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Der letzte Tag

Es war ein Tag wie jeder andere, trotzdem war es anders.
Lily Potter wachte von den Schreien auf, die aus der Wiege neben ihrem Bett kamen. Sie stand auf und nahm das kleine Kind auf den Arm. Leise begann sie zu singen und bald war ihr Sohn beruhigt.
Nun trat auch ihr Mann zu ihr. Er drückte ihr einen sanften Kuss auf die Wange. Sein schwarzes Haar stand in alle Richtungen ab und hinter seiner Brille blitzten sie seine Augen an.
"Ist er nicht wunderschön, James?" "Ja, ja das ist er. Harry hat deine Augen, kein Wunder, dass er hübsch ist", antwortete James Potter fröhlich und nahm seinen Sohn auf den Arm.
Unten in der Küche deckte Lily den Tisch und kochte Harry seinen Brei. Wie jeden Morgen ließ James es sich auch heute nicht nehmen sein Kind zu füttern, bevor er zur Arbeit musste. Er verabschiedete sich von beiden und apparierte ins Zaubereiministerium.
Lily zog Harry wie jeden morgen zuerst an und spielte dann mit ihm. Er lachte oft und seine Mutter beobachtete ihn fröhlich lächelnd.
Später nahm Lily Harry an die Hand und ging mit ihm einkaufen. Alle Leute die sie auf der Straße traf grüßten die beiden freundlich und viele hielten an um mit ihr zu reden.
Natürlich redeten sie über Muggelsachen, denn keiner in dem kleinen Ort wusste von der Begabung der Potters. Sie waren Hexe und Zauberer und hatten sich auf Hogwarts kennengelernt. Erst in ihrem letzten Jahr waren sie zusammengekommen. Lily dachte oft daran und die Erinnerung brachte ihr immer ein Lächeln ins Gesicht.

Am Abend, nachdem sie Harry ins Bett gebracht hatten, saßen Lily und James zusammen im Wohnzimmer. Lily erzählte voller Stolz von den Leuten, die sie getroffen hatte:
"...sie sagte Harry wäre ja so hübsch und so brav. Ihr Sohn Daniel würde immerzu quengeln, wenn sie sich unterhält. Sie sind alle so begeistert von ihm." James lachte leise. "Was?", fragte Lily und sah ihn an.
"Nicht nur die anderen sind völlig begeistert von Harry. Du solltest dich mal sehen, wenn du von ihm sprichst."
"Oh, James!", sagte sie und warf mit einem Kissen nach ihm. " Ich bin seine Mutter, natürlich liebe ich ihn."
"Albus würde uns gern besuchen, er hat Harry lange nicht gesehen. Ich habe ihn für nächste Woche eingeladen", sagte James.
Plötzlich hörten beide ein lautes Krachen und die Tür zersplitterte.
"Lily, nimm Harry und lauf! Er ist es! Ich halte ihn auf - Harry ist zu wichtig!", schrie James.
Lily lief hastig aus dem Wohnzimmer und stolperte die Treppe hinauf. Lord Voldemort lachte schrill und sagte: "So, du willst mich also allein aufhalten."
"Du wirst Harry nicht bekommen!", rief James und hob seinen Zauberstab gegen den dunklen Lord. Doch dieser war schneller und sprach den Todesfluch: "Avada Kedavra!"
Langsam stieg Lord Voldemort die Treppe hinauf. Lily nahm Harry auf den Arm, legte ihn aber gleich zurück in die Wiege als sie Schritte hörte.
"Geh beiseite, Mädchen!", rief er und hob seinen Zauberstab.
"Nicht Harry! Bitte nicht, ich tu alles, bitte!", schluchzte Lily bittend.
"Du redest Unsinn, geh aus dem Weg!"
"Bitte nimm mich, töte mich, aber bitte verschone Harry", flehte Lily wieder.
"Geh zur Seite, du dummes Mädchen... geh weg jetzt..."
"Bitte hab Gnade verschone ihn und nimm mich!"
Voldemort lachte. Ein fieses Lachen voller Hass. Lily schrie. Sie wusste er würde ihn trotzdem töten. Erst würde er sie töten und dann Harry.
"Avada Kedavra!", rief er wieder und lachte scheußlich. Dann beugte er sich über Harry. Der Junge schrie nach seiner Mutter und weinte.
"Bald wirst du bei ihr sein!" Er hob seinen Zauberstab und rief wieder: "Avada Kedavra!"
Es ging alles recht schnell. Ein grüner Blitz, der alles erhellte schoss aus dem Zauberstab und traf die Stirn des Jungen. Doch statt ihn zu töten schlug der Fluch auf seinen Urheber zurück, der schon triumphierend lachte. Voldemort schrie und dann war alles vorbei.
Harry lag in seinem Bettchen und schrie. Doch diesmal würde seine Mutter nicht kommen und singen, denn Lily und James Potter starben um ihn zu schützen...

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Amina 1