wissenschaftlern deshalb häufig als "Detektoren" eingesetzt" (aus dem Text)

 

"Bei unseren Forschungen steht für uns der wissenschaftliche Nachweis im Vordergrund". (Robin Laurence, Leiter "Thanet Psychic and Paranormal Research Unit")

 

"Krisenerscheinungen treten besonders häufig in Kriegszeiten auf. Mütter "sahen" ihre Söhne im Moment ihres Todes. Anscheinend kann der Todesschock eine Art telepathische Kommunikation zwischen Mutter und Sohn bewirken" (aus dem Text)

 

"Es mag sein, dass einige Menschen über eine besondere Gabe verfügen, die sie Geister wahrnehmen lässt .... und dass Geister nur für diejenigen sichtbar werden ..... die dafür empfänglich sind". (Hilary Evans, Gods: Spirits: Cosmic Guardians)

 

"Obwohl er [Lethbridge] dazu neigte zu glauben, dass Geister Bandaufzeichnungen seien, war er auch davon überzeugt, dass es ein Reich nach dem Tode gäbe, das zu einem gewissen Grade für lebende Wesen zugängglich sei." (Colin Wilson, Mysteries)

 

Lethbridge kam zu der Überzeugung, dass jenseits unserer Ebene noch andere materielle Ebenen existieren, die auf höheren Schwingungsraten liegen". (Colin Wilson, Beyond the Occult (Jenseits des Okkulten))

 

"Meist bleiben Geister durch eine Schuld an die Erde gefesselt ....Nachdem sie mit mir gesprochen haben, sind sie automatisch befreit". (Margo Williams, "Geisterbefreierin") 1