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Wird der Buddhismus im Westen  überleben?

 

 

Ich sage "jein", wenn der Buddhismus, die Buddhisten so weitermachen haben sie bald ihre wahren Dharma Erben verloren. Wenn sie weiter  „Erleuchtung "als Option einfach, ihrem materialistischen und nur an sich selbst interessierten Lebensstil hinzufügen, dann wird der Buddhismus im Westen nicht mehr attraktiv genug sein, um mehr Anhänger zu finden. Schon heute kann man erleben, dass der ernsthafte Weg zur Erleuchtung, zum Boddhisattva, zum Arahat schon ein  grosses Hindernis darstellt. Buddhismus wird zum Main-Stream, oder wenigstens ein Teil davon.

Es wäre ja ein Riesenerfolg, wenn die Lehren des Buddha eine Art Mainstream würden, nur in der Form wie  der Buddhismus heute im Westen erlebt wird, wird es nicht gehen. Zu viele, dem Buddhismus völlig fremde Elemente haben bereits bei vielen, die sich als Buddhisten bezeichnen, im Westen Eingang gefunden.

Vielen Buddhisten ging es, als sie das erste Mal in Kontakt mit Buddhas Lehren traten, um nichts anderes als um Veränderung, sie wollten sich selbst und die Gesellschaft verändern.

Historisch gesehen, hat sich der Buddhismus jedes Mal angepasst, wenn er in eine neue Kultur einging, so wie zum Beispiel, als der Buddhismus von Indien nach Tibet, China oder Japan kam. Allerdings blieb die Logik asiatisch. Das änderte sich mit dem Gang des Buddhismus nach Westen.

Der Buddhismus erhielt hier einen anderen qualitativen Zuschnitt. Buddhismus war immer mit Mönchstum verbunden, im Westen kaum eine Spur davon.  Das Ziel eines Buddhisten war immer die Erleuchtung zu erreichen, ein Boddhisattva oder ein Buddha selbst zu werden.  Im Westen redet man  zwar davon, entfernt sich jedoch  in Wirklichkeit immer mehr von diesem Ziel.  Immer mehr buddhistische Gemeinschaften sprudeln, fast wie im Schneeballsystem, hervor und haben allesamt immer weniger mit der Lehre des Buddha zu tun.

Wo Buddhismus drauf steht, sollte auch Buddhismus drin sein. Gegen eine Versöhnung mit z.B. der marxistischen Philosophie ist sicher nichts einzuwenden, ja gerade zu empfehlenswert, nur darf man dabei die buddhistische Philosophie nicht ausser Acht lassen. Deshalb kann ich nur jedem Menschen der sich Buddha und dem Buddhismus nähern will empfehlen, sich mit dem Palikanon, den Sanskrit Texten, Texten aus dem indischen, tibetischen, chinesischen und auch japanischen Buddhismus, je nach Tradition und Schule, vertraut zu machen. Wobei ich eindeutig die Schriften des Palikanon bevorzuge,  gefolgt von den frühen Mahayana Sanskrit Texten. Dort wird wenig Raum für grossartige Spekulationen, wie sie teilweise im japanischen Zen vorkommen, geboten. Anfangsvertrauen in die buddhistische Lehre ist in jedem Falle wichtig. Und dann  haben wir noch die vielen "Meister" im Buddhismus, besonders die westlichen, aber auch die Zen-Meister aus Japan kommend und deren Nachfolger.... Hier ist Vorsicht geboten, nicht jeder Meister, der behauptet er wäre autorisiert, ist mit der Lehre des Buddha vertraut. Ich vermute eine grosse Anzahl von Scharlatanen, die sich hinter diesem Begriff verstecken, auch wenn diese glauben, was sie sagen. Mit der Lehre des Buddha, auch mit den Lehren des Buddhismus, ob Theravada, Mahayana oder Zen, hat das Gepredigte oft nicht sehr viel zu tun.

Wichtig ist auch, dass jeder Buddhist, oder jemand der sich vom Buddhismus angezogen fühlt, sich die Vier edlen Wahrheiten und den edlen achtfachen Pfad, der zum Ziel führt, verinnerlicht. Die Philosophie, die da hinter steckt  muss man verstehen, es gibt keinen anderen Weg.  Wir müssen uns wieder dem Dharma anpassen und nicht erwarten, dass sich dass Dharma uns anpasst.

Dann hat der Buddhismus auch eine Chance im Westen!

 Der  Begriff 'Buddhismus'   allerdings wird  im Westen auch so überleben, nur wird ihm der Buddhismus im Osten nicht mehr ähnlich sein.

Schnellboot statt Floss?

Krieg ist  auch nicht Frieden! und der Weg nicht das Ziel......

Und im Zweifelsfall denken Sie an die Worte des Dalai Lama:

"Ich bin nicht daran interessiert, andere Menschen
zum Buddhismus zu bekehren, sondern daran,
was der Buddhismus dazu beitragen kann,
das Leiden in der Welt zu überwinden."

Buddha:

"Schwer wird es der Menschheit zu erfassen sein, das Gesetz der Causalität, die Verkettung von Ursachen und Wirkungen. Und auch dies wird ihr gar schwer zu erfassen sein, das Zurruhekommen aller Gestaltungen, das Ablassen von allem Irdischem, das Erlöschen des Begehrens, das Aufhören des Verlangens, das Ende, das Nirvâna."


Bleiben Sie, oder werden lieber ein guter Christ, ein gläubiger Muslim, ein netter Bahai, friedliebender Atheist, bevor sie sich am Buddhismus die Zähne ausbeissen :-)

In Peace

Samanera

PS.: In der deutschen Newsgroup d.s.w.b(de.soc.weltanschauung buddhismus) kann man fast täglich erleben, wie der Buddhismus in den deutschsprachigen Ländern von den dort aktiven Mitgliedern aufgefasst wird. Diese  Auffassungsweisen sind  teilweise jedoch meilenweit von irgendeinem Buddhismus entfernt und haben keinerlei Ähnlichkeiten mehr mit irgendeiner buddhistischen Lehre.  Dort uebt man sich eher in westlichen Kriegsspielen.

Wie auch sonst noch Buddhismus völlig falsch verstanden wird:

http://members.psi.co.at/karma-kagyue

Hier hat ein  Buddhist  aus Österreich sich mal die Mühe gemacht zu recherchieren.

 

 

Hier eine ausfuehrliche Linkliste fuer den deutschsprachigen Raum.:

Internationales Netzwerk engagierter Buddhisten

Tipp:  Kopieren Sie sich die Links, da ich nicht weiss, wie lange es diese Homepage noch in dieser Form gibt...

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