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DER COLLIE-LANGHAAR - EIN STADTHUND?
von Martina Wild

Ja, eine Frage die ich ganz eindeutig nach fast 3 Jahrzehnten leben und erleben mit diesem Rassehund mit einem JA beantworten kann.

Der Collie ist ein wirklich bescheidener Hund mit einer immensen Anpassungsfähigkeit an seine Halter. Trotz seiner guten Mittelgröße ist er bescheiden was seine körperliche Auslastung anlangt. Natürlich genügt es nicht, dass sie 3 Mal am Tag den Häuserblock umrunden, das nicht, aber es ist auch nicht so, dass er stundenlang im Freien unterwegs sein muss, und er hält auch geduldig still, wenn sie an einem Tag nicht genug Zeit zum Austoben für ihn erübrigen können. Zudem gehört der Collie zu den leicht erzieherisch beeinflussbaren und leicht führigen Hunden und ist somit immer gut in der Hand zu haben. Jetzt werden sie sagen, nun gut, körperlich könnten wir ihn zufriedenstellen, aber die Pflege des Haarkleides würde uns überfordern - lassen sie sich gesagt sein, ich habe auch einen Schäfermischling mit kurzen Haaren - kein Vergleich - dessen Haare treiben mich manchmal wirklich zur Verzweiflung und er haart fast das ganze Jahr.
Warum ich das niederschreibe - der Collie hat viele Bewunderer ob seiner Ausstrahlung, seiner Liebenswürdigkeit wie er sich gibt und auf Menschen zugeht und ob seiner Optik - aber die meisten schrecken davor zurück sich diesen schönen und liebenswürdigen Hund in ihr Heim zu holen, da sie Bedenken haben, diesem Hund mit seinem fülligen Haarkleid gerecht werden zu können.

Fast tagtäglich werde ich konfrontiert mit der Bewunderung wildfremden Menschen für meinen Collie - wir hätten ja auch gerne einen solchen Hund - aber das lange Fell, das Haaren, die aufwendige Pflege die die Menschen dann vor ihrem geistigen Auge haben, hält sicher viele Freunde dieser Rasse davon ab, sich wirklich einen Collie-Langhaar als Mitbewohner in ihr Heim zu holen und man entscheidet sich aufgrund dieser optischen Kriterien für eine andere Rasse. Meine Kurzabhandlung dann bezüglich der Pflege und des Putzens bei Schmuddelwetter lässt jeden nur voll Unglauben den Kopf schütteln und ich kann mich an einen Satz unserer Präsidentin des Clubs für Britische Hütehunde Frau Brenner erinnern "beim Collie ist weniger mehr" und ich kann dies nur im Brustton der Überzeugung bestätigen.

Ich bade grundsätzlich meinen Collie nicht. Nicht nur dass er dadurch ausschauen würde wie ein aufgeplustertes Sofakissen, zerstört im Laufe der Zeit ein Vollbad mit Shampoo und sei es auch ausdrücklich für Hunde geeignet, die Schutzschicht von Haut und Haar und er beginnt zu hundeln. Ist er wirklich einmal sehr schmutzig, genügt es, wenn er mit klarem lauwarmen Wasser abgeduscht wird. Bei Schmuddelwetter genügt eine Decke die auf der Unterseite mit Alu beschichtet ist (Nässeschutz für den Teppich), ein relativ flacher Kübel mit lauwarmen Wasser (hier wird eine Pfote nach der anderen eingetaucht) und ein Handtuch zum abtrocknen und 5 Minuten später haben sie wieder einen blitzsauberen Collie vor sich.

Gebürstet wird der Collie gründlich alle 6 bis 8 Wochen, Gesamtdauer 1 Stunde. Bei mir wird er allerdings vorher in die Wanne gestellt und der Bauch, die Fahnen (Behaarung an den Vorderpfoten), die Hose (Behaarung an den Schenkeln) und die Innenseite der Hinterbeine mit lauwarmen Wasser angefeuchtet und danach ein Balsam, der nicht ausgespült werden muss, an diesen Partien aufgetragen, da dies sehr heikle Stellen sind und man somit ein Ziepen vermeidet und das Bürsten für den Collie an diesen Stellen ein Angenehmeres ist. Das wie des Bürstens selber will ich an dieser Stelle nicht beschreiben, da es dafür geeignete Literatur gibt. Nach dem Bürsten werden noch die Haare zwischen den Ballen ausgeschnitten und an den Hocken (Hinterläufen) kurzgeschnitten - der Vorteil, er bringt an den Pfoten weniger Schmutz in die Wohnung.

Ist der Hund im Abhaaren wird er 1 Mal pro Woche kräftig im Freien durchgebürstet, Dauer 10 Minuten, um das lose Haar zu entfernen.

Lassen sie sich also nicht abschrecken, wie sie sehen ist der Collie-Langhaar im Prinzip ein nicht sehr pflegeintensiver Hund, wie es sein Haarkleid vermuten lassen würde, aber eines haben sie sicher, einen Hund von großer Liebenswürdigkeit, einen Hund der selbst in einer hundfeindlichen Welt noch gern gesehen ist.

Ihre Martina Wild, März 2007

 

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