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 (M)Eine fundamentalistische Ansicht:

 

Wer zu Handeln versäumt,

ist noch keineswegs frei von Schuld.
 

Niemand erhält seine Reinheit

durch Teilnahmslosigkeit.
 

Der Einwand

 der Einzelne könne doch nichts bewirken, entspricht nicht dem buddhistischen Weltbild. Nach der Lehre vom bedingten Entstehen und der des Kharmagesetzes haben jede Tat, aber auch jedes Unterlassen bestimmte Folgen.

Fazit:

Wer sich nicht gegen Kriege ausspricht und auch  nicht gegen Kriege protestiert, sich nicht um die Menschenrechte kümmert, Menschen in Not nicht hilft, unterlässt Handlungen und macht sich mitschuldig !

Manche Buddhisten verwechseln da wohl ihren  Opportunismus (Nichtstun) mit  buddhistischer Praxisausübung.

Da helfen alle Zitate aus Buddhas Lehren als Ausreden nichts, sie haben die Lehre einfach nicht verstanden. Oder, was noch schlimmer wäre, sie haben sie verstanden und handeln nicht danach, machen sich ihre eigenen Gesetze.....

Eine Tendenz, die es leider immer häufiger zu beobachten gibt...

"Wandel findet nur durch Taten statt. Offen gesagt, nicht durch Gebet und Meditation, sondern durch Aktivität."

Der Dalai Lama, Südafrika 1999

Unglücklicherweise sind seine Worte auf viele verschlossene oder taube Buddhisten Ohren gefallen.

 

Aus World Tibet News, 10. Oktober 2004
Sozial engagierter Buddhismus
=============================
Odyssey, 9. Oktober 2004
Im Laufe des letzten Jahrhunderts haben politische Ereignisse dazu
geführt, dass die Frage der Menschenrechte den ersten Platz auf der
Tagesordnung für Buddhisten und Buddhismus in Asien eroberte. Renato Palmi
von der Tibetgesellschaft Südafrika berichtet.

Die chinesische Invasion in Tibet, der ethnische Konflikt in Sri Lanka und
die Militärdiktatur in Burma haben alle drei den Buddhismus mit
Erfahrungen von Menschenrechtsverletzungen aus erster Hand versorgt.

"Sozial engagierter Buddhismus" ist ein neues Konzept, das im Westen von
Anhängern des Buddhismus entwickelt wurde. Er bedeutet eine persönliche
Verpflichtung überall dort, wo es Konflikte gibt, mit friedlichen Mitteln
Frieden zu schaffen.

Viele Westler, die Tibetischen Buddhismus ausüben, können nicht oder
wollen bewußt nicht die Notlage des Tibetischen Volkes und die Erhaltung
des Tibetischen Buddhismus als ein miteinander verbundenes Problem
erkennen. In einer Botschaft an die Buddhisten in aller Welt sagte der
Dalai Lama bei seinem Besuch in Südafrika 1999: "Wandel findet nur durch
Taten statt. Offen gesagt, nicht durch Gebet und Meditation, sondern durch
Aktivität."

Unglücklicherweise sind seine Worte auf viele verschlossene oder taube
Ohren gefallen. Tibet war und ist möglicherweise noch die wichtigste
Quelle für buddhistische Lehren. Es ist Ironie, zu denken, dass es der
chinesische Einmarsch in Tibet 1950, die erzwungene Flucht des Dalai Lama
und die fortgesetzte Flucht vieler Tausend seiner Leute aus ihrer Heimat
waren, die es uns leicht gemacht haben, Zugang zu den
tibetisch-buddhistischen Lehren zu finden.

Die Position des Dalai Lama als Führer einer Gemeinschaft im Exil hat ihn
gezwungen sich in einer Welt zurecht zu finden, die sehr anders ist als
die traditionelle buddhistische Gesellschaft, in die er hineingeboren
wurde. Alle Tibeter betrachten ihn als Schlüsselfigur in ihrem Kampf um
Freiheit. Er hat sich der Herausforderung gestellt und wurde nicht nur zum
prominentesten Fürsprecher für die Sache Tibets, sondern auch ihr
wichtigster Theoretiker. Als Buddhistischer Führer glaubt er, dass er für
alle fühlenden Wesen Verantwortung trägt, aber er sagt, dass ein Großteil
seiner Energie auf die Sache Tibets konzentriert ist, und er ermuntert
westliche Buddhisten, sich auf die gleiche Weise wie er aktiv für diese
Sache zu engagieren, das heißt, dem "mittleren Weg" der Gewaltlosigkeit zu
folgen.

In einer Rede vor Buddhisten in Amerika sprach der Dalai Lama eine direkte
Bitte aus:
"Als buddhistisch Praktizierende sollten Sie die Notwendigkeit, den
tibetischen Buddhismus zu bewahren, verstehen. Für das Land, das Land
Tibet, ist dies entscheidend. Wir haben nach besten Kräften versucht die
tibetischen Traditionen außerhalb Tibets zu bewahren, aber schließlich
gibt es eine echte Gefahr, dass sie außerhalb unseres Heimatlandes, das
sie schützt und nährt, nicht überleben werden. Deshalb, um der Bewahrung
des tibetischen Buddhismus willen, der als vollständige Form des Buddha
Dharma betrachtet werden kann, ist das heilige Land Tibet von
entscheidender Bedeutung. Wir kommen nicht darum herum Verantwortung zu
übernehmen und zu versuchen die politische Lage in Tibet zu verbessern."

Man sollte westlichen Buddhismus-Praktizierenden klar machen, dass,
während sie die Freiheit haben mit ihrer Dharmapraxis fortzufahren, die
Tibeter in Tibet dies nicht können. Um dieser unterdrückten Tibeter willen
müssen westliche Buddhisten soziales Engagement in Menschenrechtsfragen
und -aktivitäten entwickeln.

Als Tibet-Aktivist stelle ich oft die folgende Frage: "Stell dir vor
eine/r der (anderen) großen Meister/innen wäre noch bei uns und er/sie und
sein/ihr Volk müssten aus ihrem Heimatland fliehen, um ihren Glauben in
Frieden ausüben zu können, während sie gleichzeitig alles versuchen, um
für die Besetzung ihres Heimatlandes eine Lösung zu finden. Stell dir dich
selbst in einem fernen Land vor, wie du dem Glauben dieses Meisters/dieser
Meisterin in Ruhe und Frieden folgst - würdest du nicht den Wunsch haben
dem Meister deines Glaubens auf jede nur mögliche Weise zu helfen und zu
dienen?

Daher denke das nächste Mal, wenn du meditierst, an jene tibetischen
Mönche und Nonnen, die im Gefängnis sitzen, gefoltert oder getötet werden,
nur weil sie ihrem Glauben nachgehen. Dann, ich bitte dich inständig,
setze diese liebenden Gedanken in die Tat um und verpflichte dich ein/e
sozial engagierte/r Buddhist/in zu werden.

 

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