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Sorry, habe versucht einen Tagesbericht zu schreiben und jetzt ist der erste Tag schon so unzumutbar lang, dass ich mir was überlegen muss...dauert also noch mit den Texten!

1.Tag:5. September 2002

Anreise
Nachts um kurz vor halb 6 trafen wir uns alle hellwach am Bahnhof in Ravensburg mehr oder weniger pünktlich. Im Zug erwartete uns gleich die erste "freudige" Überraschung: Unser geliebter Lateinlehrer tauchte in knallgelbe Regenjacke auf. Nach großem Hallo, schließlich hatten wir auch eine Lateinlehrkraft mit von der Partie, musste der gelbe Mann in Aulendorf "leider" schon wieder aussteigen. Nach Umsteigen in Stuttgart in die S-Bahn erreichten wir recht bald den legendären Stuttgarter Flughafen. Wegen Mangel an "Gepäcktrollys" bewegten sich durchschnittlich 4 Personen um diese umgebauten Einkaufswägen um entweder den Linksdrall auszubalancieren, um ein plötzliches Rechtsdrehen dieser praktischen Gefährte zu verhindern, das abrupte Stoppen und daraus unweigerlich folgende Herabstürzen unserer wertvollen Gepäckstücke und die Massenkollision zu verhindern, oder überhaupt erst die kundenfreundlichen Fahrzeuge in Schwung zu bringen. Der männliche Stolz ließ es nicht zu, dass unsere Begleitperson nach dem Weg zum Stand unserer Fluggesellschaft fragte. "Das muss im Neubau sein, ganz sicher!". So hatten wir das Vergnügen mit den oben beschriebenen Highspeedflitzern, den kompletten Umbau des Flughafens life zu inspizieren und diesen Entspannungstag mit Frühsport beginnen zu dürfen. Doch "Wunder geschehen" und der gesuchte Stand tauchte urplötzlich im Altbau auf, wo wir unsere Koffer durchleuchten lassen mussten und anschließend wurden die guten Stücke gewogen (leichtester Koffer 11.6 kg , Rekord 26.2 kg), doch trotz "leichter" Überschreitungen konnten alle Gepäckstücke ohne Probleme eingecheckt werden. Beim Handgepäck war das freundliche Flughaufenpersonal dann kleinlich. Die Rucksäcke wurden bis zum Boden durchsucht, sämtliche Sprays wurden ausgiebig getestet und im Geldbeutel enthaltene Fotos wurden intensiv betrachtet (...und mit den Terroristenfahndungsfotos verglichen), wobei die dummen Kommentare auch nicht spärlich ausfielen. Das Verhalten des Personals ist jedoch damit zu entschuldigen, dass so eine Reisegruppe 14-16-Jähriger natürlich zu der Gruppe potenzieller Flugzeugentführer gehört. Beim anschließenden Warten in der Wartehalle wurden manche Nerven sichtlich strapaziert (wie ein hungriger Tiger, oder wie der bescheuerte Waschbär in Willi`s Kleintierzoo in Ravensburg drehte xy seine Runden, kaum in der Lage seine große Flamme, die er in wenigen Stunden wiedertreffen sollte, aus den Gedanken zu streichen). Über einen extrem kurzen Gangway gings dann ins Flugzeug. Schock!!! In geduckter Haltung, um den Kopf nicht an der Eingangstür anzuschlagen, erblickten wir die smarten Stewards und die sexy Stewardessen, wie aus dem Urlaubsprospekt. Make-up: Paradiesvogel, Durchschnittsalter: 50, Sprachkenntnisse: Griechisch, Gesichtsuadruck: freundlich, kompetent. Wir drängten uns durch den geräumigen Mittelgang zu den extra für uns reservierten speckigen Ledersitzen. Von dort folgten wir aufmerksam den spastischen Bewegungen und Urlauten des Personals, die uns, wie wir später erfuhren mit der Verhaltensweise im Notfall bekannt gemacht hatten. Wenn man den rechten Arm ruckartig nach unten und oben bewegt, so fällt angeblich eine Sauerstoffmaske aus dem Flugzeugdach. Und durch aufpumpen der Backen bläst sich die Schwimmweste auf. Das ganze konnte man auch noch auf Handzetteln, die sich in Taschen bei den Vordersitzen befanden nachlesen. In Englisch und Griechisch war das Notfallverhalten unter einer Fettschicht zu entziffern(die Leute haben sich aber durchaus was dabei gedacht, dass sie diese Tafeln eingeschweißt haben). Also traten wir gut informiert und recht pünktlich ( für griechische Verhältnisse überpünktlich )den Flug an. Bereits nach kurzer Zeit erhielten wir ein "überaus leckeres" Essen, doch schließlich sind wir ja zum Fliegen und nicht zum Essen in diese vertrauenswürdige Maschine gestiegen. Die Flugzeit vertrieben wir uns mit Schlafen, Reden oder mit dem Ausmalen von einem wunderhübschen Bild, das freundlicherweise für die kleinen Gäste auf die Kotztüten gedruckt worden war (Kann mir mal wer erklären, was das soll, wenn ich nicht kotzen muss, hol ich mir auch keine Tüte und wenn doch, wenn sie voll ist, kann man ja wohl auch nicht mehr drauf malen, oder???).
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