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Sulak Sivaraksa:
Die fünf moralischen Grundsätze

 

Sulak Sivaraksa ist thailändischer Theravada-Buddhist, Professor für Sozialwissenschaft an Universitäten Thailands und der USA, vielfach engagiert für soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Frieden in Südostasien, zeitweilig wegen 'Majestätsbeleidigung' im Gefängnis inhaftiert und im Exil lebend. Er ist Mitgründer des "International Network of engaged Buddhists'.

Der hier abgedruckte Aufsatz wurde veröffentlicht in seinem Buch: SEEDS OF PEACE, A Buddhist Vision for Renewing Society, Berkeley, 1992. Der Aufsatz wurde ins Deutsche übersetzt von Irene Eckert und Franz-Johannes Litsch.

Der Aufsatz erscheint uns bedeutsam, weil er einerseits zeigt, dass jene fünf von Buddha aufgestellten ethischen Grundsätze nicht nur individuelle sondern ebenso gesellschaftliche Bedeutung haben, beides eben nicht voneinander trennbar ist - und andererseits zeigt, wie in jenen vor 2500 Jahren aufgestellten Maximen bereits sämtliche Probleme der heutigen modernen Welt enthalten und geistig grundsätzlich bewältigt sind. Wir stehen also nicht vor gänzlich neuen, unlösbaren Problemen.

Alle Buddhisten akzeptieren fünf Vorsätze (panca-sila) als ihre grundlegende ethische Richtlinie. Diese als Orientierung nutzend, wissen wir, woran wir uns in den vielen Gegebenheiten des Alltags halten wollen.

Erster Grundsatz

Der erste Grundsatz ist: "Ich verpflichte mich, nichts Lebendiges zu töten". Wir versprechen, nichts zu zerstören, nicht Grund zu sein für Zerstörung oder Grund für die Sanktionierung der Zerstörung irgendeines Lebewesens. Indem wir diese Maxime akzeptieren, anerkennen wir unsere Verbundenheit zu allem Lebendigen und sind uns bewusst, dass Schaden gegen jegliches lebende Wesen Schaden ist gegen uns selbst. Der Buddha sagt, "Erkennen wir unsere Identität mit den Anderen, können wir niemals töten oder Grund sein für Töten."

Dieser Grundsatz gilt für alle Kreaturen, ungeachtet ihrer Größe. Wir opfern keine Lebewesen für religiöse Handlungen, für die Bequemlichkeit oder für Nahrung. Stattdessen versuchen wir, unsere eigennützigen Motive aufzugeben. Mahayana Buddhisten sagen sogar: sei bereit zu Taten, die dir selbst schaden, wenn sie wahrhaft anderen Wesen helfen. Die vietnamesischen Mönche z.B., die sich selbst verbrannten (Anfang der sechziger Jahre), waren der Auffassung, dass ihr Handeln dazu betragen könne, den Vietnam-Krieg zu beenden. Gemäß der Tradition des Theravada-Buddhismus ist Reinheit Voraussetzung für Weisheit und Mitgefühl, und ernsthafte Theravadins missbilligen jegliches Töten. Für Theravada Mönche ist sogar das Fällen von Bäumen oder 'Kultivieren' von Land Töten. Jedoch die meisten von uns müssen Kompromisse eingehen. Alan Watts sagte einmal, dass er sich entschlossen habe, Vegetarier zu sein, weil Kühe lauter schrieen als Salat. Mahayana Mönche können im allgemeinen Vegetarier sein, weil es ihnen erlaubt ist, ihr Land selbst zu bestellen. Theravada Mönche dagegen sind völlig abhängig von ihren Nahrungsspendern, und müssen somit essen, was immer sie angeboten bekommen inklusive Fleisch. Doch gewinnen sie den Eindruck, dass ein Tier speziell für sie getötet wurde, können sie es nicht essen.

Tiere zu töten und Fleisch zu essen kann für eine einfache Agrargesellschaft oder für dörfliches Leben angemessen sein, doch existiert einmal ein kompliziertes Markt-System muss der erste buddhistische Grundsatz erneut sorgfältig geprüft werden. In Industriegesellschaften wird Fleisch behandelt wie jedes andere Produkt. Kennt die Massenproduktion von Fleisch irgendwelchen Respekt gegenüber dem Leben der Tiere? Wenn die Menschen in fleischessenden Ländern Abstand nehmen könnten von der Tierzucht für den Konsum, würde dies nicht nur Mitgefühl gegenüber den Tieren bezeugen, sondern ebenso gegenüber den in Armut lebenden Menschen, welche das Korn brauchen um zu überleben.

Buddhisten müssen sich auch dessen bewusst sein, dass es genug Lebensmittel in der Welt gibt, um uns alle angemessen zu ernähren. Hunger wird allem verursacht durch ungleiche Wirtschafts- und Machtstrukturen, die es den Lebensmitteln nicht erlauben, dorthin zu gelangen, wo sie gebraucht werden, selbst dann nicht, wenn jene, die die Lebensmittel benötigen, auch ihre Produzenten sind. Wir müssen unser Augenmerk ebenso auf den Waffenhandel richten und die Strukturen hinterfragen, die für das Morden verantwortlich sind. Das Töten durchdringt unsere ganze moderne Lebensweise - Kriege, Rassenkonflikte, Tierzucht im Interesse des Marktes, Verwendung schädlicher Insektengifte. Wie können wir dem widerstehen und dazu beitragen, eine gewaltfreie Gesellschaft zu schaffen? Wie kann der erste Grundsatz und seine heilsame Wirkung genutzt werden, um eine politisch gerechte und dankbare Welt zu gestalten? Ich mache hier nicht den Versuch, diese Fragen zu beantworten. Ich möchte sie nur wecken, damit wir darüber nachdenken und meditieren.

Zweiter Grundsatz

Der zweite Grundsatz heißt, "Ich verpflichte mich, nicht zu stehlen." In der   "Welt-Eroberer-Schrift" (Cdkkavatti Sahananda Sutta) sagt der Buddha: erlaubt einmal ein König, dass Armut in seiner Nation auftritt, werden die Leute immer stehlen um zu überleben. Ökonomische Gerechtigkeit ist eng verbunden mit "Rechter Lebensweise' (fünfter  Aspekt  von  Buddhas 'Achtfachem Pfad' zur Befreiung vom Leiden). Wir müssen uns große Mühe geben, um sicherzustellen, dass es sinnvolle Arbeit gibt für jeden der arbeiten kann. Ebenso müssen wir die Verantwortung dafür erkennen, dass der Diebstahl unserem ökonomischen System direkt anhaftet. Das Leben in 'Rechter Lebensweise' zu führen bedeutet, freiwillige Einfachheit aus Mitgefühl mit allen Wesen, Verzicht auf Ruhm, Profit und Macht als Lebensziele ebenso wie das persönliche Stellung beziehen gegenüber der strukturellen Gewalt repressiver Zustände. Denn, ist es genug, ein Leben in freiwilliger Einfachheit zu leben, ohne auch daran zu arbeiten, die Strukturen zu verändern, die so viele Menschen zwingen in unfreiwilliger Armut zu leben?

Die Errichtung einer gerechten internationalen ökonomischen Ordnung ist ein notwendiger und unverzichtbarer Bestandteil, um eine friedvolle Welt zu errichten. Gewalt in all ihren Formen - imperialistische, gesellschaftliche und zwischenmenschliche - wird untermauert durch den kollektiven Drang nach wirtschaftlichem Reichtum und politischer Macht. Es gibt eine Geschichte aus den frühen Schriften, die dies illustriert. Fünf Jahre nachdem  Buddha die Erleuchtung erlangt hatte, kehrte er in seine Heimatstadt zurück und fand den Stamm seiner Mutter, die Koliyans im Krieg mit dem Stamm seines Vaters, den Sakyans. Der Konflikt war ausgebrochen, weil die Sakyan-und Koliyanbauem sich  nicht darüber einigen konnten, wer von ihnen den Rohini-Fluss in ihre Reisfelder lenken dürfe. Beide bestanden darauf, dass ihre Ernte reifen würde durch eine einmalige volle Wässerung, danach könne die andere Seite den Fluss umleiten. Die Bauern begannen sich gegenseitig zu beschuldigen bis, durch die Beschimpfungen schließlich in Wut geraten, die Stammeskrieger aufeinander losstürmten, um ihre Ehre zu retten. An diesem Punkt griff Buddha ein. Die Krieger senkten verlegen ihre Waffen als ihr erleuchteter Verwandter sie nach der Ursache ihres Streits befragte. Als er entdeckte, dass der Grund das Wasser war, fragte er sie, ob das Wasser so wertvoll sei, wie ein einziges menschliches Wesen. Sie antworteten, dass das Leben eines menschlichen Wesens unbezahlbar sei, worauf Buddha entgegnete: "Dann ist es offensichtlich nicht angemessen, dass wegen eines bisschen Wassers Krieger getötet werden, die unbezahlbar sind."

Die Menschen sollten ermutigt werden, die (heute vom Westen propagierte) "Neue Weltordnung" von einer buddhistischen Perspektive aus zu studieren und sich dazu zu äußern, sie daraufhin zu überprüfen, ob sie angemessene oder unangemessene Entwicklungsmodelle anbietet, richtige oder falsche Weisen zu Konsumieren, gerechte oder ungerechte Marktsysteme, vernünftigen Gebrauch oder Missbrauch natürlicher Ressourcen und welchen grundsätzlichen Weg, die Übel der Welt zu heilen. Wo stehen Buddhisten, wenn es um eine neue ökonomische Ethik auf nationaler und internationaler Ebene geht? Viele christliche Gruppen haben Studien erstellt über multinationale Unternehmen und internationale Banken. Wir sollten von ihnen lernen und ihre Ergebnisse nutzen.

Dritter Grundsatz

Der dritte Vorsatz ist, "Ich verpflichte mich, keine sexuelle Missachtung auszuüben." Wie in den anderen Grundsätzen, die wir in unserem eigenen Leben verwirklichen müssen, dürfen wir auch hier nicht andere ausbeuten und verletzen. Zusätzlich müssen wir die globalen Strukturen männlicher Dominanz und der Ausbeutung von Frauen erkennen. Die Strukturen von patriarchaler Gier, von Hass und Verblendung sind untrennbar verbunden mit der Gewalt in der Welt. Marvin Harns und Eric ROSS haben z.B. gezeigt, wie der in einigen Stammeskulturen praktizierte Mord an weiblichen Kindern zur Notwendigkeit von Stammeskriegen fuhrt, um den Überschuss an Männern zu töten, was wiederum die Aufwertung männlicher Stärke und Tapferkeit bewirkt, und dies erneut den Hungertod weiblicher Kinder und die Bevorzugung männlicher Kinder zur Folge hat. (Marvin Harns and Eric B. ROSS, Death, Sex and Fertility: Population Regulation in Preindustrial Society, New York, 1987). Ebenso eng verbunden mit dem Patriarchat ist der moderne Militarismus.

Buddhistische Praxis verweist in Richtung auf die Entwicklung erfüllter und ausgeglichener menschlicher Wesen, frei von sozial erlernten 'maskulinen' und 'femininen' Mustern des Denkens, Sprechens und Verhaltens, in Berührung mit beiden Aspekten ihrer selbst.

Vierter Grundsatz

Die vierte Maxime lautet, "Ich verpflichte mich, nicht falsch zu sprechen. " Wahrheit ist letztlich unwissbar und unaussprechlich. Für einen Buddhisten bedeutet in Berührung mit der Wahrheit zu sein, gegründet sein in einem tiefen, kritischen Zweifel gegenüber jeglichem Glauben und Vorurteil. Indem wir durch die Praxis der Meditation das Erscheinen der Illusionen in uns selbst erkennen, werden wir allen Ansichten gegenüber undogmatischer und offener. Weisheit kann nur erlangt werden durch die freie und offene Übung des kritischen Geistes. Im Vimalakirti Sutra wird den Bodhisattvas empfohlen "sich selbst allen Sekten der Welt hinzugeben, um schließlich jene zu ökumenischer (die Erde umschließender) Toleranz zu wandeln, die in Dogmatismus festgehalten sind." Spirituelle Praxis offenbart die Leerheit jedes stereotypen Feindbilds und zeigt uns die übereinstimmende Anwesenheit gewaltsamer und habgieriger Tendenzen in uns.

Wir müssen auch die Massenmedien betrachten, die Erziehung und die Informationsmuster, die unser Verständnis der Welt prägen. Wir Buddhisten sind weit zurück hinter unseren muslimischen und christlichen Brüdern und Schwestern in dieser Hinsicht. Die muslimischen Pesantran-Erziehungsinstitute in Indonesien wenden islamische und traditionelle Prinzipien in einer modernen Umgebung an, indem sie ihren jungen Leuten die Wahrheit über die Welt vermitteln und eine Vision für die Zukunft entwerfen. Die Quäker kennen eine Praxis des "Gegenüber der Macht die Wahrheit sprechen". Es wird nur möglich sein, auszubrechen aus der Systematik der Lügen, die dem Status quo innewohnt, wenn wir dieses die-Wahrheit-sprechen gemeinsam angehen.

Die Würde des Menschen sollte den Vorrang haben vor der Steigerung des Konsums bis zu dem Punkt, dass die Leute mehr haben wollen, als sie wirklich brauchen. Indem wir Wahrhaftigkeit als Leitlinie benutzen, sollte Forschung auf universitärem Niveau  betrieben werden, um der politischen Propaganda und kommerziellen Werbung entgegenzuwirken. Ohne den kostbaren Schatz der freien Rede und freien Presse zu übersehen, müssen wir uns doch dessen gewahr sein, dass wir nicht in der Lage sein werden, die umfassende Indoktrination zu überwinden, die im Namen nationaler Sicherheit und materiellen Wohlstands über uns ergeht, wenn wir nicht Alternativen zu der gegenwärtigen Übermittlung von Lügen und Verzerrungen finden.

Der fünfte Grundsatz

Der fünfte Vorsatz ist, "Ich verpflichte mich, keine Drogen einzunehmen, die das Bewusstsein trüben und nehme mir vor, andere zu ermutigen, ebenfalls ihr Bewusstsein nicht zu benebeln. Im Buddhismus ist klares Bewusstsein ein wertvolles Kleinod. Wir müssen die Kräfte überwinden, die die Selbstvergiftung, den Alkoholismus und die Drogenabhängigkeit fordern. Es ist eine Frage der internationalen Gerechtigkeit und des Friedens. Die Bauern der 3. Welt pflanzen Heroin, Coca, Kaffee und Tabak an, weil das wirtschaftliche Weltsystem es ihnen unmöglich macht, sich zu ernähren, indem sie Reis oder Gemüse anbauen. Bewaffnete Banden treten als Mittelsmänner auf, sie sind häufig ethnische Guerillas, pseudo-politische Banditen, Privatarmeen von rechtsradikalen Politikern, oder Revolutionäre der einen oder anderen Art. Der CIA handelte in Vietnam mit Drogen, die burmesischen kommunistischen Guerillas handeln mit Drogen, und südamerikanische Revolutionäre handeln mit Drogen. Umfangreiche Kriege, wie etwa der Opium-Krieg (im letzten Jahrhundert in China) wurden von Regierungen ausgetragen, die den Handel mit Drogen aufrechterhalten wollten. Ebenso ernsthaft ist die ökonomische Gewalt, die Bauern zwingt, für den Export Kaffee oder Tee zu ernten wie auch der überbordende Exzess an überflüssiger Zigarettenproduktion, der durch intensive Werbefeldzüge den 3.-Welt-Konsumenten aufgezwungen wird.

Drogenmissbrauch und -Verbrechen sind in jenen Kulturen weit verbreitet, die an der ungleichen Verteilung von Reichtum, an Arbeitslosigkeit und entfremdeter Arbeitstätigkeit leiden. Der Kampfeinsatz der US-Armee unter Reagan und Bush gegen den Drogenhandel, ist am Ende genauso wirkungslos wie Gorbatschows, jetzt abgebrochene Kampagne gegen Alkohol am Arbeitsplatz, und zwar aus demselben Grund: beide wenden sich gegen die Symptome nicht gegen die Ursachen. Der Buddhismus macht deutlich, dass die einzig effektive Lösung dieser Probleme nur geschehen kann im Rahmen einer vollständigen Erneuerung humaner Werte.

Die üblichen religiösen Predigten gegen die Gifte bringen uns nirgendwohin. Wir müssen nach Innen schauen und wirklich damit beginnen, die Wurzeln von Drogenmissbrauch und Alkoholismus zu erkennen. Zugleich müssen wir die ganze Bier-, Wein-, Spirituosen- und Drogen-Industrie untersuchen, um ihre Machtbasis zu identifizieren.

Diese (fünf) grundlegenden ethischen Lehren gelten sowohl für uns als Individuen wie auch als Mitglieder der Gesellschaft. Meine Gedanken über die fünf Grundsätze und wie wir sie auf die Verhältnisse in der heutigen Welt anwenden könnten, sind nicht mehr als ein erster Schritt. Ich hoffe, dass die Diskussion über diese Fragen weitergeführt wird. Wir brauchen dringend eine moralische Grundlage für unser Verhalten und unsere Entscheidungsfindung.
 

gefunden bei:

http://www.kommundsieh.de/
 

 

 

'Engaged Buddhists' take on world
By Ken Gewertz, Harvard University Gazette Staff, March 20, 2003

Religious movement is a global phenomenon, taking many different forms

Harvard, USA -- To some, "engaged Buddhism" may seem like a contradiction in terms. Traditionally, Buddhists have sought to avoid suffering by disengaging from desire, training themselves through meditation to look past the world of illusion to the spiritual reality beneath.



Charles Hallisey (left), associate professor of Asian languages and cultures, University of Wisconsin, Madison; Venerable Yifa, a nun and director of the Greater Boston Buddhist Cultural Center; and Sulak Sivaraksa, Yenching Institute fellow and 'engaged Buddhist,' attended the symposium. (Staff photo by Kris Snibbe)

But during the past few decades Buddhists have been re-examining the teachings of their religion and finding a basis for social action, for confronting war, racism, exploitation, commercialism, and the destruction of the environment. One of the world's leading engaged Buddhists, Sulak Sivaraksa, currently a fellow of the Harvard Yenching Institute, spoke March 14


in a symposium called "Buddhism, Globalization, and Social Change.". Also on the panel were Venerable Yifa, a Taiwanese Buddhist nun and director of the Greater Boston Buddhist Cultural Center; Charles Hallisey, associate professor of Buddhist studies at the University of Wisconsin, Madison; and Janet Gyatso, the Hershey Professor of Buddhist Studies at Harvard. Christopher Queen, lecturer on the Study of Religion, was moderator.

"There's been a sea-change in the Buddhist tradition," said Queen, who has edited several books on engaged Buddhism. "Buddhists have gotten up off their cushions, recognizing that collective sources of suffering in the world must be addressed by collective action."

Engaged Buddhism is a global phenomenon, taking many different forms, said Queen. Prominent members of the movement include B.R. Ambedkkar, who brought Buddhism to the "untouchables" of India; Thich Nhat Hanh, the Vietnamese Zen master, known for his activism against the war in Vietnam; and A.T. Ariyaratne, founder of the Sarvodaya Shramadana rural development movement in Sri Lanka.

Sulak, the founder of the International Network of Engaged Buddhists, is Thailand's leading dissident and public intellectual. The author of many books and articles, he has been jailed and exiled several times by Thai authorities for speaking out about state policies on environmental justice and human rights. He has been twice nominated for the Nobel Peace Prize and in 1995 received the Right Livelihood Prize from the Swedish Parliament.

In his talk, Sulak spoke about nonviolence as the master precept of Buddhism and discussed the ways in which Buddhism's other precepts are related to this master teaching.

For example, he said, Buddhism forbids stealing. "But if you let a few collect wealth at the expense of the poor, that is worse than stealing."

Similarly, Buddhist teachings condemn sexual misconduct. Yet in Thailand today, where many young women are forced or tricked into lives of prostitution from which they find it difficult to escape, the responsibility for this activity falls on those who organize and profit from the sex trade, not on its powerless victims.

"We must interpret the precepts in a modern way," Sulak said.

Yifa, who earned a law degree from the National Taiwan University and a Ph.D. in religious studies from Yale University, has been a nun at Fo Guang Shan Monastery in Taiwan since 1979. She has been an administrator at Fo Guang Shan Buddhist College and at Hsi Lai University, Rosemead, Calif., a visiting scholar at the University of California at Berkeley, and a faculty member at National Sun Yat-Sen University.

In her talk, she discussed the establishment and subsequent decline of women's monastic orders in Buddhism. Only in China did these orders persist, and today only in Taiwan can they be said to flourish.

Yifa faced opposition from her middle-class family when she announced her intention to enter Fo Guang Shan Monastery in Taiwan. Her current research focuses on women in Buddhism. Her book on monastic rules and institutions, "The Origin of Buddhist Monastic Codes in China" (Hawaii University Press, 2002), discusses all aspects of life in Buddhist monasteries during the Song Dynasty (960-1279 A.D.).

Hallisey described his students' adverse reaction when Sulak came as a guest lecturer to one of his classes and spoke on the Buddhist view of democracy. Westerners, and especially Americans, believe they invented democracy, and find it difficult to hear a person from a different culture criticize their beliefs and practices, he said.

The Western view of democracy emphasizes the freedom to acquire- the right of citizens to obtain justice under the law, economic opportunity, the ability to speak freely, etc. But Buddhists are more likely to stress the freedom to give, characterized by "generosity on one person's part toward another, the ability to give others the freedom to be themselves."

From this viewpoint, introspection is of paramount importance in a democratic society. "We must look into ourselves and see if there is democracy in our hearts," Hallisey said.

Gyatso's talk focused on the question of women's monastic orders in Buddhism, taking up the issues that Yifa had raised, but from a more scholarly perspective. She discussed Buddha's acceptance of women in monastic orders, but only if they were governed by "the Eight Heavy Rules," which make the most senior nun subordinate to the most junior monk.

"That is the situation Buddhism faces today- how to handle challenges to authority brought by the feminist critique. Just as we haven't attained full democracy, we also have not attained gender equality," she said.



 

 

Thai Activist Brings New Perspective to Harvard
By YINGZHEN ZHANG, The Harvard Crimson Staff Writer, March 18, 2003

Harvard, USA -- Sulak Sivaraksa opens the door to his two-bedroom flat, wearing hand-woven garbs entirely incongruent with the jeans-and-t-shirt population shuffling down Porter Square’s sidewalks outside. “Don’t take off your shoes, just come in—and would you like some tea?” asks Sulak as he walks towards his sparsely furnished living room in his brown Thai sandals.

Wrapped in a traditional, woven vest cinched at the waist by a colorful silk sash, Sulak looks like a combination of a character in a Thai painting and any kind grandfather—but he is also a prominent Thai social critic, author and activist who has made headlines worldwide by his involvement in everything from peace marches to court hearings and counts the Dalai Lama among his friends.

Compared to his usual activist schedule, his itinerary for the past week has been quiet. When not talking about his views and ideals at a public lecture in Cambridge or a speech at the Harvard Divinity School, the 69-year-old claims to enjoy his free time in a “pre-modern world”—one without TV, the Internet or PINE.

“I meditate,” Sulak says with a merry twinkle in his eye as he draws his hands together, palms facing up and resting lightly on top of each other, striking a contemplative pose. “I also read and take many walks. The campus here is so beautiful.”

This way of living—a blend of classic Buddhist introspection and contemporary social activism—is actually the essence of what Sulak, who goes by his first name in private as well as public, has tried to share with his compatriots and others around the globe in more than four decades of writing and public speaking.

Meditating on Harvard

Sulak has been a Visiting Research Scholar at the Harvard-Yenching Institute since January and will depart Cambridge tomorrow. He was invited because of his status as a public intellectual from Asia, according to a press release from the Yenching Institute.

This detour into academia is certainly not Sulak’s first. Well-known as a proponent of socially engaged Buddhism, he has taught previously at numerous U.S. institutions, including Swarthmore College, University of California at Berkeley and Cornell University. In fact, two of his former students at Swarthmore came to Cambridge last week to hear him speak.

“I was very touched to see them. Professors and students form wonderful relationships at Swarthmore,” Sulak says.

But he speaks more equivocally about Harvard, saying that his times here have left him with both “positive and negative” impressions. In particular, Sulak is struck by students’ hectischedules, observing that “everyone at Harvard is too busy.”

“One needs time to breathe properly, read properly, enjoy the Charles, enjoy the trees, the blue sky. It’s fundamentally wrong to rush through things,” he says.

But for Sulak, a slower pace does not lead to less productivity—just more deliberation. A prolific writer, he has authored dozens of books and contributes to numerous magazines and newspapers. He sees Harvard’s brand of work ethic as something that strays from its goal and conforms to what he calls the “mainstream McWorld syndrome.”

“I think ‘Veritas’ is just a motto. Many don’t pursue the truth: they just pursue their own advancement,” Sulak says, adding that “the hidden syllabus here is that you must be successful, you must be great.”

But Sulak is also quick to point out Harvard’s positive aspects. Among the most memorable people that he says he has met at Harvard is Christopher Green, a lecturer on religion and dean of students at the Division of Continuing Education. Green teaches socially engaged Buddhism to a “growing minority” of “idealistic students,” Sulak says.

He says that he has also been especially impressed by the students at the Kennedy School of Government responsible for organizing “Bridge-Builders: 21st Century International Leadership Development,” a series of four events that will be held around the world to foster connections linking the business community to existing efforts to fight the AIDS epidemic. The first of these conferences was held at Harvard last month.

“They invite oppressed people to speak at this school in order to understand the truth. They want to learn from the poor and understand their suffering—this is the most wonderful thing,” he says. “Things always start with a small number, but I hope the students will make a big impact.”

Sulak has made quite an impact himself, over the course of his life.

Born in 1932 in Siam—his preferred name for his homeland—Sulak graduated from the University of Wales. Upon returning home, he founded the Social Science Review as part of his own attempt to understand the issues facing his country and its poor. The publication became Thailand’s leading intellectual journal in the 1960s and 1970s.

Since then, Sulak has been an outspoken social critic—and not just of his own homeland, though his voice becomes energetic and urgent as he talks about what he thinks must be changed about his native country.

“We claim to be a democracy, but press freedom must be real by allowing the dissent to voice their opinions,” Sulak says.

His persistent voice in promoting the rights of assembly and expression antagonized the government; anti-state charges forced him into exile overseas in 1976 and again in 1991. During that time, he continued to write so that his views could drift back home, he says.

But opinions were changing. When he returned to his homeland in 1995 to face trial for criticizing the government, he not only won the case but was praised by the judge as a “defender of the crown.”

“My voice in the last 40 years is now being taken seriously,” says Sulak, “perhaps not by the present government, but the establishment relies on me, because they see that there is a lot of value to what I have to say.”

A Buddhist’s Diagnosis of the World

More than specific rights, Sulak says he believes that “the government must have moral legitimacy.” In other words, the Thai government must look to its cultural roots and prioritize the interests of its people.

“I’m against multiculturalism dominated by American consumerism, or what I call the ‘Coca-Cola–and-jean syndrome,’” says Sulak.

But he says that being true to Thai roots is not equivalent to turning away from technological and economic progress. According to Sulak, “as long as the support is there, the transparency is there, the accountability is there and the compassion is there,” legitimacy in government actions will follow.

“The word ‘development’ is an imperialistic term; the more we are American, the more we are ‘developed,’” says Sulak. He points to the gas pipeline being laid throughout Thailand as an example of an investment that, in the name of “development,” is really just generating paybacks to high governmental officials and a company linked to U.S. Vice President Dick Cheney.

“Villages 700 to 800 years old will be uprooted,” Sulak says. “Most people don’t even know what’s going on, and the government does not care. This is just sad.”

And yet, he says that he is optimistic about social changes already underway and believes that activists like himself can make a difference.

“I hope to empower the people—already half a million Thai people have gotten together to form a nonviolent assembly, and the government has to listen,” says Sulak.

And Sulak says that instances of government abuse are not exclusive to developing countries. He also lists the U.S. government, corporations and mainstream media as offenders and accuses the upper class of committing what he calls “structural violence.”

“If I have too much and you have too little, and still I suck off your money, that’s structural violence,” says Sulak. “It is when the big corporations release workers by the thousands but still pay the top CEOs millions in bonuses.”

But his most timely criticism goes to President Bush’s policies on Iraq. He says that Bush has a vested interest in a war against Iraq.

“He obviously collaborates with big defense corporations, and he doesn’t listen to anyone,” Sulak says. “This does not look like a democracy to me.”

Sulak drew parallels between Bush and top Thai government officials, and accused both of neglecting the interests of the people.

“Our president stole the election, just like yours, and our prime minister recognizes the oppressive Burmese government because he only wants to build five-star hotels and sell his satellites,” says Sulak. “He doesn’t care about the Burmese people.”

He also challenges the realistic amount of press freedom in mainstream media in the U.S.

“Noam Chomsky is a very good man and he says true things about America, but you don’t hear him,” says Sulak. “Critics of America are silenced by mainstream media.”

Bringing Buddhists into the Real World

In contrast to the current U.S. attitude toward Iraq and terrorism, Sulak encourages an alternative approach inspired by his Buddhist ideals.

“The response to the 9-11 tragedy should be more compassionate—not just ‘an eye for an eye,’” Sulak says. “If you look at those countries, they have nothing.”

He says that a fundamental change in is in order if the U.S. hopes to curb terrorism.

“The biggest enemy is within—from the Buddhist point of view, they are fear, anger and insecurity,” Sulak says.

He says he hopes that people will try to “see everyone as friends and should have compassion for Bush, too.”

This kind of socially engaged Buddhism—in which the Buddhist ideals of compassion and justice are not only internalized but also actively extended to the outside world—is a movement Sulak has strongly and consistently supported.

He says that although Buddhism’s increasing popularity among Westerners is an encouraging sign, Buddhists should not limit themselves to personal fulfillment.

“What do they do once they become Buddhists? They become calm and find peace by meditating. But they are often the upper middle class, and they don’t realize that by being calm and peaceful, they are not questioning their lifestyle—or the fact that they unknowingly exploit the poor,” he says.

Sulak says his dual role as both a Buddhist and an activist reconcile naturally.

“One day of serving is better than one hundred days of exploiting,” he says.

For now, Sulak says he hopes that he has more right views than when he was young and less traveling in store for the future.

“I’m not young anymore, and I believe that flying business class is wrong because it fattens the airlines, but you can’t move in those economy seats,” he says, compacting his frame to a rigid seating position to demonstrate his point, his eyes sparkling with a playfulness that defies his age. But he says he does look forward to flying home to Bangkok for the summer to celebrate his 70th birthday, which he says will be a small family affair.

And looking around at his temporary residence provided by the Yenching Institute, he smiles contentedly at the prospect of jetting to yet another destination tomorrow.

“Places have secondary importance to me—having so many friends in so many countries is the most important thing,” he says, sweeping his arm vaguely outward. “Soon, I will leave this country, too, to be reborn elsewhere.”


Sathinakoses-Nagapradipa Foundation, A Buddhist View from Below.
die alten Homepages funktionieren noch, aber es gibt eine neue:

http://www.sulak-sivaraksa.org/en/

 

Hier ein Interview mit Sulak in deutsch aus neuerer Zeit

 

 

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