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Ellipse: Arnulf Scherzer
02/2004
 

 

 

 


Das Leben mit der Krebserkrankung

 

 

Nicht immer können wir oder unsere Ärzte so handeln, dass eine Krebserkrankung

beseitigt wird. In diesen Situationen brauchen wir aber nicht aufgeben.

 

Es ist ein großer Unterschied zwischen dem Akzeptieren eines augenblicklich, scheinbar nicht

beeinflussbaren Sachverhaltes und einer Resignation. Wenn ein Krebswachstum zum Stillstand

kommt, oder nur langsam fortschreitet, können wir jahrelang auch mit Krebs und bei guter

Lebensqualität leben. Natürlich sollen wir weiter das Ziel vor Augen haben, ohne Krebs zu leben.

Aber fixieren wir uns nicht auf dieses Ziel und suchen nach Wegen des Wohlbefindens und der

Freude an alltäglichen Dingen, auch wenn der Krebs uns nicht gehorcht.

 

Früher oder später werden wir auch nach dem Sinn dieser Erkrankung fragen. Diese Frage ist

berechtig und kann zu dem besseren Verständnis des Krankheitsprozesses beitragen. Zwar gibt

es in unserer Schöpfung nichts, was sinnlos ist, trotzdem gilt es für uns zu akzeptieren, dass wir

mit unserem kleinen Verstand den Sinn nicht mehr verstehen können und auch nicht verstehen

müssen. Manchmal ist die Krebserkrankung einfach unfassbar.

 

Auch die uns durch die christlichen Religionen fast genetisch eingepflanzten Schuldgefühle sind

bei der Verarbeitung der Erkrankung fehl am Platz. Wenn wir die Schuld für die Erkrankung bei

uns, den anderen oder den Lebensumständen suchen, belasten wir uns unnötig zusätzlich. Kein

Buch, Therapeut, Arzt oder Mitpatient darf uns Schuld suggerieren. Anstatt sich mit der Frage

des WARUM zu quälen, sollten wir Mitverantwortung für den Heilungsprozess übernehmen und

unbewusste Einstellungen, unsere emotionale Verfassung und unsere Verhaltensgewohnheiten

überprüfen. Die Krebserkrankung

 

sollte von uns aber lediglich als Auslöser gesehen werden, sich mit Fragestellungen und

Einstellungen zu beschäftigen, denn wir bislang in unserem Leben vielleicht keine oder nur wenig

Aufmerksamkeit geschenkt haben. Die neue Lebenssituation mit der Erkrankung kann so als

Chance verstanden werden,

 

das bisherige Leben zu überdenken und vielleicht neue, bisher ungewohnte, unbekannte Wege

zu gehen und vielleicht auch Neues zu wagen.

 

Trotz der Krebserkrankung und all dem, was mit ihr auf uns zukommen mag, denken wir immer

wieder an die vier lebenswichtigen Vitamine mit L:

 

Lachen, Lieben, Lust, Loslassen

 

Grundsätzlich sollten wir uns zunächst vor Augen führen, dass wir trotz der Erkrankung,

vielleicht auch trotz eines schweren Verlaufs über gesunde Anteile verfügen, die uns die

Möglichkeiten bieten, mit der Erkrankung zu leben. Es geht hierbei darum, im Leben bleiben

zu können, ohne das Hauptaugenmerk auf die Anzahl der verbleibenden Lebensjahre zu

zu richten......

 

 

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